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in 47,5° N-Br angetroffen wurden, bewogen Kaäpt. Stricker, nach Süden ab-
zuhalten, um die durch den Passat führende Route aufzusuchen. Die westlichen
Winde hielten an bis nach 40° N-Br und 18,3° W-Lg; von hier ab, wo man
sich am 25. Oktober befand, traf man häufiger veränderliche Winde, mit denen
„Caroline“ bis zum 2. November nach 30° N-Br in 27° W-Lg kam. Bis so weit
war der Verlauf der Reise ein noch einigermaassen zufriedenstellender; hätte
man jetzt den regelmässigen Passat angetroffen, so würde die Dauer der Reise
wahrscheinlich eine nicht zu lange geworden sein. Auffallender‘ Weise aber
fand „Caroline“ fast gar keinen Passat, obgleich das Schiff, um ihn aufzusuchen,
nach 17,8° N-Br segelte. Oestliche Winde wurden zwar an vielen Tagen an-
getroffen, doch wurden dieselben stets bald wieder durch westliche Winde und
Mallung unterbrochen. Zur selben Zeit, als „Caroline“ sich hier bemühte, nach
Westen zu gelangen, waren in geringer Entfernung von ihr auch. das nach
Charleston bestimmte.Bremer Schiff „Julius“ und das Bremer Vollschiff „ Victoria“
in demselben Unternehmen begriffen. Aber obgleich diese Schiffe sich noch
südlicher hielten, als „Caroline“, selbst 15,7° N-Br anuliefen, war keine günstigere
Gelegenheit aufzufinden. Es scheint, dass das etwas raschere Fortschreiten,
welches das eiserne Schiff „Julius“ im Vergleich mit „Caroline“ erzielte, nur
der grösseren Segelfähigkeit des ersteren zugeschrieben werden muss, 20°.N-Br
wurde von „Caroline“ am 11. November in 28° W-Lg überschritten, man hatte
zwischen 30° und 20° N-Br nur westliche Winde angetroffen. Ferner wurde
50° W-Lg in 18,8° N-Br am 26. November geschnitten, westlich von dieser
Länge fand man frischen Ostwind, der über eine Woche hindurch anhielt, Es
wurde von nun an wieder nördlicher gesteuert und 20° N-Br in 73° W-Lg am
9. December gekreuzt. Der stürmische Ostwind, mit welchem der letztere Punkt
orreicht wurde, drehte im Laufe des folgenden Tages nach SW und wehte aus
dieser Richtung fast orkanartig, Nachdem der Luftdruck mit 740,2mm seinen
niedrigsten Stand erreicht hatte, lief der Wind noch westlicher und nahm darauf
allmählich an Stärke ab. Auf dem nun noch vorliegenden Theil der Reise traf
man an mehreren Tagen nordöstliche Winde, die hier ganz unerwünscht waren.
Am 18. December befand. „Caroline“ sich endlich in der Nähe von Sandy Hook
und am 19. wurde der Bestimmungshafen erreicht, nach einer Reise, deren
Dauer von 48° N-Br und 9° W-Lg her 62 Tage betrug. Kürzere Reisen, als
diese, waren in diesem Jahre von Mitseglern zurückgelegt worden, welche
statt der Passatroute den Weg Nord um Schottland einschlugen und in ver-
hältnissmässig hohen Breiten den Ocean kreuzten. So erreichte das Bremer
Schiff „Hedwig“ New-York am 17. November nach 40tägiger Reise von der
Nordspitze Schottland’s her.
Am 22. Januar 1879 trat „Caroline“ von New- York die Retourreise nach
Bremen an. Dieselbe verlief rasch, war aber ausserordentlich stürmisch; ein
heftiger, meist in’ SW beginnender, später nach NW ausschiessender Sturm
folgte in kurzen Zwischenräumen auf den anderen, Deu niedrigsten Luftdruck
beobachtete. man am 9. Februar in 47,5° N-Br und 28° W-Lg. mit 714,6 mm.
Es wehte damals ein Sturm aus West, der fast vier Tage anhielt. Den heftig-
sten, fast orkanartig wohenden Sturm erlebte. „Caroline“ am 13. Februar in
48,7°. N-Br und 16,5° W-Lg, bei welchem das Barometer bis 736,3mm fiel,
Es wurde auf dem Wege über den Ocean 50° W-Lg in 40° N-Br am 1. Februar
und 30° W-Lg in 46,8° N-Br am 7. Fobruar geschnitten... Am 16. Februar
befand „Caroline“ sich vor der Mündung des Kanals. Die Reisedauer von
New- York bis dahin betrug 25 Tage.
4. Reise des Hamburger Dreimastschoners „Margaretha Gaiser“,
Kapt. A. HE. 6. Just.
Während einer Reise von Hamburg nach Lagos begann Kapt. Just am
4. Mai 1878 in 35,5° N-Br und 17° W-Lg mit der Führung des meteorologischen
Journals. Die westlichen Winde, welche an diesem Tage wehten, hielten noch
längere Zeit an und gingen am 11. Mai in 24,2° N-Br und 20° W-Lg in den
NE-Passat über, ohne dass der Fortgang der Reise Verzögerung durch Wind-
stillen erlitt. Das Schiff folgte dem Meridian von 20° West, bis cs am 18. Mai
nach 10° N-Br gekommen war, dann wurde östlicher gesteuert, In 9° N-Br
Ann. d. Hyädr., 1879, Heft VII (Jali)