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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

Deutsche Seewarte. 
Mittel, Summen und Extreme für den Monat März 1879 aus den meteorolögischen Aufzeichnungen der Normal-Beobach tungsstationen an der Deutschen Küste. 
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Die monatlichen Extreme sind für das Barometer den regelmässigen Beobachtungen zu den 3 Terminen am Tage entnommen und stellen daher nicht die absoluten Extreme dar. Diese waren nach den Aufzeichnungen der Barographen in Memel 769,9 mm, 10% a, m. 
am 923. und 740,5mm, 9% a. m. am 13., in Neufahrwasser 771,7 mm, 11b a, m, am 8. und 743,8mm, 2h a. m, am 13., in Swinemünde 774,6 mm, 8h p. m. am 8. und 744,1 mm, 10h p. m. am 12., in Wustrow 775,1mm, 2b p, m. am 8. und 746,3mm, 8% p.m. am 12., in Hamburg 777,9mm, 
[1b a. m. am 8. und 744,1 mm, 7h p.m. am 12., in Keitum 776,3mm, Il p.m. am 8, und 747,7 mm, 5% p, m. am 12. — Die mittlere Temperatur wird auf dreierlei Weise berechnet, als !/2 (8a. -+8p.), !/s Ga. +2p. + 8p.) und 1/2 (Max. -4- Min.). Für die Monate September bis April 
wird der Durchschnittswerth aus der ersten und zweiten, für Mai bis August aus der ersten und dritten Kombination als allgemeines Temperaturmittel angenommen, was dem wahren Mittel sehr nahe entspricht. Für alle übrigen meteorologischen Elemente sind dagegen die Mittelwerthe 
als blosse arithmetische Mittel aus den 3 Beobachtungsterminen berechnet, 
In der Zusammenstellung für die Dekaden sind als Tage mit Niederschlag alle gezählt, an welchen Regen, Schnee, Hagel oder Graupeln fielen, ohne Rücksicht auf die Quantität; Tage mit blossem Thaufall sind ausgeschlossen, auch wenn dieser eine messbare Grösse erreichte. 
Als Tage mit starkem Wind sind alle gezählt, an welchen die Geschwindigkeit des Windes wenigstens im Mittel einer Stunde 10m per Sekunde erreichte oder überstieg. Der letzte Theil desselben Horizontal- Abschnitts enthält das Procentverhältniss der Windrichtungen in den drei 
Dekaden, jedoch für die Stationen an der Ostsee und an der Nordsee in je eine Zahlenreihe zusammengezogen, Hier, wie in der darunter stehenden ebensolchen Tabelle für den ganzen Monat und die einzelnen Stationen ist, um die Lage der Luvseite anzudeuten, von je zwei entgegen- 
zesetzten Winden überall der häufigere durch fetten Druck hervorgehoben. Der letzte Horizontal-Abschnitt giebt für jedes bürgerliche Datum die mittlere Windgeschwindigkeit ohne Rücksicht auf die Windrichtung an, wie dieselbe sich aus den Aufzeichnungen der Registrir-Anemometer 
argiebt, bei der Robinson’schen Annahme, dass der Weg der Schalenmitten !/3 des Windweges betrage. (Die Anemometer sind ganz übereinstimmend in derselben Werkstätte konstruirt und möglichst frei aufgestellt.) Das Mittel dieser Werthe oder die mittlere Windgeschwindigkeit des 
ganzen Monats findet man in der vorletzten Spalte des nächst oberen Horizontal-Abschnitts; daneben ist das Datum der Tage angeführt, an welchen die Windgeschwindigkeit im Mittel mindestens einer Stunde 15m per Sekunde erreichte oder überstieg. 
Wegen eines Missverständnisses in der Behandlung des feuchten Thermometers sind für Keitum die Angaben der relativen Feuchtigkeit für die letzten beiden Monate (Februar und März) unrichtig und daher nicht zu verwerthen, die Angaben der absoluten Feuchtigkeit sind ans 
demselben Grunde zwar auch nicht als vollständig genau zu betrachten, jedoch mit erheblich geringerem Fehler behaftet. Die Direktion der Seewarte. 
Dr. Neumayer.
	        
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