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24, Mai, 20° N-Br in 33,8° W-Lg am 27. Mai und 30° N-Br in 37,8° W-Lg am
1. Juni überschreiten. Der Passat, welcher im Norden von 21° N-Br weniger
frisch geworden war, endete in 29,5° N-Br. Auf dem jetzt noch zurückzulegen-
den Theile der Reise traf „Elisabeth Rickmers“ dieselben Windverhältnisse wie
„Amanda & Elisabeth“, welch’ letzteres Schiff den Aequator an demselben Tage,
aber 75 Sm westlicher überschritten hatte und am Mittage des 1. Juni etwa
einen Grad südlich und einen Grad östlich vom ersteren Schiffe stand. „Elisa-
Beth Rickmers“ schnitt 40° N-Br in 36,2° W-Lg am 9. Juni und befand sich am
14. Juni wieder nahezu 45 Sm in der NzW-Richtung von „Amanda & Elisabeth“.
Am 18. Juni, 4 Stunden später als letztere Bark, sichtete „Elisabeth Rickmers“
die Feuer von Lizard, nach einer Reise, deren Gesammtdauer 114 Tage betrug.
]J2, Reise des Bremer Vollschiffes „Friedrich“, Kapt. W. Rasch.
Am 21. März 1879, drei Tage nach dem Abgange von der Weser, ver-
liess bei mässigem NNE-Winde das nach New- York bestimmte Vollschiff
„Friedrich“ den Kanal. Der günstige Wind hielt bis zum 25. März an, dann
wehten wiederholt stürmische Gegenwinde, und damit konnte auf der direkten
Route zum Bestimmungshafen, welche Kapt. Rasch einhielt, nur langsamer
Fortschritt gemacht werden. Man erreichte 30° W-Lg in 45° N-Br am 2, April
und 50° W-Lg in 44,2° N-Br am 18. April. Westlich von Neufundland waren
die Winde günstiger und das aussergewöhnlich schnell segelnde Schiff, welches
hier in 32 Stunden 376 Sm zurücklegte, kam rasch nach Westen vorwärts. Am
24, April wurde in 41,8° N-Br der Meridian von 60° West gekreuzt und am
27, April, 37 Tage nachdem die Länge von Lizard passirt worden war, die Bai
von New- York erreicht.
Am 23. Mai begann „Friedrich“ seine Heimreise nach Bremen. Dieselbe
verlief von leichten, doch fast ununterbrochen aus südwestlicher Richtung wehen-
den Winden begünstigt in kurzer Zeit. Es wurde 50° W-Lg am 8. Juni in
40,2° N-Br, 30° W-Lg am 13. Juni in 44,2° N-Br und Lizard am 19. Juni er-
reicht. Die Reise hatte bis dahin eine Dauer von 22 Tagen.
Segelanweisung für die Bucht von Sawäkin (Suakin). Aegypten,
Rothes Meer,
(„Notice hydrographique“. No. 6. Paris, 1879.)
Nach einem Bericht des Kapt. Lef&vre-Dubua, Kommandant des fran-
zösischen Schiffes „Fabert“, 1879, ist das Ansegeln der Bucht Sawdkin!) nicht
phne ernstliche Schwierigkeiten, da in diesen Gegenden sehr starke und ver-
änderliche Sirömungen herrschen, von deren Vorhandensein in den „Sailing
Direetions“ keine Erwähnung gemacht wird. Nach der Abfahrt von Jiddah
wurde in den ersten 24 Stunden ein NW-Strom von 8 Sm Geschwindigkeit und
in den darauf folgenden 24 Stunden ein SE-Strom von 14 Sm Geschwindigkeit
beobachtet. Zwischen den Inseln Barakut und Addar-Kebir wurde ein nach
rw S 52° W setzender Strom mit 3 Sm Geschwindigkeit, und in geringer
Entfernung von der Brandung in der Einfahrt der Bucht von Sawdkin ein Ost-
strom mit gleichfalls 3 Sm Geschwindigkeit in der Stunde vorgefunden,
An der Bewegung der oberen und unteren Wolkenschichten bemerkte
man, dass man sich in dieser Jahreszeit (Januar) an der Grenze der beiden
Hauptwinde des Rothen Meeres befand. Durch das Zusammentreffen dieser
beiden entgegengesetzten Luftströmungen entsteht ein nebeliges feuchtes Wetter
mit schweren Regenböen, welches das Ansegeln der Bucht sehr erschwert.
Einsegelung. Beim Einsegeln in die Bucht von Sawdkin mit grösseren
Schiffen muss grosse Vorsicht beobachtet werden. Der Hafen bietet keinen
genügenden Raum zum Schwaien von Schiffen; man liegt jedoch sehr gut, wenn
man sich vorn und hinten vertäut. Keine der in einigen Karten angegebenen
Tonnen sind vorhanden, und von den vier Baken ist die erste, welche beim
Einsegeln an B. B. bleibt, und welche in der Hafeneinfahrt auf der Nordspitze
des südlichen Korallenriffes steht, zerstört, und es befindet sich nur noch der
Unterbau derselben daselbst.
1) Vel. „Red. Sea Pilot“. London, 1873, pagı
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