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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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am 3. Januar 1878. Die polare Grenze des Passats hatte man in 31° N ge- 
Funden; südlich von dieser Breite wehte ein frischer NE-Wind, der die „Josefa“ 
am 7. Januar nach 20° N-Br in 25,5° W-Lg und am 10. Januar nach 10° N-Br 
in 25,9° W-Lg führte. Bis nach 2° N-Br in 25,6° W-Lg wehte ungestört der 
Passat; als das Schiff diesen Punkt am 13. Januar erreicht hatte, erhielt es 
Mallung, doch nur für kurze Zeit, denn schon 2 Tage später, in 0,5° N-Br 
und 27,1° W-Lg setzte der SE-Passat ein, der in wenigen Stunden das Schiff 
in 27,4° W-Lg an den Aequator brachte. Es waren 27 Tage verflossen, seit 
man die Breite von Scilly gekreuzt, und 12 Tage, nachdem man 30° N-Br über- 
schritten hatte. 
Auch im Südlichen Atlantischen Ocean ging‘ die Fahrt zunächst "sehr 
befriedigend von statten; mit sehr frisch wehendem Passate gelangte die 
„Josefa“ am 19. Januar nach 10° S-Br in 31,6° W-Lg, am 22, Januar nach 
20° S-Br in 31,2° W-Lg und am 25, Januar nach 30° S-Br in 27,9° W-Lg. 
Das Gebiet des Passats hatte man in 28,5° S-Br und 29° W-Lg verlassen; es 
folgte südlich desselben zunächst frischer nördlicher Wind, Am 31. Januar 
wurde die Insel Tristan d’Acunha gesehen und am: 4. Februar in 40,6° S-Br 
der Meridian von Greenwich passirt. Man befand sich schon 20 Tage auf der 
südlichen Halbkugel. Zum Ablaufen der Länge wählte Kapt. Horstmann 
den Parallel. von 40° Süd. Die in dessen Nähe gefundenen Windverhältnisse 
waren befriedigend; ausser an einigen Tagen, an denen südöstlicher oder 
nordöstlicher Wind‘ wehte, fand man nur günstigen Westwind. Zum Sturme 
steigerte sich dieser letztere nur an einem Tage in 43° S-Br und 22° O-Lg. 
Es war dies ein regelmässig verlaufender, in NW beginnender und nach SW 
ausschiessender Sturm; der geringste Luftdruck, der ihn begleitete, wurde zu 
738,3 mm beobachtet. Am 25. Februar wurde die Insel St. Paul erblickt und 
an demselben Tage noch der Meridian von 80° Ost überschritten. Man hatte 
2 Tage gebraucht, um vom ersten Meridian bis hierher zu kommen, 
Mit sehr frischem südwestlichem Winde weitersegelnd, hatte die.„Josefa“ 
am 1, März 35,6° S-Br in 96° O-Lg erreicht, als der hier fast stürmisch auf- 
tretende Wind in den SE-Passat überging. Nun wurde Kurs für die Sunda- 
Strasse gesteuert und auf demselben 30° S-Br in 103,9° O-Lg am 3. März und 
20° S-Br in 105,2° O-Lg am 6. März überschritten. In 15° S-Br wurde der 
Passat flau, er hielt aber noch an, bis.die Bark am 11. März nach 10° S-Br 
in 105,5° O-Lg gekommen war, wo zwar flauer aber doch ziemlich beständiger 
West-Monsun einsetzte. Am 13. März erblickte man die Küste von Java, und 
am 15. März gelang es, die Sunda-Strasse zu erreichen nach 87tägiger Reise 
von Scilly. Die ganze, ungefähr 12300 Sm betragende Strecke, war also mit 
einer mittleren Geschwindigkeit von 5,9 Sm zurückgelegt worden. 
Durch die Sunda- und Rhio-Strasse segelnd, erreichte die‘ „Josefa“ am 
8. April den Hafen von Singapore. Auf dem Wege dahin waren in der Java- 
See leichte östliche, in der China-See meist nördliche Winde angetroffen worden. 
Die Strömung setzte gewöhnlich südlich. 
Am 18. Mai trat das beladene Schiff von Singapore aus die Rückreise 
nach Liverpool an. Windstille und leichte südliche. Winde, zusammenwirkend 
mit nördlicher Strömung, verzögerten den Anfang derselben derart, dass erst 
am 15. Juni Anjer passirt wurde. Auch südlich der Sunda-Strasse traf man 
noch an 2 Tagen Stille und Mallung, ehe hier der nach und nach auffrischende 
SE-Passat einsetzte. Beim Kreuzen des Indischen Oceans schnitt die „Josefa“ 
10° S-Br in 1083,5° O-Lg am 20. Juni, 20° S-Br in 71° O-Lg am 5. Juli und 
30° S-Br in 34,5° O-Lg am 28. Juli. Den Meridian von 60° Ost überschritt 
män am 10, Juli in 23,3° S-Br.“ Der angetroffene Passat war nur flau und 
unbeständig; so traf man in 20° S-Br eine, mehrere Tage anhaltende Störung 
desselben, weiter südlich indessen wieder frischen SE-Wind, Bis 33° O-Lg 
hin wurde die „Josefa“ fast ununterbrochen von östlichen Winden begleitet; 
als man weiter westlich gekommen war, setzten westliche Winde ein, die längere 
Zeit herrschten, Zwei Stürme wehten aus dieser Richtung, doch waren beide 
aur von kurzer Dauer und verliefen bei verhältnissmässig hohem Luftdrucke: 
Am 2. August, als die „Josefa“ sich in 25° O-Lg befand, kam bei ungewöhnlich 
hohem Luftdrucke (775mm) ein frischer, fast stürmisch wehender Ostwind 
durch, mit dem am folgenden Tage der Meridian des Kap der guten Hoffnung 
Ann. d, Hydr., 1879. Heft IY (Avril).
	        
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