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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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i. Reise des Blankeneser Schoners „Apoll“, Kapt. F. Höhs. 
Am 13. Juni 1878 passirte der auf ciner Reise von Grimby nach San 
Blas begriffene Schoner „Apoll“ den Meridian von Greenwich. Mit umlaufenden 
leichten Winden, deren Richtung jedoch vorherrschend günstig war, gelangte 
man bis zum 21. Juni mach 40° N-Br in 13,5° W-Lg. Es folgten dann mehrere 
Tage, an denen nur ganz leiser Zug herrschte, der schliesslich von West durch 
Nord drehte, an Stärke zunahm und Passat wurde. Am 28. Juni kreuzte „Apoll“ 
30° N-Br in 18,8° W-Lg, drei Tage früher, als die nach Zquique bestimmte, 
östlich von den Kap Verde’schen Inseln zur Linie segelnde Bark „Meteor“, 
Kapt. Dinkelberg. „Apoll“ folgte der westlichen Route und gelangte auf 
derselben nach 20° N-Br in 24,3° W-Lg am 2. Juli und nach 10° N-Br in 
26,3° W-Lg am 7. Juli. Von 30° N-Br bis nach 10° N-Br hatte „Apoll“ gegen 
„Meteor“ einen Tag gewonnen. Beim Uebergang vom Gebiete des Passats in 
das des westlichen Monsuns traf es „Meteor“ aber entschieden günstiger, als 
„Apoll“; für jenes Schiff drehte sich der Wind, ohne dass Stille eintrat, von 
NE durch Nord nach West und nahm dann rasch zur frischen Brise zu, „Apoll“ 
fand die äquatoriale Grenze des Passats zwar erst in 9,9° N-Br, also 4 Grad 
südlicher als „Meteor“, wurde aber dann durch Mallung und Windstille auf- 
gehalten und fand erst am 9. Juli frischen SW-Monsun in 9° N-Br und 27,3° W-Lg. 
Dadurch gewann „Meteor“, denn 9° N-Br wurde von diesem Schiffe nur um 
einen "Tag später als von „Apoll“ geschnitten, und eben so viel später auch 
der Aequator erreicht. „Apoll“ lag mit dem südwestlichen Winde über B. B.- 
Bug, bis man am 12, Juli nach 5,4° N-Br in 21,4° W-Lg gekommen war. Dort 
wurde gewendet und nach Westen und Süden gesegelt; der Wind raumte dann 
auch bald und am 15. Juli passirte „Apoll“ in 27,5° W-Lg den Aequator, Die 
Reisedauer von Lizard bis hier betrug 32 Tage, von 30° N-Br ab 16,5 Tage. 
Von „Meteor“ war die letztere Strecke in 15,5 Tagen zurückgelegt worden. 
Im Südatlantischen Ocean erreichte „Apoll“ 10° S-Br in 34° W-Lg am 
20. Juli, 20° S-Br in 38° W-Lg am 27. Juli und 30° S-Br in 45,3° W-Lg am 
2. August. Der SE-Passat, welcher südlich von 12° S-Br nur sehr flau an- 
getroffen worden war, endete in 20° S-Br ganz und beschrieb dann in ganz 
langsamer rechtlaufender Drehung einen Rundlauf um den ganzen Kompass. 
Recht günstige Windverhältnisse wurden zwischen 30° und 40° S-Br angetroffen, 
welche letztere Breite am 8. August in 56,2° W-Lg überschritten wurde. Nicht 
so günstig waren sie im Süden von 40° S-Br, doch wehten die westlichen 
Winde, welche man hier fand, nicht so heftig, dass nicht immer noch einiger 
Fortschritt gemacht werden konnte. Am 16. August, 32,5 Tage nach Verlassen 
der Linie, stand „Apoll“ in 50° S-Br und 63,8° W-Lg, der Mitsegler „Meteor“ 
gelangte am 18. August dahin. Am 19. und 20. August erlebte „Apoll“ einen 
heftigen SW-Sturm, der jeden Fortgang nach Süden unmöglich machte; als der- 
selbe geendet hatte, lief der Wind zuerst nach Westen, dann zurück nach Süd 
und zuleizt nach Ost. Mit stürmischem Winde aus letzterer Richtung passirte 
„Apoll“ am 22. August das Kap St. John, gleichzeitig mit den wahrscheinlich 
in ganz geringer Entfernung von einander sich befindenden Mitseglern „Meteor“ 
und „Elena“, 
Bei der nun beginnenden Umsegelung des Kap Horn fand „Apoll“ die- 
selben günstigen Verhältnisse, wie sie schon in den Reise-Auszügen jener beiden 
Schiffe dargestellt sind, und am 3. September hatte „Apoll“, gleichzeitig mit 
„Meteor“ und einen Tag vor „Elena“, in 80,5° W-Lg den Parallel von 50° S-Br 
wieder erreicht. Die Kap Horn-Reise war in 17,5 Tagen vollendet worden, 
Auf kürzestem Wege nach Norden, der Passatgrenze entgegen segelnd, 
überschritt „Apoll“ am 7. September 40° S-Br in 78,5° W-Lg und am 14. Sep- 
tember 30° S-Br in 77,5° W-Lg. Die polare Grenze des beständigen SE-Passats 
traf man am 15. September in 27,2° S-Br an. Mit dem 19. September, als der 
Schoner bis nach 20° S-Br in 84,8° W-Lg gekommen war, wurde die Führung 
des meteorologischen Journals beendet. Am selben Tage erreichte der Mit- 
segler seinen, in derselben Breite liegenden Bestimmungsplatz Iquique.
	        
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