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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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„7 11, Ueber die Plätze San Luis.d’Apra und Agada%,auf Guam-I, 
„(Marianen)- berichtet ‚der. Kommandant S. M. S. „Freya“, Korv.-Kapt. von 
„Hippel, daß es sich,‘ trotzdem ‚unter gewöhnlichen Verhältnissen die Ein- 
segelung und das Auffinden des Ankerplatzes in dem Hafen von San: Luis d’Apra 
‚nicht schwierig jst,. gleichwohl empfiehlt,. von AgaRna,.aus. einen Lotsen zu 
nehmen, der auf. ein gegebenes. Signal: an Bord kommt, da: die vorhandenen 
britischen Amiralitäts-Karten für manche. Stellen nicht ganz korrekt sind. So 
befindet sich :z. .B. zwischen..der ersten Bank.im Innern des Hafens und der 
die Einfahrt begrenzenden Untiefe Spanish Frigate shoal eine Untiefe, die, 
am Rande des.Fahrwassers liegend, .in den Karten nicht verzeichnet ist und 
daher den einsegelnden Schiffen . möglicherweise. gefahrbringend werden kann, 
um so. mehr, da auf ihr wie auf der Spanish Frigate shoal die See nicht immer 
brandet. S. M. S. „/reya“ fand beim Einlaufen auf beiden Stellen keine Spur 
von Brandung, während ‚beim. Verlassen des Hafens bei etwas höherer Dünung 
die See mit sehr, grofser Gewalt auf diesen Untiefen brach.. Bei westlichen 
Stürmen scheint der Hafen von San Luis d’Apra auch nicht ganz sicher zu 
sein, da in..diesem. Falle nur das ‚niedrige. Korallenriff allein Schutz bietet, und 
der Ankergrund, aus feinem Korallensand hestehend, auch nicht als ein guter 
zu bezeichnen ist... .Das Landen ist wegen der hohen Dünung und der die Küste 
überall einsäumenden Riffe nicht ohne. Schwierigkeiten zu bewerkstelligen; auch 
aus ‚diesem Grunde ‚empfiehlt es sich, einen Lotsen von Agana an Bord zu 
haben. ‚Für ‚einen kürzeren Aufenthalt bietet überhaupt die Rhede von Agana, 
‚pamentlich. im Sommer, viele Vortheile gegen San Luis d’Apra hinsichtlich der 
Ergänzung ‚des, Proviantes, , da. die. Verbindung mit dem Lande nicht.im min- 
desten beschwerlich ist und ein Schiff auf der Rhede sehr gut liegt. Nach 
Aussagen des Hafenkapitäns von Aga%a besorgen die Walfschfänger hier auch 
ihre Ausrüstung und laufen nur für einen längeren Aufenthalt in den Hafen von 
San Luis d’Apra ein. 
12, Das Bannen-Fahrwasser, an der Ostseite von Long-I. (zwischen 
dieser und König Wilhelm IV.- Land), im Mayne-Kanal, ist zuerst durch Lieut. 
Bannen von der „Chacabuco“ während der Vermessungsarbeiten derselben in 
den Fahrwassern an der Westküste von Patagonien*) aufgenommen und nach 
ihm benannt worden. 
Long-1.,*) deren Westseite von der „Nassau“ erforscht wurde, endigt in 
Kap Green. Nach den Untersuchungen des Kapt. Mayne könnte man zu der 
Annahme berechtigt sein, dafs auf der Ostseite dieser Insel kein befahrbarer 
Kanal sei. Dies ist ‘Jedoch nach der erwähnten Aufnahme nicht der Fall, denn 
es existirt ein solcher, der zwar eng, aber vollkommen rein ist. Die sich 
an die Aufnahme der „Nassau“ anschliefsende Untersuchung begann bei der 
Insel Zsthmus, also im Süden von Long-I., und endete bei Kap Green. 
Das Riff Vixen (s. Br. A.-K. No. 630, Tit. XII, No. 94) ezistirt nicht; *) 
an dieser Stelle befindet sich vielmehr eine grofse, fast senkrecht abfallende 
Sandbauk (Alc&rreca, uach einem Mitarbeiter von Lieut. Bannen bei diesen 
Aufnahmen benannt), durch welche das Fahrwasser bis auf 200m verengt wird. 
Letzeres ist vollkommen gerade und selbst für grofse Schiffe tief genug; diese 
müssen aber 20m von der Insel, welehe von Seetang umgeben ist, und ebenso 
weit von der Bank abbleiben, über welcher das Wasser eine gelbliche Farbe 
hat. Das Fahrwasser ist durch Long-I. vor den Winden aus dem dritten 
und vierten Quadranten vollkommen geschützt.‘ Späteren Beobachtungen mufs 
es vorbehalten bleiben, zu untersuchen, ob die Sanudbank sich mehr ausbreitet, 
oder an Ausdehnung verliert. Sollte der Mayne-Kanal versanden, wie man 
vermuthet, so würde das Bannen-Fahrwasser von grofser Wichtigkeit werden, 
denn es kürzt die Route ab und ist frei von Untiefen. Aufserdem bietet es 
für die Nacht oder bei einem starken Gegenwind einen guten Ankerplatz. Als 
solchen mufs man denjenigen Theil des Fahrwassers wählen, welcher zwischen 
der Insel Zsthmus und dem Südrande der Bank liegt. Diese Sandbank würde 
sich leicht und mit geringen Kosten durch Baken oder Bojen kennzeichnen 
1) Vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“, 1876, pag. 268; „The China Sea Directory“, Vol. IV, pag 118. 
%) Vgl. „Ann. d. Hydr. etc,“, 1880, pag. 355, 412, 460. 
3) S. „South American Pilot“, II, 1875, pag. 140. 
0 Vgl. „Nachr. f. Seef.“, 1879, No, 510.
	        
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