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Wind erst nordöstlich und drehte im Laufe der folgenden Tage durch Nord
und West nach SE zurück, Am 2. Oktober wurde 20° S-Br in 157,2° O-Lg.
überschritten, dann mit anfänglich südöstlichem, später nordöstlichem Winde
die Streke zwischen 20° und 30° S-Br zurückgelegt und am 10. Oktober bei
Sturm aus nordnordöstlicher Richtung dieser letztere Parallel in 162,5 O-Lg
überschritten. Südlich von demselben fand man mässige westliche Winde, die
eine lange Zeit hindurch fast ungestört wehten. Auf einem Nord von Neu-
Seeland hinführenden Kurse gelangte „Peter Godeffroy“, nachdem der Meridian
von 180° in 34,2° S-Br am 18. Oktober geschnitten worden war, nach 40° S-Br
in 160,5° W-Lg am 27. Oktober, nach 50° S-Br in .124,2° W-Lg am 6. November
und zum Kap Horn am 25. November Es waren bis dahin 93 Tage verflossen,
seit man von New-Britain absegelte. |
Im Südatlantischen Ocean traf man anfänglich nicht solche günstige Winde,
wie sie westlich von Kap Horn gefunden worden waren. Leichter Ostwind wehte
an mehreren Tagen und frischer Westwind setzte erst ein, nachdem „Peter
Godeffroy“ sich wieder nördlich von 45° S-Br befand. Auch von diesem Schiffe
wurden Eisberge angetroffen, wie u. A. von „Ceres“ (s. pag. 361)'); den ersten
sah man am 29, November in 55,6° S-Br und 58° W-Lg und zum zweiten Male
wurden mehrere Eisberge am 2. December in 52,2° S-Br und 52° W-Lg erblickt.
„Peter Godeffroy“ erreichte 50° S-Br in 49° W-Lg am 4. December, 40°.S-Br in
29,8° W-Lg am 13. December und 30° S-Br in 24,2° W-Lg am 24, December.
Zwischen 40° und 30° S-Br hatte „Peter Godefroy“ vorherrschend nordwestliche
Winde angetroffen; nördlich von der letzteren Breite wehten die diesem Meeres-
theile eigenthümlichen Nordwinde anfänglich aus NNW, dann aus NNE und von
hier ganz allmählich durch Ost in den Passat übergehend. Am 31. December
hatte die Bark die polare Grenze des letzteren in 25,3° N-Br und 26,8° W-Lg
erroicht, und nachdem nun mit der bald einsetzenden, frischen Brise 20° S-Br
in 27,6° W-Lg am 2. Januar 1879 und 10° S-Br in 27,6° W-Lg am 6. Januar
gekreuzt worden war, giug „Peter Godefroy“ am 11. Januar in 27° W-Lg von
der südlichen zur nördlichen Halbkugel über, Um die Strecke von Kap Horn
bis zur Linie zu durchsegeln, waren 47 Tage erforderlich gewesen.
Schon wenige Meilen nördlich vom Acquator gerieth die Bark in den
Stillengürtel, und nicht weniger als fünf Tage waren erforderlich, um aus dem-
selben wieder herauszukommen. Erst in 6° N-Br und 31° W-Lg fand man
frischen NE-Passat, der ohne Unterbrechung bis nach 22,5° N-Br in 43,5° W-Ly
anhielt. „Peter Godeffroy“ überschritt 10° N-Br in 38° W-Lg am 22. Januar,
20° N-Br in 43,8° W-Lg am 26. Januar und 30° N-Br in 37,8° W-Lg am
4. Februar.
Im Norden der polaren Passatgrenze hatten sehr veränderliche, leichte
Winde eine Verzögerung der Fahrt bewirkt; als „Peter Godeffroy“ indessen
33° N-Br überschritten hatte, kamen stürmische Westwinde durch, welche die
Bark in verhältnissmässig kurzer Zeit zum Kanal führten. Am 11. Februar be-
fand man sich in 40° N-Br und 25° W-Lg, am 18. Februar endlich wurde Lizard
erblickt nach einer Reise, deren Gesammtdauer 178 Tage betrug. ;
Begrenzung und Hafenreglement des Hafens von Penang.
Malacca-Strasse.
Nach einer Mittheilung des Deutschen Konsulats in Singapore. ist von
der „Colonial Secretary’s Office“ daselbst laut Regierungs-Bekanntmachung vom
12. März 1879 die .neue Begrenzung des Hafens von Penang?) und das Hafen-
reglement in der „Straits Settlement Governement Gazette“ No. 11 vom
14. März d. J. veröffentlicht worden, wie folgt: .
1. Der Hafen von Penang wird den Verfügungen. der Verordnung VIII
vom Jahre 1872 unterstellt.
1) In dem nächsten Hefte dieser Annalen wird ein Artikel über die KEisverhältnisse im süd;-
westlichsten Theile des Südatlantischen Oceans für 1878—1879 mitgetheilt werden. A. d. R,
2} .Vergl. No. 362 d. „Nachr. f, Seef.“, 1876.