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| Im Sügdatlantischen‘ Ocean herrschte‘ frischer“ kräftiger‘ Passat: bis näch
20° Süd hin. Südlich von' dieser Breite wurde. dor‘ Wind; Hauer“ und nicht weit
von 24° S-Br entfernt /erreichte- man’ die‘ polare Grenze des‘ Passats; “Kräftige
Nordwinde: wurden‘ südlich‘ derselben angetroffen, “und schließlich‘ kamen unweit
31° S-Br Westwinde durch; “die auf dem Wege Zum "ersten -Meridiähb” kaum wieder
unterbrochen: wurden. Am 41. Oktober‘ ging‘ „Germänia® in 415° S+Br.l’ Zur
östlichen Länge über. . Es. war die Strecke zwischen Linie und diesem Punkte
in 19 Tagen Zurückgelegt und auf derselben 10° S-Brin-25°*:W-Lgy' am 16. Sep-
tember, 20° S-Br in 27,6° W-Lg am 19. September und 30°. S+Br in; 20,8° W:L£
am 24. September überschritten worden, + * 44 08 X a
Zwischen 43° und‘ 44°"S-Br- Jiefs Kapt:Romberg' nach: Osten‘ ‘steuern:
Der südlichst6” Pünkt, welcher “erreicht ‘wurde, war. 44,1°S:Br in 67° O-Lg:
Man wurde fast“nur “von westlichen, auch nicht “zu-“stürmischen Winden‘ be
günstigt., Einer-raschen“ Fahrt: ungünstig ‘war die“ an ‘mehreren Tagen herr
schende geringe Stärke“ des: Windes; selbst Windstille‘ wurde‘“beobachtet. “Am
23. Oktober, 22 Tage später,“ als man östliche Länge erreicht“ hatte; ging
„Germania“ in 38,8° S-Br über den Meridian“vön“ 80° -Ost730X 3281 35) "ht
‘* Beim Aufsteuern‘ zum Passatgebiete wurden‘ meistehs günstige Westwinde
angetroffen,‘ doch‘ herrschten‘ auch ‘hier an“ mehreren‘ Tagen“ ganz‘ leichte‘ Winde
und Stile: Unweit 27° S-Br in -93° O-Lg' ging; “ohne "dafs eine Störung daber
eintrat, der‘ Uebergang: des" vorher "aus: SW wehenden Windes ih “den Passat
von statten.“ Anfänglich wehte‘ der letztere Wihd ‘nur in‘ geringer Stärke; bald
aber frischte er auf, und die‘ zwischen“ 25° und‘ 7,5° S-Br- liegende“ Streck&
durcheilte „Germania“ in: rascher Fahrt: “Durch eine Drehüng““des mälfsig
starken Windes von SE nach SW, welche unweit 6° S-Br in 93° O-Lg erfolgte;
entstand der, später ziemlich kräftig wehende uud von starker östlicher‘ Strömung
begleitete Westmonsun. ‘* Am- 9. November wurde: in 94,7°O-Lg “der Aequatör
überschritten, nachdem‘ vorher 30° S-Br in’ 92,5° O-Lg am 30: "Oktober; 20°“8:Br'
in 92,6° O-Lg am 2. November und 10°S-Br. in‘ 92,6° O-Lg am 5. November“
gekreuzt worden war, ©, VE A Mr
Unweit 2,5° N-Br in 94,9° O-Lg endete am 11; November der bis‘ dahin
noch mäßig starke WNW-Wind; und. anhaltende; meist“atis westlicher Richtung
kommende, oft von Stille unterbrochene ‘Mallung“. trat- an “dessen Stelle: Mit
Hülfe derselben gelangte „Germania“ am 17. November in Sicht von Pulo
Brasse. Nachdem dann bei leichten. westlichen Winden. die. Malakka-Strafse
durchsegelt: worden war, konnte die Bark am 25. November auf der Rhede von
Singapore den Anker fallen lassen;- Die: Reisedauer: von 50° N-Br-bis zum
Hafen war 112, bis zur-NW-Spitze Sumaträs 104 Tage. 7“ 5
Kapt. Romberg bemerkt am Schlusse der Reise, dafs er zwei englische
Schiffe in Singapore antraf, welche‘ durch Sunda-Strafse und Sunda-See nach
Singapore gefahren: waren; die Reisen derselben von‘ Arjer‘ bis Bestimmungs-
hafen waren 38 und 36‘ Tage. 2 .
Von Singapore versegelte „Germania“ näch‘Bassein, und diesen letzteren
Platz verliefs das nun mit Reis beladene Schiff‘’am‘ 21, Februar 1880, um nach
Bremen zurückzukehren. “Der nur bis‘ auf" geringe: Entfernung von der Küste
aus NW wehende Wind veränderte ‚schon‘ unweit 15° N-Br seine Richtung nach
NE, und: bei” mäfsigem beständigem‘ Monsun' segelte die Bark dann südwärts.
Südlich von‘ 5,5° N-Br-in.88,5° O-Lg wurde der‘ Wind flau- und unbeständig,
in dieser‘ Weise “anhaltend ‚bis‘ zu der “am'2,"März in 86,9° O-Lg erreichten
Linie. - Man überschritt dieselbe‘ bei ‚leichtem; “östlichem Winde, gerieth dann
aber bald in ein‘ Gebiet der anhaltenden‘ Stille und leisen‘ Mallung,: welches zu
durchkreuzen nicht weniger als‘18 Tage erforderlich waren. Erst in 9,2° S-Br
und 85;7° O-Lg-endete‘ dassölbe; “doch * war “dann der. hier “durchkommende
SE-Passat wieder für längere Zeit nur‘ seht “schwach. Von 13° S-Br in 84°
O0-Lg ab begünstigte kräftiger Wind die‘ Fahrt, "und eilte das Schiff, dessen
Segelfähigkeit” durch ‘das Anwachsen‘ des! eisernen‘ Schiffsbodens- während der
langen Stille ’anscheinend-jedoch schon bedeutend gelitten hatte, dann ziemlich
rasch nach Wosten: Westlich von“68°"O-Lg“ nahm“ der‘ Passat ‚bedeutend an
Stärke ab, und unweit 25° S-Br in‘ 64°. O-Lg‘ wurde am 1. April das Gebiet
des Passats verlassen. Später wurden zoch wiederholt, längere Zeit herrschende,
frische Ostwinde angetroffen, aber andererseits war auch das Auftreten sehr