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als er sonst gethan haben würde. „Kugen“ kreuzte 50° S-Br in 46° W-Lg am
20. November, 40° S-Br in 86° W-Lg am 25. November und 30° S-Br in
30° W-Lg am 30. November. Sehr. begünstigt wurde hier die Fahrt durch
einen fast stürmischen SE-Wind, der vom 26, November bis 1. December wehte.
An letzterem Tage ‚setzten die gewöhnlichen nördlichen Winde ein, zuerst für
kurze Zeit aus NNW-, darnach aus NNE-Richtung und diese gingen, ganz
allmählich sich drehend, durch‘ Ost- in die SE-Passat- Richtung über. Am
6. December‘ schien in 22'%° S-Br und 28,4° W-Lg die polare Grenze des
letzteren erreicht zu sein. Von hier ab dauerte es nur kurze Zeit, bis man den
Aequator erreichte. „Zugen“ schnitt 20° S-Br in 28,4” W-Lg am 7. December,
10° S-Br in 29,3° W-Lg am 11. December und ging am 15. December in
29,5° W-Lg von der südlichen zur nördlichen Halbkugel über. Um die Strecke
vom Kap Horn bis zur Linie zu durchsegeln, waren 30 Tage erforderlich
owesen.
5 Der SE-Passat reichte bis 3° N-Br in 30,5° W-Lg, dort fand das
Schiff eine 5 Tage lang anhaltende Mallung, die erst endete, als „Zugen“ nach
7,7° N-Br in 831,3° W-Lg gekommen war. Der NE-Passat wehte sehr frisch
und: beständig, er führte die Bark nach 10° N-Br in 35° W-Lg am 23, December
und nach 20° N-Br in 59,8° W-Lg am 31. December. In 22° N-Br und
63° W-Lg verliess man am 2. Januar 1879 das Passatgebiet. Innerhalb der
jetzt folgenden Woche beschrieb der Wind drei rechtdrehende Rundläufe um
den ganzen Kompass. Nördlich von 30° Nord, welche Breite am.10, Januar
in 71,4° W-Lg passirt wurde, traf man vorherrschend nördliche Winde. Am
12. Januar überstand „Kugen“ in 34° N-Br und 73,3° W-Lg bei verhältniss-
mässig hohem Luftdrucke einen heftigen Sturm, in welchem die Windrichtung sich
von Süd durch West nach NNW veränderte, Bei nordöstlichem Winde kam
man am 17. Januar so weit, dass man das hohe Land von Navesink erblickte,
und noch an demselben Tage wurde in der Bai von New-York geankert. Die
Reisedauer betrug 90 Tage. ;
5. Reise der Bremer Bark „Europa“, Kapt. B. 6. Kimme.
Am 14. Oktober 1878 verliess bei frischem Ostwinde die Bark „Europa“
dio Elbemündung, um die Reise nach New-York anzutreten. Kapt. Kimme
wählte zur Ausführung derselben die Nord um Schottland führende Route, und
schon am 17. Oktober wurden die Orkney-Iuseln passirt. Südwestliche Winde,
die man im Atlantischen Ocean traf, brachten das Schiff bis zum 21. Oktober
nach 59,2° N-Br in 15,5° W-Lg. Hier lief der Wind in einem sehr schweren
Sturme, bei dem der Luftdruck bis auf 726,3mm abnahm, nach NW und stürmte
mehrere Tage lang aus dieser Richtung. Die weiterhin, angetroffenen Winde
waren ihrer Richtung nach vorherrschend günstig, doch verhinderte oft die
Stärke derselben ihre gehörige Ausnutzung. „Zuropa“ erreichte 30° W-Lg in
51° N-Br am 28. Oktober und 50° W-Lg in 45,3° N-Br am 4. November.
Westlich von den Bänken von Neufundland fand man veränderliche, in Betracht
der Jahreszeit nicht sehr stürmische Winde, und, nachdem 60° W-Lg in 40,8° N-Br
am 15. November überschritten worden war, erreichte „Europa“ am 21. November
einen sicheren. Ankerplatz in der Nähe von Sandy Hook, Die Reisedauer von
der Nordspitze Schottlands her betrug 35 Tage. ‘ I
Am 23. December segelte „Kuropa“ mit der Bestimmung nach London
wieder nach Sec. Den Anfang der Reise begünstigte ein stürmischer Westwind,
und die Reise verlief wie sie begonnen hatte, unter rasch aufeinander folgenden
Stürmen.. Bei diesen holte der Wind zwar wiederholt mit tief fallendem
Barometer nach Ost, drehte aber immer wieder rasch nach West, aus welcher
Richtung er am schwersten und anhaltendsten wehte. In einem Falle ging die
Drehung des Windes im rückläufigen Sinne von Ost durch Nord nach NW vor
sich. Den heftigsten Sturm dieser Reise erlebte man am 3. Januar 1879 in
41,5° N-Br und 38° W-Lg. Derselbe wehte aus SW, das Barometer fiel bis
749,7 mm. „Europa“ kreuzte 50° W-Lg in 39,3° N-Br am: 30, December 1878,
30° W-Lg in. 43,5° N-Br am 5. Januar 1879, und am 14. Januar wurde Lizard
erblickt nach günstiger Reise von 22 Tagen.
Ann. d. Hydr., 1879, Heft VI (Juni),