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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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arreicht war, kräftigen. beständigen: Passat. Unweit 4° S-Br sank‘ derselbe 
wieder zur flauen Briese herab, und bei solcher wurde am 30. Mai in 29,9° W-Lg 
der Aequator überschritten. Man hatte die Strecke zwischen Kap Horn und 
Linie in 31 Tagen zurückgelegt und auf derselben 50° S-Br in 51,5° W-Lg am 
3."Mai, 40° S-Br‘ in: 39,5° W-Lg am 8, Mai, 30° S-Br in 34,4° W-Lg am 
12. Mai,“ 20° S-Br in‘ 34° W-Lg am 19. Mai und 10° S-Br in 32° W-Lg am 
25. Mai gekreuzt."0: u \ 
 * In nördlicher Breite ging der in der Nähe von 1° Nord wieder zur 
kräftigen‘ Briese aufgefrischte Wind durch Drehen nach NE in den Passat über, 
ölme dafs dieser -Uebergang durch Mallung- oder Stille bezeichnet wurde. 
Zwischen 12,5° und 26,5° N-Br traf man im Gebiete desselben den kräftigsten 
Wind, und uuweit 30° N-Br in 39° W-Lg überschritt „Apnoll“: dessen polare 
Grenze, — Der leichte Wind drehte hier ganz allmählich nach SE, Süd und 
SW, ünd' bei : fäst ununterbrochen aus westlicher Richtung wehenden Winden 
konnte der letzte Theil der Reise zurückgelegt werden. Am 27. Juni ankerte 
„Apoll“ auf der Rhede von Falmouth nach 111tägiger Reise von San Blas ab. 
Der zwischen Linie >and Kanal. liegende Theil der Reise war:in 28 Tagen 
zurückgelegt‘ und! dört ' 10° N-Br in 30,8° W-Lg am 4. Juni, 20° N-Br in 
37° W-Lg am 8. Juni, 30° N-Br in 38,8° W-Lg am 12. Juni und 40° N-Br in 
30,8° W-Lg am’ 17. Juni geschnitten worden. 
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44. Reise der Bremer Bark. „Madeleine Rickmers“, Kapt. Joh. Budelmann. 
"4 Am'26. August 1879 befand sich die auf einer Reise von Cardiff nach 
Singapore‘ begriffene Bark „Madeleine Rickmers“ unweit 46,5° N-Br in 9° W-Leg. 
Bei umlaufenden Westwinden, die vom 28. August an das Einhalten eines Süd- 
kurses erlaubten, wurde von jenem Punkte aus südwärts gesegelt, Unweit 
44° N-Br in 13,5° W-Lg drehte der flau gewordene Wind von NW durch Nord 
näch NE und nahm dann rasch an Stärke zu. Als man, von ihm geführt, die 
Nähe von 34° N-Br erreicht hatte, drehte der wieder schwächer auftretende 
Wind nach NW zurück, schliefslich aber in etwa 31,5° N-Br und 19,5° W-Lg 
abermals durch Nord: nach NE und wurde nun zum regelmäßigen Passat. 
Zwischen 25° und 15,5° N-Br entwickelte dieser letztere Wind seine gröfste 
Stärke. Südlich von dem‘ letzteren Parallel wurde er allmählich schwächer, 
bis er endlich in 11° S-Br und 26,4° W-Lg, wo für einen Tag Windstille 
herrschte, endete. : In 10,8° N-Br kam der SW-Monsun durch, welcher, beständig 
and in mäßiger Stärke auftretend und zusammenwirkend mit östlicher Strömung, 
das über B. B.-Bug segelnde Schiff nach 18,7° W-Lg in 3,5° N-Br führte. Hier 
wurde am 22. September gewendet, südwestwärts gesegelt und am 25. September 
in 23,4° W-Lg der Aequator überschritten. Man hatte in nördlicher Breite 
40° N-Br in 16,5° W-Lg am 1. September, 30° N-Br in 20° W-Lg am 5. Sep- 
tember, 20° N-Br in 25,1° W-Lg am 9. September und 10° N-Br in 25,7° W-Lg 
am 15. September gekreuzt. 
Im Südatlantischen Ocean war der Passat anfänglich noch sehr schral 
und flau. Man mufste 4° S-Br überschreiten, bevor kräftiger beständiger Wind 
angetroffen wurde, Südlich von 15° S-Br nahm die Windstärke wieder ab, und 
anweit 17,5° S-Br in 28° W-Lg fand man die polare Grenze des Passatgebietes. 
Auf einen Tag anhaltende Stille und Mallung folgte später.aber noch wieder 
für längere Zeit südöstlicher Wind, und erst südlich von 30° S-Br kamen 
kräftige durchstehende Westwinde: durch, mit denen „Madeleine Rickmers“ am 
[8. Oktober in 38,2° S-Br von‘ westlicher: in. östliche Länge überging. Der 
18. Oktober war der 23ste südlich von der Linie verbrachte Tag, und während 
dieser Zeit hatte die Bark 10° S-Br in 28,8° W-Lg am 29. September, 20° S-Br 
in 30° W-Lg am 5. Oktober und 30° S-Br in 30°: W-Lg am 9. Oktober ge- 
schnitten. 
Beim Ablaufen der Länge hielt man sich gewöhnlich zwischen 40° und 
41° S-Br, wo fast nur westliche, nicht stürmische Winde angetroffen wurden. 
An einigen Tagen herrschten hier auch östliche Winde, doch konnte bei denen, 
da sie meist aus hoch nördlicher Richtung kamen, noch ganz befriedigender 
Fortgang erzielt werden. Ungünstig waren eigentlich nur die an zwei Tagen 
beobachteten flauen südöstlichen Winde, welche unweit 77° O-Lg angetroffen
	        
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