accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

419 
in 11,5° N-Br und 26,5° W-Lgy an dessen äquatoriale Grenze, Südlich von 
derselben kam gleichmässige südliche und westliche Brise durch, mit denen 
„Sophie“ über B.B.-Bug segelnd, so viel wie möglich Süd anzuholen suchte. 
Am 25. September war in dieser Weise die, während der meisten Tage auch 
von starker östlicher Strömung versetzte, Bark nach 4,7° N-Br und 17,5° W-Lg 
gekommen, als bei dem jetzt aus SzW-Richtung wehenden Winde gewendet 
wurde. Westwärts segelnd trat auch bald das gewünschte Raumerlaufen des 
Windes ein und am 29, September konnte in 24° W-Lg der Aequator über- 
schritten werden. Die Reisedauer von Lizard ab bis hier betrug 32 Tage. 
Im Südatlantischen Ocean erreichte „Sophie“ mit frisch wehendem Passat 
10° S-Br. in 27,5° W-Lg.am 2, Oktober und 20° S-Br in 30° W-Lg am 
6. Oktober. In 24° S-Br und 29° W-Lg wurde das Passatgebiet verlassen, 
Der hoch nördlich gelaufene Wind sprang plötzlich in eine Regenböe um nach 
SW. Am 11. Oktober kreuzte man bei frischem NW-Winde den Parallel von 
30° S-Br in 24,5° W-Lg und segelte dann ostwärts, wobei als südlichste Breite 
38,2° S-Br in 16° O-Lg angelaufen wurde. Der Meridian von Greenwich wurde 
am 19. Oktober in 36,5° S-Br überschritten, 20 Tage später, als man die Linie 
verlassen hatte. Als das Schiff sich in der Nähe des Kap der guten Hoffnung 
befand, traf es einen vier Tage lang anhaltenden Ostwind, der so stürmisch 
wehte, dass gegen ihn nur mit Mühe die einmal erreichte Länge festgehalten 
werden konnte. Am 27. Oktober folgte westlicher Wind, der‘dann schon am 
29. Oktober die Bark an das erwünschte Ziel brachte... Die Reisedauer von Lizard 
ab betrug 62 Tage. 
Schon am 6. November ging „Sophie“ wieder in See, um nach Sidney 
weiter zu segeln. Bei kräftigem Ostwinde steuerte man während der nächsten 
zwei Tage südwärts und überschritt am 10. November in 37° O-Lg den Parallel 
von 40° S-Br. Bei günstigem Westwinde folgte „Sophie“ von hier ab einem 
östlicheren Kurse, auf welchem noch Süd mit angeholt wurde, bis 44° S-Br in 
62° O-Lg erreicht war, dann steuerte man nahezu rechtweisend Ost. Es wurden 
beim Ablaufen der Länge fast nur günstige Winde angetroffen, die vorherrschend 
in erwünschter Stärke, weder zu schwach, noch zu häufig als heftige Stürme 
auftraten. Den schwersten Sturm erlebte man am 23. November in 44,5° S-Br 
und 96° O-Lg; er wehte aus WSW-Richtung und war von einem geringsten 
Luftdruck von 746,3 mm begleitet. Während eines zweiten in 44,2° S-Br und 
137,5° W-Lg beobachteten Weststurmes erreichte das Barometer mit 738,5 mm 
seinen niedrigsten Stand. „Sophie“ kreuzte den Meridian von 80° O-Lg am 
20. November in 44,5° S-Br, den des Kap Leeuwin am 27. November in 
45,2° S-Br und stand am 3. December in Sicht des Südkaps von Van Diemens 
Land. In den 23 Tagen, welche man bis dahin im Süden des Parallels von 
40° S-Br zugebracht hatte, waren rund 4800 Sm. mit einer mittleren Schnellig- 
keit von 8,7 Knoten zurückgelegt worden. Sobald „Sophie“ östlich von jenem 
Kap gekommen war, wurde ein sehr nördlicher Kurs eingeschlagen; bei frischem 
WSW-Winde überschritt man am 6. December 40° S-Br in 151,5° O-Lg und 
erreichte am 8. December mit leichtem nordöstlichen Winde den Bestimmungs- 
hafen. Die Reise dahin hatte nur 32 Tago gedauert. . 
Einen Monat später verliess die Bark auch diesen Hafen, um nach 4pia 
zu segeln. Auf dieser Reise traf man eine nicht so günstige Gelegenheit, wie 
auf der zuletzt zurückgelegten. Zu wiederholten Malen traten Ostwinde auf, 
mit denen nur ein geringer Fortschritt zu erzielen war. „Sophie“ schnitt den 
Meridian von 166° O-Lg am 11. Januar 1878 in 34,5° S-Br, den von 170° O-Lg 
am 16. Januar in 32,1° S-Br und segelte am 21. Januar, an welchem Tage auch 
die zur Kermadec-Gruppe gehörende Insel Macauley gesehen wurde, von östlicher 
in westliche Länge über. Am 24. Januar erreichte die Bark bei nordwestlichem 
Winde den Parallel von 30° S-Br in 174° W-Lg, im Laufe des nächsten Tages 
drehte der, in mässiger Stärke wehende, Wind sich durch West und Süd nach 
SE und wurde Passat, dessen südliche Grenze in 27,5° S-Br zu liegen schien. 
Nachdem dann am 28. Januar 20° S-Br in 169° W-Lg gekreuzt worden war, 
konnte am 1. Februar nach 24tägiger Reise auf der Rhede von Apia geankert 
werden. 
Mit. dem 13. November-1878, an welchem Tage die jetzt nach Queenstown 
zurück bestimmte „Sophie“ den in der Viti-Gruppe gelegenen Hafen Levuka
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.