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Nach den Quadratsummen der übrigbleibenden Fehler geordnet erhalten
demnach die Chronometer nachstehende Reihenfolge:
Summa
der
Fehler-
quadrate
Knoblich No. 1944 018
Eppner No. 211 0,18
Schnoor No.1 . 0,27
Eppner No. 213 0,34
Schnoor No. 2 0,77
Eppner No, 216 1,12
Knoblich No, 1943 1,35
Knoblich No. 1948 2,40
Knoblich No. 1936 14,91
(1)
Zur Vergleichung mögen die von Herrn George Rümker im IM. Hefte
des Jahrganges 1879 der‘ „Ann. d. Hydr. etc.“, S. 108—109, angegebenen
Summen der Fehlerquadrate für 19 auf der Deutschen Seewarte untersuchte
und für die Kaiserliche Marine angekaufte Chronometer dienen, welche sich bei
gleicher Beobachtungsdauer bis zu 3,58 belaufen. ;
Auf der Greenwicher Sternwarte, und nach deren Vorgange bis auf
Weiteres auf der Deutschen Seewarte, ist eine wesentlich andere Art der Be-
urtheilung der relativen Güte der Chronometer adoptirt. Bezeichnet man die
während der gesammten Beobachtungszeit vorgekommene grösste Gangdifferenz
mit A, die grösste Differenz zwischen zwei aufeinander folgenden Gängen mit B,
so giebt die Summe A + 2B den Maassstab, nach welchem die Chronometer
ihrer Güte nach beurtheilt werden. Wenden wir dieses Verfahren auf die
mehrfach. erwähnten neun Chronometer an, so erhalten wir folgendes, von dem
vorhin mit (I) bezeichneten völlig verschiedene Resultat:
a |! ® lar9B
Eppner No. 211
Knoblich No. 1948
Knoblich No. 1944
Knoblich No. 1943
Schnoor No. £
Eppner No. 218
Knoblich No. 19386
Eppner No, 216
Schnoor No. 9?
0,90
3,55 |
2,45
2,80
>65
2,65
5,25
4,95
3.05
9,35
1,20
2,00
>75
>50
2,75
15
2,65
2.90
1,60
5,95
6,45
30
365
9,15
9,55
10,25
10.85
(ID)
Man könnte nun fragen, welche theoretische Berechtigung der Faktor 2
in dem Ausdruck A-+2B hat? Derselbe ist offenbar ganz abhängig von den
vorgekommenen. Schwankungen der Temperatur. Es ist klar, dass ein und das-
selbe Chronometer für B sehr verschiedene Werthe ergeben wird, je nachdem
die Temperatur des Beobachtungsraumes sich rascher oder langsamer verändert
hat. Nimmt man z. B. an, dass die Grösse A--2B als für die Güte der
Chronometer maassgebende Zahl angesehen werden soll bei einer Untersuchung,
während welcher die Mitteltemperaturen von je zehn aufeinander folgenden
Tagen nicht mehr als 5° von einander verschieden sind, so wird offenbar bei
einer andern Untersuchung, während welcher Sprünge von 15° vorkommen, *)
die Grösse B schon dadurch nahezu verdreifacht; in dem zweiten Falle würde
daher nicht A + 2B, sondern A -+ 2/3B als maassgebende Zahl anzusehen sein,
i) Derartige rasche Temperaturschwankungen sind aus lokalen Ursachen auf der Sternwarte
zu Kiel nicht zu vermeiden, wenn die Grösse der Schwankungen den für die Untersuchung nöthigen
Betrag erreichen soll,