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Janızsam nach Westen und dann nach Süden um, wodurch es eine tiefe Bucht
bildet. Das Südende des Riffes liegt in 12° 49‘ S-Br und 160° 25‘ O-Lg, und
von bier biegt es allmählich westlich und nördlich um, woselbst es in einem
Abstand von 15 Sm endigt. Zwischen den beiden Riffen wurde mit. 275m
Lothleine kein Grund erreicht und in. dem Innern. der Riffe schien. es gleichfalls
sehr tief zu sein.
Das Südriff ist von dem Mittelriffo durch ein 1'/2 Sm breites Fahrwasser
yetrennt, in welchem mit 45m Lothleine kein Grund erreicht wurde. Dieses
Riff schliesst. gleichfalls cine Tiefwasser-Lagune ein, hat eine Länge von 15 Sm
und eine Breite von 8 Sm. Das ganze Riff hat die Form eines Oblong mit
einer hufeisenförmigen Bucht an der Südseite, Die Südspitze desselben licgt
in 13° 2%4' S-Br und 160° 36/4‘ O-Lg. .
Die Insel Rennell') ist an ihrer breitesten Stelle 6 bis 7 Sm breit und
hat in der Richtung 0S0O—WNW eine Ausdehnung von ungefähr 45 Sm. Die
Höhe derselben ist ziemlich gleichmässig und beträgt ungefähr 120m. Sie- ist
dicht bewaldet, aber es war kein Anzeichen von Ackerbau auf derselben . zu
entdecken; ebensowenig befindet sich in ihrer Nähe ein Ankerplatz, Das SO-
Ende der Insel. liegt in 11° 52‘ S-Br und 160° 40‘ O-Lg, das Westende in
11° 34‘ S-Br und 159° 55‘ O-Lg, und dieses ist an einem Hügel zu erkennen,
welcher ca 180m vom Strande entfernt ist. Bei dem SO-Ende der Insel erstreckt
sich in kurzer Entfernung ein Küstenriff und ebenso längs der ganzen NO-Seite,
dieses letztere ist ca 2 Kbly von der Küste entfernt. Ferner erstreckt sich
4 bis 5 Kblg weit von der Westspitze ein.Riff, bei welchem. eine starke Strom-
kabbelung beobachtet wurde. Die Inselbewohner haben Aehnlichkeit mit den-
jenigen der Insel Tanna, Neu-Hebriden. ;
Die Insel Bellona.?) Nach dem Führer der Brigg „Rio Loge“, 1878,
Kapt. Miles, liegen die Inseln Bellona und Rennell in der Richtung NWzW—S0z0
nicht mehr als 15 Sm weit auseinander, Hiernach liegt nach der von Lieutenant
Richards gegebenen Position für die Insel Rennell, das SO-Ende der Insel
Bellona, in 11° 23‘ S-Br und 159° 47‘ O-Lg. Anscheinend hat die Insel Bellona
dieselbe Höhe, als die Insel Rennell, und ist dicht bewaldet. *
Das Neptunc-Riff,®) auf welchem im Jahre 1868 das-Schiff „Neptune“
scheiterte, sollte nach den damaligen Angaben 16 bis 18 Sm lang und ungefähr
7 Sm breit sein und eine tiefe Lagune bilden. Das Schiff sollte nahe der
Mitte der Ostkante in 12° 54‘ S-Br und 161° 45‘ O-Lg gescheitert sein.
Die Umgegend dieses Riffes wurde von Lieut. Richards während fünf
Tage genau durchforscht, ohne dass er auch nur ein Anzeichen von flachem
Wasser aufgefunden hat; es konnte nirgends mit 275m Lothleine der Grund
erreicht werden. Auch nach den Angaben anderer Schiffsführer, welche öfters
dicht bei der für das Riff gegebenen Position passirt sind, ist niemals etwas
von einer Untiefe bemerkt worden. .Hiernach scheint es, dass diesos Riff gar
nicht existirt, und dass der „Neptune“ s. Z. auf einem Theil der Zndispensable-
Riffe gescheitert ist, weshalb das Neptune - Riff auch von der britischen
Admiralitäts-Karte entfernt worden ist, .
Das Wells-Riff*) wurde bei der Weltumsegelung: von I Br. M. 8.
„Pandora“ im Jahre 1791 entdeckt. Am 17. August um Mitternacht wurde an
beiden Seiten voraus Brandung bemerkt und das Schiff hatte nur noch eben
Raum zu wenden und von derselben frei zu kommen. Die Lage des Riffes
wurde bestimmt zu 12° 20‘ S-Br und .157° 58‘ O-Lg. Am Morgen nach Tages-
anbruch untersuchte die „Pandora“ das Riff und fand, dass es ein doppeltes
Riff war, welches mehr einer Insel ähnlich sah. Darauf umsteuerte das Schiff
das NW-Ende desselben und setzte seino Reise nach der Torres-Strassc fort.
Mit I. Br. M.S. „Renard“ ist jetzt acht Tage lang nach diesem Riffe
gesucht worden, ohne auch nur ein Anzeichen einer Untiefe zu entdecken; es
wurde nirgends mit 275m Lothleine der Grund erreicht, und muss deshalb die
Lage des Riffes unrichtig sein.
ij) a, a. O. pag, 688, No. 243 d. „Nachr. f. Seef.“, 1879.
2) a. a. O. pag. 688.
5) a. a. O. pag. 688 und No. 552 d.‘ „Nachr., f. Seef.“ 1879.
Ü a. a. O0. pag. 689 und No. 553 d, „Nachr., f£. Seef,“ 1879.