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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Vergleichende Uebersicht etc, September 1884, 
eingeschlagen hatte, erreichte in letzterem als südlichsten Punkt am 9, März 
22° N-Br in 40° W-Lg, und die Mündung des Delaware am 27. März. Noch 
ein anderer Mitsegler, die am 8. Februar von Bremen aus in See gegangene 
Bremer Bark „Antoinette“, wolche sich am 17. Februar bei Lizard befand und 
die im Atlantischen Ocean anfänglich die direkte Route einzuhalten versuchte, 
fand auf derselben derart ungünstige Verhältnisse, dafs am 11. März der Schiffs- 
ort noch in 40,5° N-Br und 24,1° W-Lg war. Dort entschlofs sich der Kapitän, 
nach Süden hin abzuhalten, und indem im ferneren Verlauf der Reise dann am 
31. März 21,4° N-Br in 48° W-Lg berührt wurde, gelang es schliefßslich am 
1. Mai den Bestimmungshafen zu erreichen. Die Reisen waren von der Nord- 
spitze Schottlands oder von Lizard ab nach New-York oder Philadelphia vom 
„J. W. Wendt“ in 37, von der „Magdalene“ in 41, vom „Wilhelm“ in 36, von 
„Amelia“ in 46, von „Bertha“ in 40 und von „Antoinette“ in 74 Tagen voll- 
endet worden. Das von Liverpool nach New-Orleans bestimmte Bremer Vollschiff 
„Port Royal“, welches 50° N-Br am 23. Februar verliels, gelangte in Sicht von 
Guadeloupe am 25. März und zur Mississippi-Mündung am 14. April. 
Am 15. Juni ging der nun nach Fiume bestimmto „J. W, Wendt“ wieder 
von New- York aus in See. Auf den leichten Ostwind, bei dem diese Reise 
angetreten wurde, folgte am 16. Juni ein leichter westlicher Wind. Man voll- 
endete dann später die Fahrt über den Ocean bei umlaufenden Winden von 
mäfsiger Stärke, ohne dafs sich Nennenswerthes während derselben ereignete. 
Es wurde: 70° W-Lg in 37,8° N-Br am 18. Juni, 60° W-Lg in 38,7° N-Br am 
23. Juni, 50° W-Lg in 39,3° N-Br am 26. Juni und 30° W-Lg in 39,8° N-Br 
am 1. Juli gekreuzt und am 11. Juli die Stralse von Gibraltar erreicht, Der 
11. Juli war der 26. nach dem Antritt der Reise verlossene Tag. 
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Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats September 1884 
in Nordamerika und Centraleuropa. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) 
Nach der „Monthly Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington 
und der von der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung 
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungs-Charakter des Monats 
Septemher 1884 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber. 
Nordamerika, 
1. Die ungewöhnlich grofse Zahl 
(16) stark entwickelter barometrischer 
Depressionen, wovon 14 auf der grofsen 
nördlichen Zugstraßse mit grofser Ge- 
schwindigkeit sich bewegten, und nur 
1 im Südosten erschien und vom 10, 
bis 12, stationär blieb. Von den 8 
barometrischen Maxima des Monats 
lagen 4 längere Zeit über der atlanti- 
schen Küste, von Hitze und Trocken- 
heit begleitet; 2 davon waren zuvor 
von der pacifischen Küste gekommen. 
Centraleuropa. 
1. Die geringe Zahl barometri- 
scher Depressionen, zumal im Innern 
Europas; die Bahnen der Depressionen, 
von denen nur diejenigen der ersten 
Dekade ziemlich tief waren, verliefen 
hauptsächlich von Westeuropa aus 
nordostwärts, und von Lappland aus 
südostwärts. Ferner die ausschliefs- 
liche Herrschaft barometrischer Maxima 
über Centraleuropa und dem südlichen 
Ostseebecken im Laufe der zweiten 
Dekade des Monats, während in der 
dritten die Gebiete hohen Druckes 
über dem nördlichen Mittelmeerbecken 
verweilten.
	        
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