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in 11,5° N-Br und 26,5° W-Lgy an dessen äquatoriale Grenze, Südlich von
derselben kam gleichmässige südliche und westliche Brise durch, mit denen
„Sophie“ über B.B.-Bug segelnd, so viel wie möglich Süd anzuholen suchte.
Am 25. September war in dieser Weise die, während der meisten Tage auch
von starker östlicher Strömung versetzte, Bark nach 4,7° N-Br und 17,5° W-Lg
gekommen, als bei dem jetzt aus SzW-Richtung wehenden Winde gewendet
wurde. Westwärts segelnd trat auch bald das gewünschte Raumerlaufen des
Windes ein und am 29, September konnte in 24° W-Lg der Aequator über-
schritten werden. Die Reisedauer von Lizard ab bis hier betrug 32 Tage.
Im Südatlantischen Ocean erreichte „Sophie“ mit frisch wehendem Passat
10° S-Br. in 27,5° W-Lg.am 2, Oktober und 20° S-Br in 30° W-Lg am
6. Oktober. In 24° S-Br und 29° W-Lg wurde das Passatgebiet verlassen,
Der hoch nördlich gelaufene Wind sprang plötzlich in eine Regenböe um nach
SW. Am 11. Oktober kreuzte man bei frischem NW-Winde den Parallel von
30° S-Br in 24,5° W-Lg und segelte dann ostwärts, wobei als südlichste Breite
38,2° S-Br in 16° O-Lg angelaufen wurde. Der Meridian von Greenwich wurde
am 19. Oktober in 36,5° S-Br überschritten, 20 Tage später, als man die Linie
verlassen hatte. Als das Schiff sich in der Nähe des Kap der guten Hoffnung
befand, traf es einen vier Tage lang anhaltenden Ostwind, der so stürmisch
wehte, dass gegen ihn nur mit Mühe die einmal erreichte Länge festgehalten
werden konnte. Am 27. Oktober folgte westlicher Wind, der‘dann schon am
29. Oktober die Bark an das erwünschte Ziel brachte... Die Reisedauer von Lizard
ab betrug 62 Tage.
Schon am 6. November ging „Sophie“ wieder in See, um nach Sidney
weiter zu segeln. Bei kräftigem Ostwinde steuerte man während der nächsten
zwei Tage südwärts und überschritt am 10. November in 37° O-Lg den Parallel
von 40° S-Br. Bei günstigem Westwinde folgte „Sophie“ von hier ab einem
östlicheren Kurse, auf welchem noch Süd mit angeholt wurde, bis 44° S-Br in
62° O-Lg erreicht war, dann steuerte man nahezu rechtweisend Ost. Es wurden
beim Ablaufen der Länge fast nur günstige Winde angetroffen, die vorherrschend
in erwünschter Stärke, weder zu schwach, noch zu häufig als heftige Stürme
auftraten. Den schwersten Sturm erlebte man am 23. November in 44,5° S-Br
und 96° O-Lg; er wehte aus WSW-Richtung und war von einem geringsten
Luftdruck von 746,3 mm begleitet. Während eines zweiten in 44,2° S-Br und
137,5° W-Lg beobachteten Weststurmes erreichte das Barometer mit 738,5 mm
seinen niedrigsten Stand. „Sophie“ kreuzte den Meridian von 80° O-Lg am
20. November in 44,5° S-Br, den des Kap Leeuwin am 27. November in
45,2° S-Br und stand am 3. December in Sicht des Südkaps von Van Diemens
Land. In den 23 Tagen, welche man bis dahin im Süden des Parallels von
40° S-Br zugebracht hatte, waren rund 4800 Sm. mit einer mittleren Schnellig-
keit von 8,7 Knoten zurückgelegt worden. Sobald „Sophie“ östlich von jenem
Kap gekommen war, wurde ein sehr nördlicher Kurs eingeschlagen; bei frischem
WSW-Winde überschritt man am 6. December 40° S-Br in 151,5° O-Lg und
erreichte am 8. December mit leichtem nordöstlichen Winde den Bestimmungs-
hafen. Die Reise dahin hatte nur 32 Tago gedauert. .
Einen Monat später verliess die Bark auch diesen Hafen, um nach 4pia
zu segeln. Auf dieser Reise traf man eine nicht so günstige Gelegenheit, wie
auf der zuletzt zurückgelegten. Zu wiederholten Malen traten Ostwinde auf,
mit denen nur ein geringer Fortschritt zu erzielen war. „Sophie“ schnitt den
Meridian von 166° O-Lg am 11. Januar 1878 in 34,5° S-Br, den von 170° O-Lg
am 16. Januar in 32,1° S-Br und segelte am 21. Januar, an welchem Tage auch
die zur Kermadec-Gruppe gehörende Insel Macauley gesehen wurde, von östlicher
in westliche Länge über. Am 24. Januar erreichte die Bark bei nordwestlichem
Winde den Parallel von 30° S-Br in 174° W-Lg, im Laufe des nächsten Tages
drehte der, in mässiger Stärke wehende, Wind sich durch West und Süd nach
SE und wurde Passat, dessen südliche Grenze in 27,5° S-Br zu liegen schien.
Nachdem dann am 28. Januar 20° S-Br in 169° W-Lg gekreuzt worden war,
konnte am 1. Februar nach 24tägiger Reise auf der Rhede von Apia geankert
werden.
Mit. dem 13. November-1878, an welchem Tage die jetzt nach Queenstown
zurück bestimmte „Sophie“ den in der Viti-Gruppe gelegenen Hafen Levuka