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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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Gezeiten. Im Hafen von Jiddah ist zwar ein regelmässiger Gezeiten- 
wechsel, aber dieser ist so gering im Vergleich zu dem durch die Winde 
hervorgerufenen unregelmässigen Wasserstande, dass es wenig Werth hat, den- 
selben zu kennen. Der gewöhnliche Wasserstand ist im Sommer 0,6 bis 0,9 m 
niedriger, als im Winter, und nur im Sommer allein fällt die Mehrzahl der 
Riffe trocken. Nach nördlichen Winden fällt, und nach südlichen Winden steigt 
das Wasser. . 
In den Monaten November und December wurde ausserhalb der Riffe eine 
beständig nordwärts setzende Strömung beobachtet, aber innerhalb derselben 
war die Strömung schwach und unregelmässig. 
Das Musdäri-Riff, auf welchem Brandung steht, liegt 6'/s Sm in W'A4S 
von Bur-e-Sheik oder Rds-al-Aswad und 5'/2 Sm in SWzZW von dem Maruwas- 
Riffe entfernt. Dicht. westlich des Musdri - Riffes findet man mit 220m Leine 
keinen Grund. Dieses Riff bekommt man gewöhnlich, wenn man sich von Süden 
dem Hafen nähert, in Sicht, da die Brandung gut zu erkennen ist, 
Die Rocky-Bank, die westlichste und am weitesten ausserhalb von 
Jiddah liegende Untiefe, ist in der Richtung Nord—Süd, sowie in der Richtung 
Ost— West je 2 Sm lang, und ist von den inneren Riffen durch ein 2 Sm breites 
freies Fahrwasser getrennt, in welchem die Wassertiefen 55 bis 73m betragen. 
Auf der Bank sind fünf getrennte Untiefen vorhanden, von.welchen drei ge- 
fährlich sind. . 
Abu-Naklah oder Nuklah heisst die südliche Untiefe; dieselbe liegt 2,7m 
unter der Meeresfläche, 2?s Sm in WzS von der äusseren Bake auf der Untiefe 
Gaham oder Kahdm und ungefähr 6'/2 Sm in NNO0'4O0 von dem Musdri-Riffe 
entfernt. 
Die Untiefe Al-Wastäni liegt }2,7m unter der Meeresfläche, 3 Kblg in 
NzW von Abu-Naklah und 2%4 Sm in W!rS von der Bake von Gaham. 
Auf diesen beiden Untiefen steht bei der geringsten Dünung Brandung, 
und zwischen beiden befindet sich ein Fahrwasser mit 31m Wassertiefe. 
Leitmarken, Wenn man den Zuckerhut-Berg oder Jebel Yemeniyah am 
der rechten Seite der Stadt frei von letzterer, in ONO’!/sO, hält, so bleibt‘ man 
südlich frei von Abu-Naklah, Al- Wastani und der Rocky-Bank, ; ; 
Die anderen drei Untiefen auf der Rocky-Bank liegen am nördlichen Ende 
derselben. Die westlichste heisst AZl-Fokani und liegt 1! Sm in NW’!AN von 
Abu-Naklah und 31/2 Sm in W%AN von der Gaham-Bake entfernt. Auf dieser 
Untiefe beträgt die geringste Wassertiefe 14,6m. Die nächste dieser drei Un- 
tiefen heisst Abu-I-Khodar (Khodir) und liegt ?%/s Sm in ONO von Al-Fokani 
und 3 Sm in WNW!AW von der Gaham - Bake entfernt. Auf dieser Untiefo 
befindet sich eine kleine Stelle mit 5,5m Wasser, welche von 13 bis 18m Wasser 
amgeben ist. Die dritte dieser Untiefen heisst Abu-I- Yahud; auf dieser beträgt 
die geringste Wassertiefe 9m, und sie liegt 8 Kblg.in N0z0’/20 von Abu-I-Khodar 
und 2% Sm in NWzW von der Gaham-Bake entfernt. 
Leitmarken.. Hält man den Zuckerhut-Berg oder Jebel Yemeniyah an der 
linken Seite der Stadt, frei von derselben, in O!/N, so bleibt man nördlich 
frei. von diesen drei Untiefen; hält man denselben Berg in Linie mit der 
Mitte der Stadt, so führt diese Richtung über die Rocky-Bank zwischen. den 
Untiefen hindurch, aber diese Route, kann nicht anempfohlen werden. 
Ankerplätze. Wenn ein Schiff zu spät, um einzusegeln, vor dem Hafen 
ankommt. und gutes Wetter ist, so findet es auf der Rocky-Bank in der Nähe 
der Untiefe Abu-l-Khodar einen guten Ankerplatz. Dieser ist besser, als der 
ausserhalb der Gateways, obgleich der Boden daselbst aus Korallen und Sand 
esteht. 
Leitmarken. Hält man den Jebel Ruwadid in NOzN, so bleibt man inner- 
halb der Rocky-Bank und ausserhalb der Bank Maruwas (. Maruwiyal) und der 
Gaham-Bake; und hält man den Jebel Sannam in Linie mit dem Jebel-el-Moyah 
in OSO, so bleibt man nördlich frei von der Rocky-Bank bis zu den Baken auf 
der Bank Felldhiyat (Fellahah). . 
.Die äussere Rifflinie südlich des Hafens besteht aus den Riffen Gaham, 
Jiddah ‘ (Shäab Jiddah), Umm El Kat (Omm-al-Käad), Assamdiyah (Assama- 
diyah), auf welchen die See brandet und in der Richtung NzO—SzW zu einander
	        
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