accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

365 
Wind erst nordöstlich und drehte im Laufe der folgenden Tage durch Nord 
und West nach SE zurück, Am 2. Oktober wurde 20° S-Br in 157,2° O-Lg. 
überschritten, dann mit anfänglich südöstlichem, später nordöstlichem Winde 
die Streke zwischen 20° und 30° S-Br zurückgelegt und am 10. Oktober bei 
Sturm aus nordnordöstlicher Richtung dieser letztere Parallel in 162,5 O-Lg 
überschritten. Südlich von demselben fand man mässige westliche Winde, die 
eine lange Zeit hindurch fast ungestört wehten. Auf einem Nord von Neu- 
Seeland hinführenden Kurse gelangte „Peter Godeffroy“, nachdem der Meridian 
von 180° in 34,2° S-Br am 18. Oktober geschnitten worden war, nach 40° S-Br 
in 160,5° W-Lg am 27. Oktober, nach 50° S-Br in .124,2° W-Lg am 6. November 
und zum Kap Horn am 25. November Es waren bis dahin 93 Tage verflossen, 
seit man von New-Britain absegelte. | 
Im Südatlantischen Ocean traf man anfänglich nicht solche günstige Winde, 
wie sie westlich von Kap Horn gefunden worden waren. Leichter Ostwind wehte 
an mehreren Tagen und frischer Westwind setzte erst ein, nachdem „Peter 
Godeffroy“ sich wieder nördlich von 45° S-Br befand. Auch von diesem Schiffe 
wurden Eisberge angetroffen, wie u. A. von „Ceres“ (s. pag. 361)'); den ersten 
sah man am 29, November in 55,6° S-Br und 58° W-Lg und zum zweiten Male 
wurden mehrere Eisberge am 2. December in 52,2° S-Br und 52° W-Lg erblickt. 
„Peter Godeffroy“ erreichte 50° S-Br in 49° W-Lg am 4. December, 40°.S-Br in 
29,8° W-Lg am 13. December und 30° S-Br in 24,2° W-Lg am 24, December. 
Zwischen 40° und 30° S-Br hatte „Peter Godefroy“ vorherrschend nordwestliche 
Winde angetroffen; nördlich von der letzteren Breite wehten die diesem Meeres- 
theile eigenthümlichen Nordwinde anfänglich aus NNW, dann aus NNE und von 
hier ganz allmählich durch Ost in den Passat übergehend. Am 31. December 
hatte die Bark die polare Grenze des letzteren in 25,3° N-Br und 26,8° W-Lg 
erroicht, und nachdem nun mit der bald einsetzenden, frischen Brise 20° S-Br 
in 27,6° W-Lg am 2. Januar 1879 und 10° S-Br in 27,6° W-Lg am 6. Januar 
gekreuzt worden war, giug „Peter Godefroy“ am 11. Januar in 27° W-Lg von 
der südlichen zur nördlichen Halbkugel über, Um die Strecke von Kap Horn 
bis zur Linie zu durchsegeln, waren 47 Tage erforderlich gewesen. 
Schon wenige Meilen nördlich vom Acquator gerieth die Bark in den 
Stillengürtel, und nicht weniger als fünf Tage waren erforderlich, um aus dem- 
selben wieder herauszukommen. Erst in 6° N-Br und 31° W-Lg fand man 
frischen NE-Passat, der ohne Unterbrechung bis nach 22,5° N-Br in 43,5° W-Ly 
anhielt. „Peter Godeffroy“ überschritt 10° N-Br in 38° W-Lg am 22. Januar, 
20° N-Br in 43,8° W-Lg am 26. Januar und 30° N-Br in 37,8° W-Lg am 
4. Februar. 
Im Norden der polaren Passatgrenze hatten sehr veränderliche, leichte 
Winde eine Verzögerung der Fahrt bewirkt; als „Peter Godeffroy“ indessen 
33° N-Br überschritten hatte, kamen stürmische Westwinde durch, welche die 
Bark in verhältnissmässig kurzer Zeit zum Kanal führten. Am 11. Februar be- 
fand man sich in 40° N-Br und 25° W-Lg, am 18. Februar endlich wurde Lizard 
erblickt nach einer Reise, deren Gesammtdauer 178 Tage betrug. ; 
Begrenzung und Hafenreglement des Hafens von Penang. 
Malacca-Strasse. 
Nach einer Mittheilung des Deutschen Konsulats in Singapore. ist von 
der „Colonial Secretary’s Office“ daselbst laut Regierungs-Bekanntmachung vom 
12. März 1879 die .neue Begrenzung des Hafens von Penang?) und das Hafen- 
reglement in der „Straits Settlement Governement Gazette“ No. 11 vom 
14. März d. J. veröffentlicht worden, wie folgt: . 
1. Der Hafen von Penang wird den Verfügungen. der Verordnung VIII 
vom Jahre 1872 unterstellt. 
1) In dem nächsten Hefte dieser Annalen wird ein Artikel über die KEisverhältnisse im süd;- 
westlichsten Theile des Südatlantischen Oceans für 1878—1879 mitgetheilt werden. A. d. R, 
2} .Vergl. No. 362 d. „Nachr. f, Seef.“, 1876.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.