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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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und. war dort-10%-N-Br. in‘ 30° W-Lg am 13. Juni, 20° N-Br in 37,7° W-Lg 
am 18, Juni, 30° N-Br ih 40,3° W-Lg am 26. Juni und 40° N-Br in 37,4° W-Lg 
am 1, Juli geschnitten: worden; * 
lad. ‘x fe 1787 CT af 
FA 45. “Reise "des Bremer Vollschiffes „Charlotte“, Kapt. €. Kautzner, 
„av .1-Bei kräftigem ‚Ostwinde, mit welchem drei Tage vorher auch die Weser- 
mündung: ‚verlassen: worden war, passirte am. 18. März 1880 das Vollschiff 
„Charlotte“ den Meridian von Zizard. Das von hier aus einen südwestlichen 
Kürs‘ verfolgende Schiff gelangte mit günstigem Winde bis unweit .43,8° N-Br 
in.17%:W-Lg. Hier wehte am 24. März ein kurzer Sturm aus Westen. Dann 
folgten anhaltend westliche und hoch nördliche Winde, bei denen nach Süden 
zur Passatregion abgehalten wurde: Schon südlich von 35° N-Br in 20,5° W-Lg 
{and man kräftigen..NE-Wind, der indessen in der Nähe von 28° N-Br und 
38° -W-Lg ‘noch wieder von südwestlichen Winden unterbrochen wurde. Als 
dann wieder. südlich gesteuert wurde, erhielt man in etwa 26° N-Br und 41° 
W-Lg. den eigentlichen Passat.‘ Derselbe zeigte sich aber in der Breite, in 
welcher: das. Schiff. nach Westen steuerte, nicht recht kräftig, und würde eine 
etwas südlichere.-Breite wahrscheinlich einen frischeren Passat ergeben haben. 
Beim Aufsteuern nach Norden gelangte „Charlotte“ am 24, April in 30,5° N-Br 
and 68;,2°, W-Lg wieder zur polaren Passatgrenze, und konnte dann der letzte 
noch vorliegende Theil der Reise bei vorherrschend südwestlichen Winden in 
rascher. Weise zurückgelegt werden. Am 28. April befang das Schiff sich in 
der Nähe-'des Kap ‚Henry. Die Reisedauer vom Kanale her betrug 41 Tage; 
während. derselben war 30° W-Lg in 30,2° N-Br am 2. April, 50° W-Lg in 
26,4° N-Br am 12, April, 60° W-Lg in 26,5° N-Br am 18. April und 70° W-Lg 
in. 31° N,Br am 25. April; ferner 40° N-Br in 17,8° W-Lg am 27. März, 
30° N-Br im 32° W-Lg am 2. April und zum zweiten Male 30° N-Br in 67,8° 
W-Lg am 23. April geschnitten worden. 
Während „Charlotte“ diese Reise auf der Passatroute vollendete, legte 
ein nach demselben Ziele bestimmter Mitsegler, das Bremer Vollschiff „Clara“, 
die Reise auf der Mittelroute zurück. Dieses Schiff verliefßs den Kanal am 
15. März, schnitt 50° W-Lg in 42,5° N-Br am 9. April und erreichte die 
Chesapeake-Bai am 25. April nach einer ziemlich stürmischen Reise von 41 Tagen. 
Kin anderer Mitsegler, das Bremer Vollschiff „George Washington“, 
welches, nach New-York bestimmt, den Kanal am 22. März verließ, schlug 
auch den direkten Weg ein; kreuzte 50° W-Lg in 43,1° N-Br am 12. April und 
gelangte zum Bestimmungsplatze am 24, April. Die Reisedauer dieses Schiffes 
war nur 33 Tage. 
Am 2. Juli befand sich die nach Bremen zurückbestimmte „Charlotte“ 
wieder auf offener See. Bei veränderlichen, meist jedoch aus westlicher Rich- 
tung wehenden Winden wurde diese Reise in ruhiger Weise ausgeführt, ohne 
dafs sich Erwähnenswerthes ereignete. 
Man überschritt 70° W-Lg in 37,4° N-Br am 4. Juli, 50° W-Lg in 
41,3° N-Br am 12. Juli und 30° W-Lg in 46,2° N-Br am 20. Juli, 
Am 28, Juli, nach 26tägiger Reise, kreuzte „Charlotte“ den Meridian 
von Lizard. 
7. Reise der Braker Brigg „von Roon“, Kapt. P. U. Koch. 
Am 11, Juli 1879, während einer Reise von Malaga nach Guyaquil, ver- 
liefs die Brigg „von Roon“ die Straflse von Gibraltar. Der frische Ostwind, 
welcher hier zur Zeit wehte, ging, ohne dafs eine Störung dabei beobachtet 
wurde, in den Passat über. Im Gebiete desselben wehte bis nach 25° N-Br 
hin beständiger kräftiger Wind, mit. welchem die Brigg einen Ost von den Kap 
Verdeschen Inseln führenden Kurs verfolgte. Schon in 15° N-Br und 22,1° 
W-Lg nahm der Passat ein Ende, und es folgten dann fünf Tage, an denen 
Windstille und leichte, unbeständige nördliche Briese herrschte, bevor man in 
11° N-Br und 21,8° W-Lg das Gebiet des westlichen Monsuns wieder erreichen 
konnte. Dieser letztere trat nur in sehr geringer Stärke auf; doch setzte die 
Strömung ziemlich stark nach Osten, und erreichte man, zum grofsen Theil als 
Folge der letzteren, als östlichsten Punkt 16,3° W-Lg in 5,6° N-Br. In der
	        
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