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in 16,8° N-Br und 52° W-Lg, welchen „Julius“ und „Caroline“ beobachteten,
machte auch „Viktoria“, in geringer Entfernung von diesen Schiflen stehend,
durch. Kapt. Wieting beschreibt denselben als orkanartig. Der geringste
Luftdruck, welcher an Bord der „Viktoria“ abgelesen wurde, betrug 757,0 mm.
Auffallend war dieser Sturm durch die ununterbrochen vor sich gehenden
elektrischen Entladungen. Die Windrichtung war anfänglich südöstlich, ver-
änderte sich aber später nach West,
Im karaibischen Meere traf „Viktoria“ anfänglich mässigen beständigen
Passat. Mit demselben wurde „Jamaika“ an der Südseite passirt und am
7. December befand sich „Viktoria“ in Sicht der Insel Cayman. Schon am
folgenden Tage umsegelte man das Kap St. Antonio, und nachdem am
9. December in der Nähe der Tortugas-Inselgruppe noch ein sehr heftiger
Weststurm überstanden worden war, ankerte „Viktoria“ am 10. December bei
Key West. Die Reise hatte von 49,4° N-Br in 11° W-Lg bis hier eine Dauer
von 51 Tagen. In Key West bekam der Kapitän die Ordre nach New-Orleans
zu segeln und nach fünftägiger Reise wurde die Mündung des Mississippi
erreicht.
Beladen und nach Bremen zurück. bestimmt stand „Viktoria“ am
16. Februar 1879 in 26° N-Br und 86° W-Lg, und begann man an diesem
Tage wieder mit der Führung des meteorologischen Journals. Südöstliche
Winde führten das Schiff in Sicht der Tortugas-Inseln, wo nördliche Winde
einsetzten, mit denen die Südspitze Floridas rasch umsegelt werden konnte.
Am 22. Februar passirte „Viktoria“ die Bemini-Engen, begünstigt von einer
Strömung, die mit mehr als vier Knoten Fahrt nach Nord setzte. Im offenen
Ocean war der Verlauf der Reise anfänglich nur ein sehr langsamer. Dieselben
östlichen und nördlichen Winde, welche „Bremen“ und wenige Tage später auch
„Charlotte“ am raschen Fortgang der Reise hinderten, fand auch „Viktoria“,
und ‚sie zwangen auch dieses Schiff zur Einschlagung eines unerwünscht süd-
lichen Kurses. „Viktoria“ gelangte nach 60° W-Lg in 31° N-Br am 8. März,
dem ersten Tage, an welchem nach langer Zeit ein frischer Westwind die Fahrt
begünstigte, : Am 17. März wurde die Insel Corvo erblickt, am nächsten Tage
der Meridian von 30° West in 40,5° N-Br überschritten, und am 26. März befand
„Viktoria“ sich in 46,5° N-Br. und 14° W-Lg, woselbst die Führung des
meteorologischen Journals endete.
7. Reise der Stettiner Bark „Elise Metzler“, Kapt. 8. Dahms.
Auf einer Reise von Havre nach der Tybee-Rhede passirte die Bark
„Elise Metzler“ am 1. Februar 1878 den Meridian von Lizard, Bei nordwest-
lichen, später südöstlichen Winden, die bei sehr ‚hohem Luftdruck wehten,
steuerte das Schiff einen südwestlichen Kurs. Auf diese Winde folgten.in etwa
41° N-Br und 18,5° W-Lg zuerst südliche und nachher südwestliche, lange Zeit
anhaltende Winde, mit denen nur ein langsamer Fortgang erzielt werden konnte.
Das Schiff überschritt 40° N-Br in 14,8° W-Lg am 10. Februar und 30° N-Br
in 27° W-Lg erst am 21. Februar. Sehr ungünstig für den Verlauf der Reiso
war auch die weit nach Süden verschobene Grenze des Passats, welche erst
in 24° N-Br und 40° W-Lg am 3. März angetroffen wurde. Von diesem Zeit-
punkte an ging die Reise zunächst rascher vor sich, so dass: „Elise Metzler“
bis zum 12. März nach 27,3° N-Br und 68° W-Lg gelangte. Hier endete der
Passat, der frische Wind änderte sich zunächst nach SE und dann durch Süd
nach SW. Es wurde 30° W-Lg in 28° N-Br am 23. Februar, 60° W-Lg in
24,2° N-Br am 9. März und 30° N-Br in 71,7° W-Lg. am 14, März überschritten.
Nördlich von 30° N-Br herrschten sehr veränderliche, vorherrschend westliche
Winde, nur während der letzten zwei Tage der Reise wurde günstiger SE- Wind
angetroffen. Am 22. März ankerte „Llise Metzler“ auf der Zybee-Rhede, 49 Tage
später als Lizard passirt worden war.
Von Tybee-Rhede versegelte die Bark nach Darien. Nachdem die Ladung
eingenommen, wurde dieser Platz am 8. Mai verlassen und die Heimreise nach
Morlaix angetreten, Von veränderlichen, vorherrschend aus westlicher Richtung
wehenden Winden geführt, verlief dieselbe, ohne dass sich Hervorzuhebendes
während derselben ereignete. Es wurde 60° W-Lg in 34,5° N-Br am 18. Mai,
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