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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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| Im  Sügdatlantischen‘ Ocean herrschte‘ frischer“ kräftiger‘ Passat: bis näch 
20° Süd hin. Südlich von' dieser Breite wurde. dor‘ Wind; Hauer“ und nicht weit 
von 24° S-Br entfernt /erreichte- man’ die‘ polare Grenze des‘ Passats; “Kräftige 
Nordwinde: wurden‘ südlich‘ derselben angetroffen, “und schließlich‘ kamen unweit 
31° S-Br Westwinde durch; “die auf dem Wege Zum "ersten -Meridiähb” kaum wieder 
unterbrochen: wurden. Am 41. Oktober‘ ging‘ „Germänia® in 415° S+Br.l’ Zur 
östlichen Länge über. . Es. war die Strecke zwischen Linie und diesem Punkte 
in 19 Tagen Zurückgelegt und auf derselben 10° S-Brin-25°*:W-Lgy' am 16. Sep- 
tember, 20° S-Br in 27,6° W-Lg am 19. September und 30°. S+Br in; 20,8° W:L£ 
am 24. September überschritten worden, + * 44 08 X a 
Zwischen 43° und‘ 44°"S-Br- Jiefs Kapt:Romberg' nach: Osten‘ ‘steuern: 
Der südlichst6” Pünkt, welcher “erreicht ‘wurde, war. 44,1°S:Br in 67° O-Lg: 
Man wurde fast“nur “von westlichen, auch nicht “zu-“stürmischen Winden‘ be 
günstigt., Einer-raschen“ Fahrt: ungünstig ‘war die“ an ‘mehreren Tagen herr 
schende geringe Stärke“ des: Windes; selbst Windstille‘ wurde‘“beobachtet. “Am 
23. Oktober, 22 Tage später,“ als man östliche Länge erreicht“ hatte; ging 
„Germania“ in 38,8° S-Br über den Meridian“vön“ 80° -Ost730X 3281 35) "ht 
‘* Beim Aufsteuern‘ zum Passatgebiete wurden‘ meistehs günstige Westwinde 
angetroffen,‘ doch‘ herrschten‘ auch ‘hier an“ mehreren‘ Tagen“ ganz‘ leichte‘ Winde 
und Stile: Unweit 27° S-Br in -93° O-Lg' ging; “ohne "dafs eine Störung daber 
eintrat, der‘ Uebergang: des" vorher "aus: SW wehenden Windes ih “den Passat 
von statten.“ Anfänglich wehte‘ der letztere Wihd ‘nur in‘ geringer Stärke; bald 
aber frischte er auf, und die‘ zwischen“ 25° und‘ 7,5° S-Br- liegende“ Streck& 
durcheilte „Germania“ in: rascher Fahrt: “Durch eine Drehüng““des mälfsig 
starken Windes von SE nach SW, welche unweit 6° S-Br in 93° O-Lg erfolgte; 
entstand der, später ziemlich kräftig wehende uud von starker östlicher‘ Strömung 
begleitete Westmonsun. ‘* Am- 9. November wurde: in 94,7°O-Lg “der Aequatör 
überschritten, nachdem‘ vorher 30° S-Br in’ 92,5° O-Lg am 30: "Oktober; 20°“8:Br' 
in 92,6° O-Lg am 2. November und 10°S-Br. in‘ 92,6° O-Lg am 5. November“ 
gekreuzt worden war, ©, VE A Mr 
Unweit 2,5° N-Br in 94,9° O-Lg endete am 11; November der bis‘ dahin 
noch mäßig starke WNW-Wind; und. anhaltende; meist“atis westlicher Richtung 
kommende, oft von Stille unterbrochene ‘Mallung“. trat- an “dessen Stelle: Mit 
Hülfe derselben gelangte „Germania“ am 17. November in Sicht von Pulo 
Brasse. Nachdem dann bei leichten. westlichen Winden. die. Malakka-Strafse 
durchsegelt: worden war, konnte die Bark am 25. November auf der Rhede von 
Singapore den Anker fallen lassen;- Die: Reisedauer: von 50° N-Br-bis zum 
Hafen war 112, bis zur-NW-Spitze Sumaträs 104 Tage. 7“ 5 
Kapt. Romberg bemerkt am Schlusse der Reise, dafs er zwei englische 
Schiffe in Singapore antraf, welche‘ durch Sunda-Strafse und Sunda-See nach 
Singapore gefahren: waren; die Reisen derselben von‘ Arjer‘ bis Bestimmungs- 
hafen waren 38 und 36‘ Tage. 2 . 
Von Singapore versegelte „Germania“ näch‘Bassein, und diesen letzteren 
Platz verliefs das nun mit Reis beladene Schiff‘’am‘ 21, Februar 1880, um nach 
Bremen zurückzukehren. “Der nur bis‘ auf" geringe: Entfernung von der Küste 
aus NW wehende Wind veränderte ‚schon‘ unweit 15° N-Br seine Richtung nach 
NE, und: bei” mäfsigem beständigem‘ Monsun' segelte die Bark dann südwärts. 
Südlich von‘ 5,5° N-Br-in.88,5° O-Lg wurde der‘ Wind flau- und unbeständig, 
in dieser‘ Weise “anhaltend ‚bis‘ zu der “am'2,"März in 86,9° O-Lg erreichten 
Linie. - Man überschritt dieselbe‘ bei ‚leichtem; “östlichem Winde, gerieth dann 
aber bald in ein‘ Gebiet der anhaltenden‘ Stille und leisen‘ Mallung,: welches zu 
durchkreuzen nicht weniger als‘18 Tage erforderlich waren. Erst in 9,2° S-Br 
und 85;7° O-Lg-endete‘ dassölbe; “doch * war “dann der. hier “durchkommende 
SE-Passat wieder für längere Zeit nur‘ seht “schwach. Von 13° S-Br in 84° 
O0-Lg ab begünstigte kräftiger Wind die‘ Fahrt, "und eilte das Schiff, dessen 
Segelfähigkeit” durch ‘das Anwachsen‘ des! eisernen‘ Schiffsbodens- während der 
langen Stille ’anscheinend-jedoch schon bedeutend gelitten hatte, dann ziemlich 
rasch nach Wosten: Westlich von“68°"O-Lg“ nahm“ der‘ Passat ‚bedeutend an 
Stärke ab, und unweit 25° S-Br in‘ 64°. O-Lg‘ wurde am 1. April das Gebiet 
des Passats verlassen. Später wurden zoch wiederholt, längere Zeit herrschende, 
frische Ostwinde angetroffen, aber andererseits war auch das Auftreten sehr
	        
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