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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Ganz regenlos waren alle fünf Novembermonate und ferner die Monate 
April und August 1854, Dezember 1855, Mai, September und Oktober 1856, 
Mai, September und Dezember 1857, September und Oktober 1858. Die Summen 
für die einzelnen Monate finden sich in dem Eingangs genannten Werke auf- 
yeführt. Auf Longwood ist kein regenloser Monat vorgekommen; die jährliche 
Vertheilung des Regens ist indessen dort, wiewohl noch mehr verwischt, im 
Wesentlichen dieselbe wie an der unteren Station; an beiden sind Oktober bis 
Dezember die trockensten, Februar und März einerseits und Mai bis August 
andererseits die regenreichsten Monate, also eine kleine Regenzeit zur Zeit der 
höchsten Wärme und eine grosse im Spätherbst und Winter, beide jedoch wenig 
ausgesprochen und die erstere fast nur in der Stärke und nicht in der Häufig- 
keit der Regen sich anzeigend. 
Was die letztere betrifft, so habe ich aus den Aufzeichnungen des Obser- 
vatoriums gesucht die Zahl der Regentage zu bestimmen. Für die Jahre 1840 
bis 1843 erwies sich deren Zählung zu unsicher, da einerseits, wie erwähnt, der 
Regenmesser offenbar nicht täglich abgezapft wurde, und andererseits das 
Wetter nur für vier Termine des Tages und für die Sonntage gar nicht an- 
gegeben ist. Für 1844 bis 1847 sind allerdings leider ebenfalls die Angaben 
über die Witterung sehr ungenügend, da öfters nichts von Regen orwähnt ist, 
wenn doch erhebliche Quantitäten gemessen wurden; zuweilen ist der Wider- 
spruch beider Rubriken des Journals sogar recht auffällig, wie z. B. am 9, Mai 
1847 „calm, cloudy, fair“ als Charakter des Tages sticht; und am 22, Mai 
„nearly overcast, fair“, während an beiden Tagen je 0,31“ Regen gefallen sein 
soll — es ist diese ungenügende Ausfüllung der Rubrik „Bemerkungen“ ein 
sehr häufig auf meteorol. Stationen sich zeigender Uebelstand; in dieser Zeit 
(1844—47) haben wir indessen die täglichen Regenmessungen als Kontrole, und 
in der Regel sind auch die Tage, an denen Regen gemessen wurde, mit Worten 
wie „rain, showery, few showers, drizzling rain“ und dergl. charakterisirt, häufig 
unter Angabe der Tageszeit. 
Für die Zählung habe ich als Niederschlagstage alle genommen, für 
welche 1 mm (0,04) uud darüber gemessen, oder, wenn das nicht der Fall, 
Regen in den Bemerkungen angegeben ist; ausserdem ist am Schluss der fol- 
genden kleinen Tabelle die durchschnittliche Zahl der Tage mit 0,01“ bis 0,03“ 
Niederschlag, für welche die Natur desselben als Regen nicht ersichtlich ist, 
aufgeführt; die meisten dieser Fälle werden auf nasse Nebel zurückzuführen sein, 
sin vermuthlich kleinerer Theil auf Thaubildung. 
1844 
1845 
[846 
184.7 
Regentage, Mittel, . 
mm Regenmenge auf 
einen Regentag. . . 
Ausserdem Tage mit ge- 
ringen Niederschlägen 
Jan. | Febr. März | April Mai | Juni | Juli 
Aug. | Sept. 
Okt. | Nov. | Dez. 
122 |14 16 121 |1M 5 5 
7 10 |6 |7 12 | 9 | 1 
10 117 |ı8 E 20 1a |22 ] 
Ü 110 118 119 19 198 177 
19 
23 
17 
18 125 a3 | u 
22 110 | 7 3 
16 | 6 112 11 
11,5 | 12,8 | 12,0 | 11,2 | 13,8 | 18,2 10,0 | 9,3| 88 
8 a @ A a 33! 381 0 x 20) 17 
5,5| 40! 52| 451 321 25 as] 3,71 20| 3,7| 43| 5.0 
Im Frühling und Frühsommer (Oktober bis Dezember), wo die Nieder- 
schläge am seltensten, sind sie zugleich am schwächsten. Die auf einen Regentag 
durchschnittlich kommende Regenmenge ist ungefähr dieselbe wie in Norddeutsch- 
land und geringer als sie im Allgemeinen in Mittel- und Süddeutschland ist 
(vgl. van Bebber: die Regenverhältnisse Deutschlands, S. 79). 
Die Windverhältnisse von St. Helena sind sehr einfach, da der Südost- 
Passat mit grosser Stetigkeit das runde Jahr hindurch herrscht. 
Auf Longwood, welches dem Passat ganz frei ausgesetzt ist, ist derselbe 
vom April bis August im Durchschnitt 5—10° östlicher, als von September bis 
März, doch bildet der Januar eine Ausnahme. Vom August bis zum Jannar
	        
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