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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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tägliche Wärmeschwankuug ihr Minimum erreicht; in dieser- Abstumpfung der 
täglichen Periode der Dampfspannung in den wärmeren und trockeneren 
Monaten zeigt sich auch in dieser rein oceanischen Lage die Tendenz zur 
Herabdrückung des Dampfgehalts in der untersten Luftschicht um die Mittags- 
zeit, welche bekanntlich in kontinentalen Gegenden im Sommer die tägliche 
Periode der Dampfspannung ganz beherrscht. 
Nebel sind, den Bemerkungen im meteorologischen Journale nach, auf 
der Longwood-Ebene häufig und nicht selten sehr dicht, so dass sie öfters, den 
Tag über anhaltend, auch ohne eigentlichen Regen nicht unbedeutende Nieder- 
schlagsmengen abzugeben scheinen. Leider sind die Aufzeichnungen nicht so 
ausführlich und nicht so konsequent durchgeführt, dass eine nähere Unter- 
suchung, etwa durch Zählung der Tage und der Stunden mit Nebel, mög- 
lich wäre. 
Ganz im Gegensatze zu der Regelmässigkeit und Unveränderlichkeit, 
welche in den übrigen Elementen herrscht, zeigen die am Observatorium ge- 
wonnenen Regenmengen in den einzelnen Jahrgängen so ausserordentliche Ver- 
schiedenheiten und so wenig gesetzmässigen jährlichen Gang, dass man an der 
Richtigkeit der Messungen zweifeln möchte. Bis zum September 1843 sind die- 
selben im Journal nur in Vierteln, Hälften ete. eines Zolls und nicht täglich, 
sondern für mehrere Tage zusammen angegeben. Einige Monate. vordem schon, 
im Juli 1843, ist der Regenmesser, wie schon erwähnt, umgestellt worden. In 
welchem Maasse und welcher Art damit die auffällige Abnahme der Regen- 
menge zusammenhängt, welche in derselben Zeit eingetreten und aus der folgenden 
Tafel deutlich ersichtlich ist, lässt sich nicht entscheiden. Die späteren Auf- 
zeichnungen im Journal tragen weitmehr den Charakter der Genauigkeit, doch 
ergeben vor und nach diesem Termine die Angaben im Journale nicht immer 
diejenigen Summen der Regenmenge, welche als monatliche Regenhöhen in der 
zusammenfassenden Tabelle gegeben sind; im März 1841 beträgt die Differenz 
sogar 1% Zoll. Wir halten uns im Folgenden an die letztere, und stellen 
hier die darin aufgeführten Regenmengen in englischen Zollen zusammen: 
Jan. |Febr.| März |April! Mai |Juni | Juli | Aug.|Sept.|Okt, |Nov.| Dez.| Jahr 
KAUM 
Nach Sabine 1827 
1842 
Vol. I. 1843 
Tab, XXXIX. 1844 
1845 
Nach Sabine 1846 
Vol. I. 1847 
in 1840-—4" 
Mitte }1840—4 
1,50 | 
3,64 
1791 
2,99 
),4° 
U8C 
‚88 
89 
8,50'13,25| 6,75 : 9,50 
3,50| 9,22| 4,93 | 6,17 
4,32| 8,37| 1,46 | 7,32 
1,36] 1,95| 0,90 | 2,57 
0,78| 0,86! 1,36 | 3,50 
3.15 vor 2,76 3,90 
416] 367] 1,92 1.29 
CO) 3701077 dor 
161! 241lı 7“ 284 
5,75 
7,65 
3,59 
148 
>22 
1° 
a 49 
Q me 
4,25| 6,00 
10,05! 7,49 
1,76 1,55 
1,87 3,33 
2,53| 2,68 
7,34| 3,08 
301) — 
3,69| 4,01 
544 301 
2,78 
3,50 
7,19 
0,92 
2,82 
2,65 
1.19 
7,59 
4,25 
6,78 
1,56 
1,35 
1,00 
0.79 
2,89 2,20 
999 11.05 
0,95 4,11 , 
1,50 ' 2,17 |68,92 
3,92 ° 3,92 |90,46 
1,74 2,80 |37,18 
0,71 0,69 20,02 
146 0,10 19,41 
04 0,91 |25,54 
1,26 1,77 141,52 
10,74 10,57 |23.69 
Dass die Regenmenge auf verschiedenen Punkten der kleinen Insel sehr 
verschieden sei, haben die von Herrn Lefroy veranlassten gleichzeitigen 
Beobachtungen der Regenmenge an drei anderen Punkten während des Jahres 
1841 erwiesen. Die im Laufe von 9 Monaten erhaltenen Regenmengen waren: 
I. 2644’ über dem Meere, nahe der höchsten Kuppe der Insel 22,63 Zoll, 
II. 1991‘ über Meer auf demselben Höhenzuge 27,11 
IX. 1782‘ über Meer, Longwood-Observatorium 13,42 
IV. 414‘ über Meer, James Valley . 7,63 
Die Station der Royal Engineers (Jamestown) ergab sowohl im all- 
gemeinen Mittel als in den einzelnen Jahrgängen sehr geringe Regenmengen; 
dieselben betrugen in den Jahressummen der vollständigen Jahre: 
in Millimetern: 
1854 1855 1859 
156 138 - 118 
295 181 103 
in engl. Zollen: 
1854 1855 1859 
6,144 5,4832 4,660 
8.716 7,125 14.046 
in 20‘ Höhe 
am Boden
	        
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