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Die Rhede ist. gegen SE durch. Süd bis NW wehende Winde, desgleichen
gegen nordöstliche Winde geschützt, obgleich bei Hochwasser die vorliegenden
Riffe nicht unbedeckt sind. und die Wellen leicht über dieselben hinweg brechen.
Die Stelle der Rhede, auf welcher „Luise“ ankerte, ist den Winden aus Nord
and von ESE-—-ENE vollständig ausgesetzt. Der Hauptnachtheil der Rhede
besteht darin, dafs-kein Feuer, überhaupt für die Nacht kein Merkmal sicht-
bar/ist, um dieselbe verlassen zu können, wenn es nöthig wird, da bei der
Kkohen, überall brechenden Brandung ein solcher Versuch im höchsten Grade
gefährlich wäre. :
„u 5 Der Ankergrund ist gut. Würden die beiden Riffe „Point- und Great
Reef“ verbunden und der Zwischenraum zugeschüttet, sowie ein kleiner Wellen-
brecher gegen Nordwinde gebaut, was leicht zu bewerkstelligen wäre, so würde
der Hafen vorzüglichen Schutz gewähren. )
Die Stadt Tamatave, Hauptsitz der Europäer, 22 an Zahl, davon 4 Deutsche,
macht nur den Eindruck ‘eines Dorfes. Die Strafsen sind. ungepflastert. Die
Häuser sind sämmtlich von Holz und mit Ausnahme einiger zweistöckigen, in
denen‘ die wenigen Europäer wohnen, nur elende Holz- oder Bambushütten, in
denen die Bewohner, worunter viele Sklaven, eingepfercht sind. ;
Rogelmäfsige Strafsen sind nur in dem von den Europäern und Creolen
bewohnten: Theile vorhanden. Die: Gärten und Felder sind wenig kultivirt.
Zur Verproviantirung von Schiffen eignet sich Tamatave nicht, da weder Kohlen
noch sonstige Vorräthe in genügender Menge vorhanden sind; frisches Fleisch
und: Brot ist dagegen stets zu erhalten.“
3... Wassertemperaturen im Agulhas-Strom und an der Südküste von Afrika,
A „I... gemessen vom 31. August bis 9. September 1880.
1 Den in: diesen Tagen an Bord der „Lwise“ zweistündlich angestellten
Beobachtungen der Wassertemperaturen an der Oberfläche entnehmen wir im
Auszuge nachstehende Angaben mit Hinzufügung der Mititagspositionen und der
binnen 24 Stunden beobachteten Stromversetzung.
Diese letzteren sind:
Datum ı Mittagsposition Stromversetzung
1880 S-Pr O-Le Pichtung ! Sm in 24h
Aug. 31 04T „4° 997 SU°W | 40
Sept. ? 1° 14' 320 27’ 578° W 55
30 3 29° 55' N28°E Oö)
A049 27° 40’ 545° W »2
515 26° 57 516° W 34
x 26° 15’ 526° W 40
919 | 25° 20 | N 83° W 5,3
> 0 23° 38’ N67°E 12,4
ö>4 0 19°42' ‚ S87°W 38
"a, m. Phede von Simonstown.
1 1889
Aug. 5!
Sept.
Wassertemperaturen an der Oberfläche °C.
x a. m, ' Mittag | dlp. m. | SW 4m. Bemerkungen .
Li n—
) ‚OR a, m.: 19,5; 10b-p. m. : 19,7.
6b a. m.: 20,5
Ob a. m.: 20,0
-Ob p. m.: 20,2
Qhp.m.: 17,5; 6hp.m.:17,1
Oba.m.:17,5 ;
3b a. m.: 18,35. 6b p. m.: 20,0
2b 8, m. : 15,6
Mıa m. 1A
ha. m.
19,8
‚9,7
0,5
30,7
az
HE
Beachtenswerth ist die plötzliche Abnahme der Temperaturen in den
ersten Nachmittagstunden des 5. September, als das Schiff in den kalten Küsten-
strom der Südküste Afrika’s eintrat. Die Beobachtungen vom 8. und 9. Sep-
tember zeigen, dafs der Agulhas-Strom auch im September nicht die Simonsbati
erreicht, wie es für den Monat December die Messungen des „Challenger“
i, J. 1873 nachgewiesen haben. (S. Hydr. Mitth. 1874, pag. 264.)