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der ganzen Reise überstanden, die Winde waren von dieser Zeit an vorherr-
schend günstig, und auch die Kuro Siwo-Strömung förderte die Reise sehr.
Am 3. Januar 1878 schnitt die Bark den Parallel von 30° Nord in 136° O-Lg
und am 5. Januar den Meridian von 140° Ost in 32° N-Br. Von letzterem
Orte ab begann die „Melusine“ die Fahrt über den offenen Theil des nördlichen
Stillen Oceans. Dieselbe verlief, ohno dass sich besonders Erwähnenswerthes
ereignete, obgleich sie von mehreren schweren Stürmen nicht verschont blieb.
Unter den angetroffenen Winden waren die westlichen die bei weitem vor-
herrschenden, obgleich auch östliche, die indessen nie von langer Dauer waren,
beobachtet wurden. Einen ausserordentlich schweren Weststurm, von einem
geringsten Luftdrucke von 729,7 mm begleitet, hatte die „Melusine“ am 19. Januar
zu überstehen. Es geschah dies gerade an dem Tage, an welchem man in
39° N-Br den Meridian von 180° überschritt.
Am Morgen des 6. Februar wurden die Farallones-Felsen erblickt, gleich-
zeitig erhielt man dort einen Lootsen; weil indessen in Folge des kurze Zeit
vorher wehenden stürmischen SW-Windes auf der Barre vor dem „Goldenen
Thore“ eine sehr hohe Brandung stand, gelang es erst, am 7. Februar die Bucht
von San Francisco zu erreichen.
Die Reise von Manila ab hatte eine Dauer von 60, von 140° O-Lg her
eine solche von 33 Tagen gehabt.
Am 28. März verliess das mit Weizen beladene Schiff auch San Fran-
cisco wieder, um die Rückreise nach einem englischen Orderhafen anzutreten.
Während der zwei ersten Tage, die man auf See verbrachte, traf die „Melusine“
leichte unbeständige Westwinde; dann setzte frischer NW-Wind ein, der, sobald
man weiter südwärts gelangte, ohne Störung in den Passat überging, Es wurde
30° N-Br in 124,3° W-Lg am 31. März, 20° N-Br in 121° W-Lg am 5. April
und 10° N-Br in 117° W-Lg am 10, April geschnitten. Der NE-Passat, welchen
man in 19° N-Br durch westlichen Wind gestört fand, begleitete die „Melusine“
bis nach 1,3° N-Br in 115,7° W-Lg, an diesem Orte ging, wieder ohne dass
Mallung eingetreten wäre, der Uebergang des NHE- in den SE-Passat vor sich.
Am 16. April wurde der Aequator in 116,8° W-Lg geschnitten, 19 Tage nach
dem Verlassen der San Francisco-Bucht. Eben nördlich von der Linie hatte
man eine beträchtliche Westströmung beobachtet, die an mehreren Tagen eine
Stärke von 26 bis 30 Sm erreichte.
Den SE-Passat fand man gegen Erwarten sehr flau und unbeständig, auch
reichte dessen Gebiet gar nicht weit nach Süden, denn schon in 16,7° S-Br und
119,4° W-Lg schien seine polare Grenze zu liegen. Als sie überschritten war,
hatte die „Melusine“ noch eine lange Zeit hindurch mit ungünstigen Windver-
hältnissen zu kämpfen, bevor es gelingen wollte, südlich von 36° S-Br die
gesuchten westlichen Winde aufzufinden. Als sie erreicht waren, wurde der
kürzeste Weg, der zum Kap Horn führte, eingeschlagen, und ging die Reise nun
zunächst wieder rascher von statten. Vorher hatte man 10° S-Br in 119,3° W-Lg
am 23. April, 20° S-Br in 120° W-Lg am 28. April und 30° S-Br in 120° W-Lg
am 7. Mai gekreuzt. Nachdem die Bark am 16. Mai auch 40° S-Br in etwa
112° W-Lg geschnitten hatte und mit westlichen Winden noch bis nach 43° S-Br
gekommen war, lief der Wind hoch südlich, zu gleicher Zeit auch stürmisch
werdend. In 43,6° S-Br und 103° W-Lg drehte der Wind sich sogar durch
Süd nach SE, und von nun an war der Fortgang der Reise nur ein sehr kümmer-
licher. Dieser östliche Wind war auffallend durch seine lange Dauer, denn fast
ganz ungestört wehte er nicht weniger als 20 Tage lang. Erst am 12. Juni,
als man sich in 56° S-Br und 91° W-Lg befand, kam wieder günstiger West-
wind durch, welcher, in der Folge oft stürmisch wehend, die Bark rasch zum
Kap Horn führte. Am 19. Juni passirte man die Länge desselben, nach un-
gewöhnlich langer Reise vom Aequator her; es waren 64 Tage verflossen, seit-
dem derselbe überschritten worden war.
Auffallend war der niedrige Luftdruck, den man südlich von 56° S-Br und
besonders in der Nähe des Kap Horn beobachtete; mehrere Tage hindurch
zeigte dort das Barometer einen Stand von etwa 730 mm. Während 12 Stunden,
als ganz leiser Zug aus Osten herrschte, betrug der Luftdruck sogar nur 719 mm.
Im südlichen Atlantischen Ocean angekommen, wurde ein derartiger Kurs
gesteuert, dass 50° S-Br in 42° W-Lg am 27. Juni, 40° S-Br in 27,5° W-Lg