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Nach Schätzung liegt die Mitte dieses Riffes in ca 11° 57‘ S-Br und 123° 20‘ O-Lg,
also 81% Sm in W'LS von Hübernia-Shoal. Es ist wohl möglich, dass nur
eines dieser beiden Riffe vorhanden ist, doch ist, in Anbetracht der geringen
Kenntniss jener Meeresgegend, vorläufig noch das Vorhandensein beider Untiefen
anzunehmen.
8. Sturm bei Japan im März 1879. Der Kommandant S. M. S. „Leipzig“
berichtet, dass er während einer Kreuzfahrt in See von Yokohama aus (vom
10. bis 17. März) in den Tagen vom 14. und 15. März einen Sturm aus WNW
8—9) mit heftigen Böen (10) erlebt hat. Vor dem Ausbruche des Sturmes
wehte der Wind südlich, nach dem Ende desselben, am 16. März, wurde der
Wind schwächer und sprang an diesem Tage, um 2'/% p. m., auf NE. Nach
dem Schiffsjournal betrug das Minimum des Luftdruckes am 14. März (Mittags-
besteck in 34° 25‘ N-Br, 140° 10‘ 0-Lg) 749,4mm und am 15. März (33° 16‘ N-Br,
140° 27‘ O-Lg) 752,1mm. Dieser Sturm dehnte sich mehr nach Süden aus, und
hatte seine Nordgrenze am Uraga-Kanal. In Kobe und Yokohama selbst zeigten
aur die Schwankungen des Barometers eine Veränderung des Wetters an; in der
Nacht vom 14. zum 15. März wehte es zu Yokohama frisch aus Nord, zu der-
selben Zeit ging der Wind zu Kobe aus östlicher Richtung in nordwestliche über,
9. Flaschenpost. Nach einer Bekanntmachung des Kommandanten
der Niederländischen Marine zu Batavia in dem „Java’sche Courant“ vom
27. Mai d. J. ist im Beginn des Monats April d. J. nahe bei der Insel Tamboe-
Loengang in 6° 30‘ 18“ S-Br und 120° 20‘ 40” O-Lg eine schwimmende Flasche
mit nachstehender Mittheilung gefunden worden ist: „Bark „Norman Court“,
3. August 1878. In 13° 35‘ N-Br und 109° 30‘ O-Lg. Alles wohl. Während
der drei letzten Etmale ein Strom aus Norden von 1% geogr. Meilen pro Wache
(d. i. 1! Sm pro Stunde) beobachtet. gez. Andrew Shewan.“
10. Brieftauben an Bord eines Schiffes. Nach der „Hamburgischen
Börsenhalle“ No. 20865 hat der Führer der deutschen Bark „Mozart“ berichtet,
dass am 20, Juli d. J. auf 52° 22‘ N-Br und 2° 54‘ O-Lg bei stürmischem SW
und Regen zwei Brieftauben an Bord des „Mozart“ gekommen sind, von denen
die eine, röthlich braune, die rothe Marke „Ro“ auf dem linken Flügel zeigte,
and die andere, blaue, auf dem rochten Flügel viele Stempel trug, unterhalb
denen die Inschrift sich befand: „Bayonne +13 + Juli L 712“.
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