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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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Küste, von Itaparica ‚(bei Bahia, Brasilien) aufgefunden wurde, Der Zettel 
meldet: „An Bord Alles wohl“. Unter der bekannten Voraussetzung hat die 
Flasche in etwa 40 Tagen in der Richtung zw WNW®*%/4AW 485 Sm zurückgelegt. 
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" Die diesem Hefte beigegebene Karte der „Routen zwischen Australien, 
China und Japan“ stützt sich auf die Zusammenstellung und Diskussion der 
Reisen verschiedener Segelschiffe in den Jahren 1869—1873 zwischen diesen 
Ländern, welche Staff-Commander -Tizard von I. Br. M. S. „Challenger“ in der 
„Hydrographic Notice“ No, 7, 1875, London, veröffentlicht hat, und die wir in 
den „Ann. d. Hydr. etc.“, 1875, pag. 123—125, wiedergegeben haben. 
kb: 2 T 
Einladung. 
Bei der grofßsen Bedeutung, welche die Verbreitung von Wetterkarten 
durch die Tagespresse für das richtige Verständnifs eines Witterungs-Aussichten- 
Dienstes nachweisbar hat, war die Direktion der Deutschen Seewarte schon zur 
Zeit, als sie den telegraphischen Witterungs-Dienst aufnahm, darauf bedacht, 
eine Methode der Reproduktion solcher Wetterkarten in den Zeitungen zu be- 
sitzen und eventuell empfehlen zu können. Die Schwierigkeiten, welche sich 
der Anwendung einer solchen Methode entgegenstellten, sind nicht unerheblich 
und für jeden Fachmann einleuchtend, da es sich darum handelt, die druck- 
fertige Herstellung der Karte in einer sehr kurzen Zeit möglich zu machen, und 
zwar in einer solchen Weise, dafs der Abdruck in einer Zeitung, gleichgültig 
ob derselbe durch eine gewöhnliche Schnellpresse oder durch eine Rotations- 
presse geschehen soll, ohne besondere Vorrichtungen und von dem gewöhnlichen 
Drucker-Personal klar und übersichtlich ausgeführt werden kann, Als gröfster 
zulässiger Zeitraum für die Herstellung des Satzes der Karte (der Karten-Type), 
vom Zeitpunkte der Einlieferung der Zeichnung bis zum Einsetzen in die Druck- 
Formen gerechnet, wurden 45 bis 60 Minuten angenommen, indem bei gröfserem 
Zeitaufwande die Möglichkeit, die Karte rechtzeitig für Abendblätter herzu- 
stellen, immer geringer und dadurch der Vortheil mehr oder minder illusorisch 
werden mufste. 
Auf Veranlassung der Direktion beschäftigten sich mehrere namhafte 
Druckereien in Berlin und Hamburg mit Versuchen, die zur Auffindung einer 
solchen Methode führen sollten, und zwar in einigen Fällen mit erheblichem 
Erfolge. Da jedoch die durch diese Firmen ermittelten Verfahrungsweisen 
hauptsächlich auf der Methode des Aetzens und Herstellens der Cliches auf 
chemischem Wege beruhten, wofür aber in einer jeden Offizin, welche die Re- 
produktion der Karten aufzunehmen gedächte, eigene für die Operation geschulte 
Kräfte und die dazu erforderlichen Einrichtungen beansprucht werden müfsten, 
so glaubte die Direktion auf die verschiedenen diesbezüglichen, im Laufe der 
Zeit an sie gerichteten Anerbieten keine Rücksicht nehmen zu sollen, und zwar 
in der Hoffnung, ein einfacheres, in der Anwendung keine besonderen technischen 
Kenntnisse erforderndes Verfahren zur Verfügung zu erhalten. Diese Hoffuung 
arfüllte sich insofern, als der Königlich dänische Artillerie-Lieutenant a. D. Rung 
der Direktion ein Verfahren zum Kaufe aubot, vermittelst dessen die Wetter- 
karten der Seewarte, nachdem sie entweder in Hamburg, oder nach telegraphisch 
übersandtem meteorologischem Material, an irgend einem andern Orte konstruirt 
sind, für die Tagespresse innerhalb 45 bis 60 Minuten zum Drucke fertig gestellt 
werden können. . 5 V ; 
Dieses Verfahren der Reproduktion der täglichen Wetterkarten der Sce- 
warte in den Zeitungen wurde für das Gebiet des Deutschen Reiches von der 
Kaiserlichen Admiralität und dem Königlich preufsischen Ministerium für land- 
wirthschaftliche Angelegenheiten im Interesse der Verbreitung eines Verständ- 
nisses für das Wesen und die Ziele der ausübenden Witterungskunde durch die 
Tagespresse angekauft und wird den Redaktionen der deutschen Zeitungen, 
innerhalb des Gebietes des Reiches, unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
	        
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