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4a te, tus u Port. du-Moule. auf Guadeloupe.
sk ml den “Bericht des Kapitän A! Bendrat vom Schiffe „Betty“.
AM) te / Mi “ (Mittheilung von der Deutschen Seewarte) A
#2 Am 11. Dezember 1879, Mittags, befanden. wir uns in etwa 50 Sm Ab-
stand von der Insel Deseada. Angesichts des zum Sturme. angewachsenen Ost-
windes und der. hohen- See aus NE, welche‘ ein Passiren der Barre von Port du
Moule nicht. gestatteten, sah ich mich zum Beidrehen genöthigt, um ein Besser-
werden des Wetters. und. eine Abnahme der See abzuwarten. Unter starkem
Segeldruck hielt ich das Schiff, südwärts bis Martinique und nordwärts bis
Montserrat stehend, an .der Luvseite der Antillen bis zum 16. Dezember. An
diesem. Tage liefs ich. auf den. Hafen zusteuern, fand aber. die ganze Küste der-
art mit hoher Brandung besetzt, dafs an ein Einsegeln nicht zu denken war,
und es verursachte num grofse Mühe, bei dem stürmisch und böig wehenden
Passatwinde und. den in schneller Folge heranrollenden Seen aus. Nord, welche
sich mit dem ‚östlichen Seegang kreuzten, das Schiff von der Küste klar
zu. halten. . ...
Am nächsten Tage, mit etwas ruhigerer See, liefen wir abermals vor
den Hafen; wir kamen so nahe heran, dafs wir mit dem Lande Signale wechseln
konnten, empfingen aber die Order, noch weiter die See zu halten, da die hohe
See auf der Barre das Einlaufen noch nicht gestatte.
_ Verhindert durch den fortwährend stürmisch wehenden Passat, konnten
wir den nächsten Versuch zum Einlaufen erst am 20. Dezember machen, mufsten
dann aber wieder das Aussegeln der in den letzten drei Wochen segelfertig
gewordenen Schiffe abwarten, und erst am nächsten Tage, nach 1ltägigem ge-
fährlichen Kreuzen gegen auflandigen stürmischen Wind, gelangten wir in den
Hafen. Das gleichzeitig mit „Betty“ einsegelnde französische Schiff „Zanzibar“
von Havre hatte seit dem 29. November, also 22 Tage, vor der Küste von
Guadeloupe gekreuzt, ohne eine Gelegenheit zum Einlaufen zu erhalten.
Beim Ansegeln von Port du Moule sieht man zuerst zwei hohe Schorn-
steine von den hinter der Stadt liegenden Zuckerfabriken, später als kenn-
bares Merkmal ein auf einem Berge links von Le Moule errichtetes schwarzes
Kreuz und unweit davon eine alte Flaggenstange. Kommt man dem Hafen
näher, so erblickt man die gröfstentheils aus Bretterhäusern bestehende Stadt
an der rechten Seite desselben, ungefähr 5m über Hochwasser liegend. Die-
selbe macht den Eindruck eines aus Baracken bestehenden Fischerdorfes. Rechts
vom Hafeneingange, wo die Küste einen scharfen, nach NO vorspringenden
Winkel bildet, ungefähr 50 Schritte von der Winkelspitze, steht ein hoher
Flaggenmast mit einer Stenge darauf. Von demselben werden die Signale, ob
ein Schiff in den Hafen segeln darf oder See halten ınufs, in folgender Weise
gegeben: Eine rothe Flagge vom Topp bedeutet, dafs das Einsegeln in den
Hafen verboten ist. Weht eine rothe Flagge halb Stocks, so soll sich das
Schiff in der Nähe der Küste halten, das Einsegeln kann dann noch vielleicht
im Laufe des Tages bewerkstelligt werden. KEine blaue Flagge mit weifsem
Quadrat in der Mitte zeigt an, dafs die Lotsen herauskommen werden, um das
Schiff einzubringen. Jedes Schiff erhält. zwei Lotsen. Links von dem Signal-
mast stehen zwei Bretterbuden und etwas weiter hin ein Bretterhaus, auf dessen
Dache ein Gestell errichtet ist, welches das Leuchtfeuer von Port du Moule
enthält. KEin gröfseres Bretterhaus, das. Wohnhaus des Hafenkapitäns, steht
links von dem Feuerhause. . Hinter diesen, ; etwas ‚nach rechts, sieht man die
Häuser der Stadt, von denen einzelne, hauptsächlich neuere, aus Backsteinen
erbaut sind.
Es kann vorkommen, daß ein Schiff, vor dem Hafen angelangt, die rothe
Flagge geheifst findet, sich aber nicht von der Küste frei kreuzen kann und
nun gezwungen ist, als einziges Rettungsmittel das Einlaufen in den Hafen zu
versuchen. Unter diesen Umständen bringe man den Flaggeumast, der für
einen Fremden die einzige, leicht kennbare Landmarke abgiebt, in die Peilung
S!/40 und steuere dann recht darauf zu, bis man an beiden Seiten die Korallen-
riffe sieht, die etwa einen Fufs über Wasser liegen, und auf welchen die See