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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Ueber die Seychellen- und Farquhar-Inseln, im Indischen Ocean. 
(„Hydrographic Notice“ No. 1. London, 1879.) 
Nach den Berichten des Commander W. J. L. Wharton und von I. Br. M, 
Schiffen „Shearwater“ und „Fawn“, 1875—1878, werden nachstehende Bemerkungen 
über die Seychellen und Farguhar-Inseln mitgetheilt. Die dabei vorkommenden 
Peilungen sind missweisend; die Missweisung beträgt 1879 bei den Seychellen 
4° 30‘ West und bei den Farguhar-Inseln 7° 20° West. 
Seychellen-Inseln. 
Insel Mahe.!) Port Victoria. Beim Einsegeln nach Port Victoria 
muss man alle karrirten Tonnen und alle Baken, welche eine Kugel als Topp- 
zeichen haben, an St. B., und alle schwarzen Tonnen und alle Baken mit einer 
Halbkugel als Toppzeichen an B. B. behalten. 
Leuchtfeuer. Auf dem an der Südseite der Einfahrt in das Hafen-Fahr- 
wasser befindlichen Korallenriffe steht, 64m von der Kante desselben, ein 12,8m 
hoher, weisser, aus Korallen erbauter Leuchtthurm, Bei Tage muss man ver- 
meiden, diesen Leuchtthurm mit dem nördlich‘ der Stadt stehenden, gleichfalls 
in. die Augen fallenden weissen Thurm zu verwechseln. Auf dem Leuchtthurm 
brennt ein rothes festes Feuer, welches zwischen den Peilungen Süd über West 
bis NW!AN 9 Sm weit sichtbar ist, mit Ausnahme an den Stellen, wo dasselbe 
durch naheliegende Inseln verdeckt wird. Ueber den Ankerplatz von Port 
Victoria leuchtet ein rother Sektor. 
Nächtlicher Ankerplatz. Wenn man das Leuchtfeuer in Sicht hat, kann 
man während der Nacht in NW der Insel St. Anne ankern; obgleich die steilen 
Berge auf dieser Insel gute Landobjekte abgeben, so ist es einem Fremden 
doch nicht anzurathen, bei der Nacht einzusegeln, da die Tonnen zu klein 
sind, um während der Nacht gesehen werden zu können. 
Einsegelung nach Port Victoria. Sobald man das Nordende der 
Insel St. Anne umsteuert hat, bekommt man die 1!/4 Sm in WzS von der Nord- 
spitze der Insel liegende roth- und weiss karrirte Tonne mit Stange und Kugel 
in Sicht. Diese Tonne muss man in einem Abstand von ca 91m an St. B. und 
die schwarze Tonne mit Stange und Halbkugel, welche 2%4 Kblg in SO von 
der erstern liegt, an B. B. behalten. Von hier steuere man SWzS, bis die Insel 
Beacon in Linie mit dem Südende der Insel St. Anne kommt, behalte diese 
Peilung achteraus, zwischen den zwei Tonnen hindurch, von denen je eine auf 
jeder Seite auf den 5,5m-Stellen bei der Einfahrt in das Fahrwasser zum 
innern Hafen liegt, bis der Leuchtthurm SW peilt. Von hier ab muss ‘der 
Leuchtthurm, welcher, wie bereits erwähnt, 64m von der Kante des Riffes steht, 
die Stangenbaken auf den Riffen und das Auge die Führer nach dem innern 
Ankerplatz abgeben. Die Stangenbaken stehen auf den Spitzen der Korallen- 
riffe, welche das Hauptfahrwasser einschliessen; sie werden jedoch zuweilen fort- 
geschwemmt und nicht immer sogleich ersetzt. Die Tonnen auf der äussern 
Rhede sind sehr klein und werden auch nicht genügend in Farbe gehalten. 
Eine, der „Messageries Maritimes Company“ gehörige Festmachtonne 
liegt auf 21,9m Wasser, 4 Kblg in NOzO von dem Leuchtthurm entfernt. Schiffe, 
welche in der Nähe dieser Tonne ankern, müssen wenigstens !/s Kblig von der- 
selben abbleiben. Die Anker der Tonne liegen in der Richtung Ost-—West. 
Der Binnenhafen, ein von Korallenriffen gebildetes Bassin, ist von un- 
regelmässiger Gestalt, und das nach demselben führende Fahrwasser ist gut 
erkennbar, steil begrenzt und 183m breit. 
Ausser den nachstehenden beiden Untiefen ist der Hafen frei von Klippen. 
Die eine dieser Untiefen, mit 3,7m Wasser, liegt 1’/a Kblg in NO'40 und die 
andere Untiefe, mit 4,3m Wasser, %/4 Kblg in SO'2S von dem Kopfe der 
langen oder Victoria-Mole entfernt. Beide Untiefen sind zwar nur von geringer 
Ausdehnung, jedoch nicht immer sichtbar, können aber leicht durch einen 
grösseren Abstand von der Mole vermieden werden, ; 
Geographische Lage, Der Observationspunkt auf der Houdouls - Mole 
liegt in 4° 37” 15“ S-Br und 55° 27’ 23“ O-Lg. Die Länge ist von der des 
1) S. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1876, pag. 407: Findlay’s „Ind, Oc.“, 1876, pag. 497.
	        
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