accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

38 
Macusa ist der orste Fluss im Osten von Quilimane. Die Mündung 
macht sich erkennbar durch cin grasses Gehölz von Kasuarinen, welches sich 
an der Ostseite derselben befindet. Dies Gehölz, welches wie eine mit Tanven 
bewachsene Insel erscheint, ist überhaupt das erste, welches man im Osten von 
Quilimane antrifft. Eine Strecke weiter ostwärts sieht man cin zweites 
Kasuarinengehölz, das erste indessen bezeichnet die Einfahrt des Macusa-Flusses, 
Um einzusegeln, bringe man das Westende des Gehölzes an der Fluss- 
mündung in die Peilung Nord und steuere in dieser Peilung darauf zu. Man 
hat dabei auf den Strom zu achten, welcher mit dor Fluth nach West, mit der 
Ebbe nach Ost setzt. 
Hat man sich der Westspitze des Gehölzes bis auf !/2 Sm genähert, so 
halte man etwas westlicher, um das Gehölz in !/4 Sm Abstand zu passiren, und 
von hier steuere man — immer die Mitte des Flusses haltend — stromaufwärts, 
bis man an Steuerbord das erste Haus sieht. Hier gehe man zu Anker. 
Die Barre vor der Flussmündung ist etwa !/ Sm breit und befindet sich 
in 2'% bis 3 Sm Abstand vom Lande. Nach den von mir angestellten Be- 
obachtungen stehen auf derselben bei halber Gezeit 13 Fuss (4m), bei Hoch- 
wasser 18 Fuss (5,5m) Wasser. Der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrig- 
wasser beträgt 12 Fuss (3,7m) bei gewöhnlichen, 14 Fuss (4,3m) bei Spring- 
Authen. Bei Voll- und Neumond tritt das Hochwasser auf der Barre um 
4 20” ein. 
Trinkwasser und Früchte sind sehr billig, ausser diesen Artikeln aber 
kein Proviäant zu bekommen. 
Lootsen sind nicht vorhanden. Hafenabyaben werden nicht gefordert. 
Ueber einige Inseln und Riffe im südwestlichen Theile 
des Stillen Oceans. 
Von dem Kommandanten I.Br. M. Schoner „Renard“, Licut. G. E. Richards, 
1878, sind nach der „Hydrographic Notice“ No. 5, London, 1879, nachstehende 
Bemerkungen über, einige Inseln und Riffe im südwestlichen Theil des Stillen 
Üececans gemacht worden. Die dabei vorkommenden Peilungen sind missweisend; 
die Missweisung beträgt 8!/2° Ost 1879. 
Die Indispensable-Riffe,!) von Kapt. Wilkinson mit dem Schiffe 
„Tndispensable“ im Jahre 1790 entdeckt, sind jetzt von Lieut. Richards unter- 
sucht worden, und berichtet derselbe darüber Folgendes: 
Diese Riffe bestehen aus drei von einander getronnten Riffen, welche das 
Nord-, Süd- und Mittelrif benannt sind. Dieselben erstrecken sich 57 Sm weit 
in der Richtung NW—5SO, und da sie allenthalben steilabfallend sind. konnte 
nirgends ein Ankerplatz gefunden werden. 
Das Nordriff schliesst eine Tiefwasser-Lagune ein, hat in der Richtung 
0SO—WNW eine Länge von 12 Sm und seine grösste Breite beträgt 4 Sm. 
Die NW-Spitze des Riffes ist an zwei auffallenden Felsen erkennbar und liegt 
in 12° 15‘ S-Br und 159° 59%4‘ O-Lg. In dem Riffe befinden sich zwei 
Deffnungen, die eine an der Westseite desselben ca 1 Sım südlich der beiden 
vorher erwähnten Felsen, und die andere an der Nordseite 5 Sm von der Ost- 
spitzc des Riffes entfernt. Beide sind nur schmal und deshalb zum Einsegeln 
gefährlich, besonders die nördliche, da daselbst die Strömung stark nach Westen 
längs der Nordseite des Riffes setzt. 
Das Mittelriff ist von dem Nordriffe durch ein 1! bis 2 Sm breites 
Fahrwasser getrennt und erstreckt sich 22 Sm in südöstlicher Richtung bis zu 
einer Stelle, wo sich starke Stromkabbelung befindet und welche man leicht 
als die Fortsetzuug der Brandung ansehen kann. Von hier biegt das Riff 
x SS. „South Pacific Ocean Directory“, von Findlay, 1871, pag, 688.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.