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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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5. Die auf dem ganzen Gebiete 
zu geringen Regenmengen ausser in 
den südatlantischen und östlichen 
Golfstaaten, dem unteren Missourithal, 
den nördlichen Distrikten von Minne- 
sota und Michigan und an der Pacifi- 
schen Küste. 
5. Die überall! nahezu normale 
Niederschlagsmenge. Stärkere Nieder- 
schläge kamen vor am 2. und am 19, 
and 20., an welchen Tagen auch stellen- 
weiso Gewitter auftraten. 
Kleine hydrographische Notizen. 
i. Der Hafen von Sigri (Klein-Asien) hat nach einer Mittheilung 
des Korv.-Kapt. Wietersheim, Kommandant S. M. Aviso „Loreley“, einen 
vorzüglichen Ankergrund und bietet gegen jeden Wind hinreichenden Schutz. 
Die Einsegelung von Süden her ist ohne Gefahr leicht zu ermöglichen; gegen 
Mittag erreicht der Wind stets seine grösste Stärke. 
2. Die Buchten Levitatza und Mourtzo, Küste von Albanien. 
Der Kommandant des französischen Schiffes „Bouwvet“, Freg.-Kapt. Fitz- 
James, hat nach der „Annonce hydrographique“ No. 65, Paris 1879, Nach- 
stehendes über die im Kanal von Corfw belegenen Buchten Levitatza und 
Mourtzo berichtet, 
a) Bucht Levitatza.') Das nördliche Ufer dieser Bucht ist durch den 
Fluss Kalama versandet, weshalb man in ziemlicher Entfernung von ihm abbleiben 
muss; die Wassertiefen nehmen jedoch daselbst so allmählich ab, dass man 
es gut anlothen kann. Das südliche Ufer ist abschüssig, der Ankerplatz 
geräumig und hat gut haltbaren Grund. Da die Umgebung der Bucht öde ist, 
so wird dieselbe auch selten aufgesucht, Ein ausgedehnter Sumpf, in dessen 
Mitte sich zwei kahle Hügel erheben, schliesst diese Bucht von allen Seiten 
ein und verhindert jede Verbindung mit dem Innern des Landes. Als Zufluchts- 
ort ist diese Bucht ziemlich werthvoll, da die Schiffe an dieser Stelle des Kanals 
von Corfu gegen alle Winde geschützt sind. 
od) Die Bucht Mourtzo?) hat einen vorzüglichen Ankerplatz; die Ufer 
sind rein und steil abfallend, mit Ausnahme in der östlichen Einbuchtung an 
der Nordseite der Bucht, welche man deshalb auch gänzlich vermeiden muss. 
Der Ankergrund ist gut haltbar. 
Die Lebensmittel sind billig. Die Türken haben in dem kleinen Kanal, 
welcher die Insel San Nicolo vom Festlande trennt, ein Kohlendepot, welches 
ginen ansehnlichen Vorrath zu enthalten scheint. 
3. Der Aufenthalt im Hafen von Tschifu während des Winters 
wird nach einer Mittheilung des Korv.-Kapt. Becks, Kommandant S. M. Kbt. 
„Wolf“, als einigermassen gefährlich bezeichnet; die starken, fast fortwährend 
wehenden nördlichen Stürme bringen eine so starke See in den Hafen, dass den 
Schiffen häufig die Ankerketten brechen, oder dass sie vor den Ankern treiben 
and dann, oft rettungslos, zwischen die Felsen geworfen werden, In jedem 
Winter sollen auf diese Weise durchschnittlich 4—5 Schiffe scheitern. 
4. Bevölkerung und Handelsstatistik von Wladiwostock, (Aus 
den Reiseberichten S. M. S. „Prinz Adalbert“, Kapt. z. See, Mac-Loean.) 
„Die Bevölkerung hat sich seit dem Berichte der „Hertha“ vom September 1875 
nahezu verdoppelt. Wladiwostock hat nach letzter Zählung eine Einwohner- 
zahl von 8837 Seelen; davon sind männlichen Geschlechts 7933, weiblichen 
904. Die Vertheilung auf verschiedene Nationen ist folgende: Kussen, Offiziere 
und deren Familien 335, Soldaten und deren Familien 3485, freie Ansiedler 
1) „Adriatic Pilot“. London 1861, pag. 223. 
a. a OÖ, parı 224.
	        
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