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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Von: allen diesen hier. gegebenen früheren Temperaturmessungen fallen 
nur die Pullen’schen von 1857 Nov. 9 und Dec. 2 in die Nähe der Orte der 
theils vom „Challenger“, theils von der „Gazelle“ ausgeführten Bestimmungen; 
ein Vergleich mit diesen zeigt, dass Pullen in denselben Tiefen stets etwas 
höhere Temperaturen gemessen. hat, als die neueren mit den Thermometern nach 
Miller-Casella gemachten Messungen ergeben haben. So hat der „Challenger“ 
am 15. Februar 1873, in 27° 24‘ N-Br und 16° 55‘ W-Lg, in denselben Tiefen 
von 914 und 1463m (wie bei Pullen) Temperaturen von 8,0° und 5,4° C ge- 
messen, und die „Gazelle“ am 20. Juli 1874, in 27° 42‘ N-Br und 23° 23‘ W-Lg, 
in einer Tiefe von 1463m 5,2° C, also fast ganz übereinstimmend mit den 
Angaben des „Challenger“. Derselbe fand in der Nähe von St. Paul’s Rocks in 
den Tiefen zwischen 1250 und 1950m (ca 675—1050 Faden) Temperaturen von 
3,9°—3,0°, während Pullen in denselben Tiefen solche zu 7,9°—3,6° bestimmte. 
Bemerkung. Auf Seite 209, ad 7, sind bei den Angaben über die 
grössten Werthe der Abnahme der Meerestemperaturen et&. in den letzten beiden 
Rubriken die Beobachtungstage weggelassen; sie folgen hier zur Ergänzung. 
Nördlich vom Aequator 
1873 Juli 26 
März 21 
Juli 14 
Mai 1 
„ Juni 27 
1869 Juli 27 
27°54’N etc. 
11°49'N 
23°46'N 
36° 23‘ N 
38°18‘N 
49° 12'N 
Südlich vom Aequator 
1876 März “ 
» ” 
» » 
» Febr... 
1» 
A EX » 
21°15’8S 
7°54'S 
32°24’S 
W178 
1°54'S 
29828 
A 
ete. 
Specifisches Gewicht und Salzgehalt. Während der mehrmaligen 
Durchkreuzungen des Atlantischen Oceans durch den „Challenger“ hat der 
Chemiker und Physiker der Challenger-Expedition, Mr. J. Y. Buchanan, aus- 
gedehnte Reihen von Bestimmungen des specifischen Gewichtes des Wassers des 
Atlantischen Oceans ausgeführt. Die einzelnen Angaben sind in den mehrfach 
erwähnten Challenger-Reports und in Sir Wyville Thomson’s The Atlantic, 
Vol. I und II, niedergelegt. Eine eingehende Diskussion dieser Bestimmungen 
des specifischen Gewichtes hat Buchanan, wie schon S. 98 erwähnt, in einem 
grösseren Aufsatze im „Journal of the R. Geogr. Soc.“, 1877, Vol. XLVII, 
pag. 72—86, veröffentlicht, welchem wir hier hinsichtlich des Atlantischen Oceans 
vorzugsweise folgen. Es ist hierbei zu bemerken, dass die Buchanan’schen 
Angaben des specifischen Gewichtes auf 15,56° C (= 60° F) nach Hubbard’s 
Tabelle der Ausdehnung des Seewassers (s. Maury’s „Sailing Directions“, Vol, I, 
pag. 237) reducirt sind, wobei als Einheit die Dichtigkeit des destillirten 
Wassers bei 4° C angenommen ist. ; 
Ausserdem hat noch Freiherr von Schleinitz mit der „Gazelle“ in den 
Jahren 1874 und 1876 Bestimmungen des specifischen Gewichtes des Meer- 
wassers im Atlantischen Ocean au der Oberfläche, in. Tiefen von 91 und 
183m (50 und 100 Faden) und am Meeresboden ausgeführt, welche, auf 17,5° C 
(= 14° R = 63,5° F) reducirt — die Dichtigkeit des destillirten Wassers bei 
4°C = 1 gesetzt — in den „Ann. d. Hydr. etc,“, 1874—1876, den Tabellen 
der Tiefseebeobachtungen der „Gazelle“ beigefügt sind. ; 
Dieselbe Reduktion des bei irgend einer Temperatur gefundenen specifischen 
Gewichtes auf 17,5° C ist für die Bestimmungen des specifischen Gewichtes in 
der Nord- und Ostsee (s. S. 260 u. 265) von Seiten der Kieler Kommission zur 
wissenschaftlichen Erforschung der deutschen Meere, ebenso im Adriatischen Meere 
von der Adria-Kommission u. s. w. ausgeführt worden. Aus der verschiedenen 
Reduktion ergiebt sich bei den englischen und den deutschen Bestimmungen auch
	        
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