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Schauern besteht, mit welchen dann die zahllosen Cisternen und Reservoirs,
welche Privatleuten gehören, angefüllt werden und den Wasservorrath des
ganzen Jahres bilden. Während der Pilgerzeit hat das Wasser fabelhaft hohe
Preise,
Die Landmarken von Jiddah sind für einen Fremden schwer aufzufinden.
Die Hügelkette, welche sich hinter der Ebene, in welcher die Stadt liegt, erstreckt,
ist so zerrissen und ungleich, dass es schwer hält, einzelne Bergspitzen zu er-
kennen, Der Berg Saddle ist noch der am leichtesten zu erkennende, ist aber
in der Sommerzeit gewöhnlich von Nebel eingehüllt. Die Stadt selbst ist von
See aus in der Regel von ausserhalb der abliegenden Untiefen zu sehen, wenn
man sich auf derselben Breite mit ihr befindet. Peilungen der Stadt genügen,
um ein Schiff in die Nähe der Baken zu führen.
Jebel Ruwadid. Der in dem nördlich der Stadt befindlichen Bergrücken
liegende Berg, welcher bei der Ansegelung von Süden gewöhnlich links von
der Stadt in Sicht kommt und das Ende einiger Ausläufer, die von dem
dahinter liegenden Gebirgsrücken sich nach Westen erstrecken, bildet, heisst
Ruwadid und muss zur Ansegelung innerhalb der Rocky-Bank benutzt werden;
aber auch dieser Berg ist grösstentheils in Nebel gehüllt.
Jebel Yemeniyah oder der Zuckerhut-Berg ist kegelförmig und liegt
in dem zweiten Gebirgsrücken hinter der Stadt, von welcher er 8 Sm entfernt
ist und OzN peilt. In dieser Richtung wird derselbe vielfach als Landmarke
benutzt; derselbe ist am besten zu erkennen, wenn man die Stadt zwischen Ost
und NO in Peilung hat, da er dann der nächste in die Augen fallende Kegel-
berg hinter den Häusern der Stadt ist.
JebelHaddäh oder Ab-ddr, auch Saddle-Berg genannt, ist der höchste
und am besten zu erkennende Berg des näher der Stadt liegenden Gebirgsrückens,
und da der höhere, hinter Mecca liegende Gebirgsrücken selten sichtbar ist, so
bildet er gewöhnlich die höchste Bergspitze, welche zu sehen ist. Dieser Berg
hat einen Doppelgipfel, mit einer dazwischen liegenden Vertiefung, dem Sattel,
ist 823m hoch und peilt Ost von der 19 Sm entfernten Stadt Jiddah,
Jebel Sannam oder Nipplepeak peilt SO%40 von der 10 Sm ent-
fernten Stadt und ist ein kleiner, aber gut zu erkennender pyramidenförmiger
Gipfel, weicher über einen flachen Berg hervorragt. Derselbe hat beinahe aus
allen Richtungen dieselbe Form und peilt von querab von dem Riff Musari 0'/N.
Jebel-el-Moyah liegt 4 Sın in WNW von Jebel Sannam und ist ein
niedriger, schwarzer, runder Berg, welcher das Südende des der Küste am
nächsten liegenden Bergrückens bildet. Er ist an seiner schwarzen Farbe zu
erkennen, welche um so mehr auffällt, da er am Ende der weissen Sandberge
liegt, welche sich an der Küste befinden.
Moschee’n. In der Stadt Jiddak sind drei Moschee’n, deren Minarets
von See aus zu sehen sind; von diesen sind die Minarets der nördlichen und
der südlichen Moschee die am meisten in die Augen fallenden. Das mittlere
Minaret, welches früher von den Seeleuten „Mark Minaret“ genannt wurde,
ist zur Hälfte von Häusern verdeckt und auch nicht so hoch, als die beiden
anderen. Diese Minarets sind in dieser Segelanweisung nicht mehr als Land-
marken benutzt worden.
Der Hafen von Jiddah verdient seiner Form nach vielleicht am
wenigsten, so genannt zu werden, aber er ist durch die vorliegenden Riffe so
gut geschützt, dass verhältnissmässig ruhiges Wasser in demselben ist, ganz
gleich, aus welcher Richtung die Winde wehen. Er ist ein schmaler Streifen
tiefes Wasser, welcher sich zwischen dem die Küste umfassenden Riffe und dem
nächsten der ausserhalb liegenden Riffe, welche unmittelbar das tiefe Wasser
begrenzen, in der Richtung Nord—Süd erstreckt. Die ausserhalb liegenden
Riffe bilden in einem Abstand von 10 Sm drei parallele Linien, welche sich in
der Richtung Nord—$Süd hinziehen und die Bucht von Ras Gahaz im Norden
bis Ras Aswad im Süden ausfüllen,
Ausser diesen Riffen existiren noch viele Bänke und Untiefen, zwischen
welchen sich Fahrwasser befinden, durch die ein Schiff unter dem Kommando
eines eingeborenen Lootsen einlaufen kann. Hier soll aber nur das betonnte
Fahrwasser mit seinen „Gateway’s“ beschrieben werden, das einzige, welches
ein Schiff auch ohne Lootsen mit Sicherheit benutzen kann.