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brachte, fand man leisen, unheständigen Zug und Mallung, dann 'kam ein leichter,
aber bald auffrischender NE-Winud durch, der bei abnehmendem Luftdrucke sich
erst durch Nord nach NW drehte, dann stürmisch wurde und unter Regen und
Gewitter, bei einem geringsten Luftdrucke von 755,4mm, ausschoss nach SW.
Die äusserst segeltüchtige Bark entwickelte hier eine grosse Schnelligkeit; sie
legte in 5 Tagen eine Strecke von nicht weniger als 1230 Sm zurück, Am
31. August kreuzte „Papa“ bei kräftigem südwestlichem Winde den Meridian
von Kap Maria van Diemen in 833,2° S-Br. Am 1. September ging „Papa“ in
32,5° S-Br über den Meridian von 180°. Hier lief der frische Wind durch Süd
nach SSE, und wurde bei einem bis auf 772mm gestiegenen Luftdrucke flauer
und unbeständiger. In 30,5° S-Br und 173,8° W-Lg, wo man sich am 4. Sep-
tember befand, wurde es für cinige Stunden windstille, und hier erst verliess
das Schiff das Gebiet der Depression, in welcher es bis dahin eine so günstige
Gelegenheit gefunden hatte. Der Luftdruck stieg nun auf 776mm. Auf die
Windstille folgte leichter Zug aus NE, der auffrischend östlicher holte, und so
endlich Passat wurde. Von 25° S-Br in 172,7° W-Lg an füllte wieder kräftiger
Wind die Segel. Am 8. September wurde 20° S-Br in 171,4° W-Lg gekreuzt
und am Abend des 9, September wurde das Schiff in Sicht der Häuser von
Apta beigedreht. Die Reise war in der ausserordentlich kurzen Zeit von kaum
15'/2 Tagen gemacht worden,
| Von Apia versegelte „Papa“ am 21. September nach Vavao in der
Tonga-Gruppe. Die Reise wurde mit mässigen Ostwinden in 4 Tagen vollendet.
Später wurde dann noch die Rhede von Levuka besucht und schliesslich am
30. December die Heimreise nach Hamburg angetreten. Bei mässigem Ost-
winde, der gleich von Anbeginn so raum war, dass ein SSE-Kurs eingehalten
werden konnte, segelte man südwärts. In ungefähr 25° S-Br und 173,8° W-Lg
wurde das Passatgebiet verlassen; der in gleichmässiger Stärke wehende Wind
lief hier nordöstlich, später aber durch Nord und West nach SE zurück, Am
2. Januar 1879 kreuzte „Papa“ den Parallel von 30° Süd in 171° W-Lg. Oest-
liche Winde verhinderten während der nachfolgenden Tage das Fortschreiten
des Schiffes nach Osten, so dass man sich am 8. Januar noch in 38° S-Br und
172° W-Lg befand. Nachdem die Bark am 11. Januar 40° S-Br in 169° W-Lg
überschritten hatte, lief der Wind wieder günstiger, und südlich von 45° S-Br
wehten fast ununterbrochen westliche Winde von mässiger Stärke. „Papa“ ge-
langte zum Meridian von 100° West in 52,8° S-Br am 25. Januar und über-
schritt den Parallel von 50° Süd in 132° W-Lg am 19. Januar.
Am 1. Februar befand sich die Bank in der Nähe des Kap Horn, 33 Tage
später als die Reise angetreten war.
Im Atlantischen Ocean waren die Verhältnisse dem Fortgange der Reise
nicht so günstig, wie sie es im Grossen Ocean gewesen waren. Der nordöstliche
Wind, welchen man schon beim Kap Horn angetroffen hatte, wehie auf dem
weiteren Wege zur polaren Grenze des Passats noch an manchem Tage. Am
8, Februar überschritt man‘ bei Sturm aus SW den Parallel von 50° Süd in
49° W-Lg, am 13. Februar bei -stürmischem Südwinde den von 40° Süd in
34,3° W-Lg, und am 18. Februar bei leichten östlichem Zuge den von 30° Süd
in 29,5° W-Lg. Von hier aus hatte die Bark gegen leichte nordöstliche ‚Winde
nach Norden zu arbeiten und natürlich war der Fortgang jetzt ein recht lang-
samer, KErst als in 23° S-Br der Wind östlicher lief, wurde derselbe be-
friedigender. Am 27. Februar kreuzte „Papa“ in 28,4° W-Lg, von frischem
Passat begünstigt, die Breite von 20° Süd, überschritt dann in 29,2° W-Lg
10° S-Br, und verliess am 7. März in 29,8° W-Lg die südliche Halbkugel. Seit
man Kap Horn verliess, waren 34 Tago verflossen,
Wie es im Februar und März im Atlantischen Ocean nicht selten ist,
traf auch „Papa“ schon südlich des Aequators das Ende des SE-Passats. Von
1,4° S-Br ab herrschte ganz leiser unbeständiger Zug, der anuhielt, bis man
nach 2° N-Br in 30,4° W-Lg gekommen war. Hier setzte am 10. März der
NE-Passat ein, der vom zweiten Tage ab recht frisch und beständig wehte, und
die Bark nach 10° N-Br in 36,8° W-Lg am 14. März, nach 20° N-Br in 39,6°
W-Lg am 17. März und nach 30° N-Br in 40° W-Lg am 21. März führte. In
letzterer Breite lief der Wind südöstlich und wurde flau; mit leichten, umlaufen-
den Winden, bei einem beständigen hohen Luftdruck, wurden darauf die nächsten
Ann. d, Hydr., 1879, Hoft IX (September).