accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

140 
zwischen die Kanäle, bald hier- bald dorther kommend; grosse Behutsamkeit 
in diesen Gewässer ist daher nöthig. 
In NO von Ureparapara erhebt sich die ca 76m hohe Insel Vatua-Rhandi 
und westlich von ihr die Gruppe der Torres -Inseln, richtiger Ababa oder Baba 
genannt, da man mit dem Namen Torres-Inseln früher die ganze Banks-Gruppe 
zu bezeichnen pflegte. ' 
Von den fünf, mehr zur Korallenbildung hinneigenden Inseln, die jedoch 
theils mit an 366m hohen Bergen bedeckt sind, ist die North-Insel die grösste. 
Beim Südostende ist eine Höhe von 366m, nach Norden senkt sich das Land 
allmählich bis zu dem flachen Nordwestende, bei welchem ein Bach mündet. Ein 
gefährliches Riff, auf dem jedoch Brandung steht, liegt NO0'AO ca 1’/2 e. M. vom 
Nordwestende,. Die NO-Seite der Insel in SO'A5S, ein Umweg von 5 e. M., ist 
daher hier zu empfehlen, Zwischen den Middle- und North-Inseln ist eine kleine 
ovale ca 37m hohe Insel, von der North-Insel durch einen 1 Sm breiten Kanal 
getrennt und sehr wahrscheinlich vollständig von einem Riffe eingeschlossen. 
Der „Basılisk“ passirte ca 1'/2 Sm bei der ONO-Küste von der Middle - Insel 
und dieser kleinen unnahbaren Insel, den Kanal zwischen beiden offen habend, 
über verschiedene Korallenuntiefen, auf welchen 11m Wasser gefunden wurden; 
aber es mögen auch noch flachere Stellen vorhanden sein. 
Die Middle-Insel, 2'% e.M. in SO von der North-Insel, ist rund, fast 
31/2 e. M. im Durchmesser und ca 180m hoch. Die Südwestküste ist steil, vom 
SW-Kap geht das Land 1’/2 e. M. NWzW und bildet eine grosse und tiefe Bucht, 
die Hayter- Bucht. Gegenüber dem Südende dieser Bucht, nahe der Küste, von 
dieser durch einen klaren und tiefen Kanal getrennt, ist eine flache Sandinsel, 
mit wenig Pflanzenwuchs bedeckt und von einem Riff umgeben. Der Anker- 
platz, etwa !/a Sm vom Land, ist auf 29m, ihm gegenüber in der Bucht ist 
zwischen dem Riff ein Landungsplatz. Wasser ist nicht gefunden, auch sind 
die Eingeborenen feindseliger und misstrauischer, wie auf den übrigen Inseln, 
Die hübsch gearbeiteten Waffen sind stark vergiftet. 
214 e. M. in Süd von der Middle-Insel liegt die an ihren beiden Piks von 
91m und 152m Höhe kenntliche Saddie-Insel. Der Kanal, der beide Inseln trennt, 
ist sicher, Kleine Riffe dehnen sich an der Nordseite aus. Der früher als 
Landungsplatz benutzten Log - Bucht an der NO-Seite wird jetzt ein für die 
Kommunikation besser geeigneter Platz, ungefähr in der Mitte der Nordküste, 
kenntlich an Kokosbäumen und einer Einsattelung des Landes, sowie an dem 
weissem Strand, vorgezogen. Die Eingeborenen sind freundlich, können jedoch 
keine Vegetabilien hefern. . 
Unter 13° 27‘ S-Br und 166° 41‘ O-Lg, ca 2 e, M. SO0zS von der Saddle- 
Insel, Hegt endlich die fünfte, die spärlich bewohnte South - Insel oder Vava. 
Sie ist 163m hoch und kann bei klarem Wetter schon 24—30 Sm weit gesehen 
werden; von unregelmässiger oblonger Form steigt sie bei einem Umfang von 
etwa 9 e. M. steil empor. Die zum Theil schönen Eingeborenen bieten an dem 
guten Landungsplatz Yams, Hühner, Schweine, Schildpat für Glasperlen an. 
Kokospalmen sind hier wenig, desto mehr Schildkröten. Die Ostküste der 
North- und Middle-Insel, sowie die Westseite der Saddle- und South-Insel sind 
ungenügend bekannt. 
Im Allgemeinen ist für die Torres - Inseln noch zu bemerken, dass man 
während des SE-Passats einen Ankerplatz in 37m Wasser und ungefähr 
Ysı—'!/2 Sm von der Küste an der Leeseite dieser Inseln finden kann; zu 
empfehlen ist es aber, dass man zuerst durch ein Boot nach sandigem oder 
schlammigem Grund suchen lässt. Eine westliche Strömung ist bei den Inseln 
mehrfach beobachtet,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.