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1873 Novbr. 22 — Dechr. 2
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No. 1 |
No. 2
No. No. | No.
[936 | 1943 | 1944
No.
1948
No. 211 No. 213'No. 216
Sek | Sek
Sek ; Sek
—1,75
1—1,25
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| +0,30
—2,20
— 1.70
— 70
— 75
795
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Sek
—3,15 +0,40
—2,00 +2,55
—3,25 +3,50
—0,45° +5,65
—8,35 +4,15
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— 55 +3,10
—490: +2,90
— 4,85 | +2,75 )
— R301+2,15 5
—5,30 (+2,00 - 1,0
—5,30 | +2,10 -+-1,65
—5,50 | +1,70 - 1,35
Sek
Nor
—0,95 +1,60 —0,95
+1,00 +0,60‘ —0,40
—0,70 +0,60 } —0,15
+0,95 —0,45 | +0,2C
—1,05 +0,35 | —0,1
+0,60 —0,85 10,50
—0,85 0,85 —0,5J
—1,05 —1,30ı —0r"
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—1,00 —1,55 —0,60
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—145' —1.70 1 —0.65
Sek
—0,70 —1,05
—110 +1,10
+0,15 —1,40
+2,35 —2,70
—0,40 —2,20
—0,50 —2,30
—0,75 —92,20
1,10 —2,40
—0,75 —2,95
—0,20 —3.45
—0,95 —3,85
—1,25 | —8,60
—1,30 | —3,35
—1.05' —3.85
— W
—8.30
—3’35
Ueber die Güte eines Chronometers wird man nur dadurch ein richtiges
Urtheil erhalten, dass man sich klar macht, welchen Einfluss die verschiedenen
Fehlerquellen auf den Gang besitzen. Sind zwei Chronometer ihrer Güte nach
mit einander zu vergleichen, welche während einer bestimmten Zeitperiode
Schwankungen im Gange bis zu nahezu demselben Betrage gezeigt haben, so
wird man doch unter Umständen zu der Ueberzeugung gelangen müssen, dass
das eine der Chronometer dem andern erheblich vorzuziehen ist. Lassen sich
z. B. bei dem einen die Schwankungen im Gange als fast allein durch Temperatur-
änderungen hervorgebracht darstellen, während bei dem andern unregelmässige
Sprünge hervortreten, die auf keine erkennbaren Ursachen zurückzuführen sind,
so wird man unzweifelhaft dem ersteren den Preis zuefkennen müssen. KEben-
falls ist der Einfluss der Acceleration neuer Chronometer in Betracht zu ziehen;
— ein Chronometer, dessen Gangänderungen sich fast genau durch eine einfache
Formel als Funktion der Zeit darstellen lassen, ist offenbar der Güte nach
höher zu stellen, als ein anderes, dessen Gangänderungen zwar nicht grösser
sind, sich dagegen jeder Berechnung entziehen. .
Bei dem Ankauf eines Chronometers wird man indessen auch darauf
Rücksicht zu nehmen haben, dass weder der Kompensationsfehler noch die
Acceleration eine bestimmte Grenze übersteigt. Aber auch hier ist jeder dieser
Fehler für sich zu betrachten. Einen starken Kompensationsfehler, soweit er
die Wirkung hat, den Gang der ersten Potenz der Temperatur proportional zu
ändern, kann jeder Uhrmacher durch Verschiebung der dazu bestimmten Gewichte
an der Unruhe leicht beseitigen, während eine merkbare Abhängigkeit des
Ganges von dem Quadrate der Temperatur meistentheils nur durch vollständige
Beseitigung der Unruhe und Ersetzung durch eine vollkommenere fortgeschafft
werden kann. Die Acceleration neuer Chronometer endlich, welche durch
Aenderungen in der Molekularbeschaffenheit des Stahles der Spiralfeder au der
Unruhe bewirkt wird, lässt sich ebenfalls nicht anders künstlich wegschaffen, als
durch Verwerfung der in anderer Beziehung vielleicht vortrefflichen Spiralfeder
und Ersetzung durch eine neue.!) Es ist somit klar, dass der erste der drei
soeben erwähnten Fehler weniger ins Gewicht fallen kann als die beiden letzten,
und dass es auch auf den Betrag der Acceleration weniger ankommt, wenn
man in der Lage ist, che das Chronometer auf grössere Reisen mitgenommen
wird, es längere Zeit aufbewahren zu können, damit der Stahl der Spirale zur
Ruhe kommt.
Der richtigste Weg zur Prüfung eines anzukaufenden Chronometers wird
demnach darin bestehen, dass man durch Rechnung aus den beobachteten Gängen
den Einfluss der Temperatur und Zeit ableitet, und sich eine Formel cntwickelt,
welche die beobachteten Gänge am besten darstellt. Die Summo der Quadrate
1) Versuche, die man gemacht hat, durch Biegungen an der Spiralfeder die Acceleration weg-
zuschaffen. haben stets andere Nachtheile im Gefolge gehabt.