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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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und Beschaffenheit der letzteren dem Lootsen Cowley, welcher damals sich an 
Bord befand, ebenfalls unbekannt gewesen. Beim Einsegeln in den Hafen mit 
dem Gig auf die von „Albatross“ vorgeschlagene Marke brachte mich eine 
kleine Abweichung auf sehr flaches Wasser und führte zur Entdeckung dieser 
Untiefe. Dieselbe verengt das Fahrwasser bis auf 2,5 Kblg Breite und trägt 
sehr dazu bei, den Hafen gegen die ausserhalb desselben hoch auflaufende See 
zu schützen, und soll weder der Orkan vom Jahre 1865, noch der dieses Jahres 
in dem Hafen von Saluafata See erzeugt haben. Die in NO ausserhalb des 
Hafens liegende Untiefe ist während des Passats durch hoch auflaufende See, 
zuweilen durch Brandung kenntlich; der Grund ist sehr unregelmässig, Korallen 
und Steine. Die Untiefe liegt innerhalb des zwischen Saluafata und Falifa 
sich in die See erstreckenden Küstenriffes und scheint mit dem nordöstlichen 
Hafenriff von Saluafata in Verbindung zu stehen. Das nordwestlich den Hafen 
begrenzende Riff trägt zwei über Hochwasser liegende Korallenhügel, zwischen 
denen ein schmales Bassin mit tiefem Wasser sich nach NNO erstreckt. Das- 
selbe steht mit dem Hafen durch eine schmale, von Nord nach Süd, dann östlich 
laufende Rinne mit tiefem Wasser in Verbindung, mit der See durch eine für 
Boote passirbare Lücke im Riff. 
Zum Wasserholen kann eine Stelle in SW des Hafens empfohlen werden; 
hier fliesst ein Bacharm ca 20 Schritte vom Strande an demselben entlang und 
besitzt gerade hier einen frischen Zufluss von unten her. 
Was die Ansteuerung von Saluafata betrifft, so kann der von S. M. Kbt. 
„Albatross“ ausgesprochenen Ansicht, dass Aypia mit seinen gut sichtbaren 
Landobjekten zu Hülfe genommen werden müsse, nicht beigepflichtet werden, 
denn die Ansteuerung wird von Osten her leicht zu effektuiren sein, wenn man 
auf die Küste und deren Riffe Acht giebt. Bis Falifa brandet die See unmittelbar 
an der Küste, von hier aus beginnt das Riff, dessen Westende etwa nordöstlich 
vom Hafen liegt. Hat man das Riff erreicht, so hat man nur darauf zu achten, 
dass die Albatross-Insel und die Ariadne-Huk, welche unfehlbar gesehen werden 
müssen, in die von S. M. Kbt. „Albatross“ angegebene Peilung gebracht werde; 
sollten diese Objekte sich bei dickem Wetter nicht genügend gegen die hinter 
liegenden Berge abheben, so ist ihre Lage doch leicht festzustellen, da die 
durch sie bewirkte einzige Unterbrechung des weissen Sandstrandes die Position 
sofort giebt; dann kann man mit SzO-Kurs auf die Ariadne-Huk zusteuern, bis 
die nächste Spitze des zwischen Saluafata und Lufi-Lufi liegenden Landes otwa 
SO peilt. Sobald diese Peilung erreicht ist, thut man gut, etwas östlicher zu 
halten, um nachher die Mitte der Einfahrt zu passiren. Dies geschieht, wenn 
man den hinter der Ariadne-Huk liegenden Pik mit der Ostecke der Huk in 
eins in die Peilung S?/40 bringt und dann auf denselben zusteuert. - 
Von Osten kommend, sieht man bei klarem Wetter die Albatross-Insel 
und die Ariadne-Huk gleich nach dem Verlassen des Hafens von Apıa unter 
einem stumpfen Berge, mit welchem der rechts von ihm liegende, als Einsteuerungs- 
marke zu benutzende Pik durch einen flachen Sattel zusammenhängt. Diese 
Marke sieht man schon von dem Westende der Insel Upolw aus und führt sicher 
zu dem Hafen, Das Ansteuern des Hafens muss daher als einfach bezeichnet 
werden, und ist ein genaues Ablaufen der Entfernung zwischen Apica und 
Saluafata, wie S. M. Kbt. „Albatross“ augiebt, meiner Ansicht nach nicht nöthig. 
Insel Sawaii. Wie schon in einem früheren diesseitigen Bericht erwähnt, 
liegt das Ostende der Insel Sawarı östlicher, als die Karte Tit. XII, No. 162, 
angiebt, und zwar stellt sich dieser Unterschied nach den auf der Fahrt von 
Safune nach Apia gemachten Beobachtungen derart heraus, dass Safıune und 
Mataatu, sowie der an der SO-Spitze der Insel liegende ca 300m hohe Berg, 
3 Sm östlicher liegen, dass die Ostküste dann 6 bis 7 Sm weit nach Nz0!40 
and sodann mit ziemlich scharfer Biegung erst nordwestlich, und in einem 
flachen Bogen ihre Richtung allmählich bis ca NWzW ändernd, bis Mataatu läuft, 
Auf der Rhede von Safune ankern Schiffe auf 26m Wasser ausserhalb 
des Riffes und liegen hier zur Zeit des SE-Passats sicher, jedoch der hohen 
Dünung wegen unbequem. Das Riff, welches den Hafen für Schiffe unzugänglich 
macht, hat zwei Durchfahrten für Boote; eine derselben ist gerade breit genug, 
um ein Boot durchzulassen; bei Niedrigwasser ‚stossen selbst Gigs und Kutter 
auf die Steine, daher kann sie bei hoch guflaufender Dünung nur zur Zeit des
	        
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