555
Der «Einflufes der Fortbewegung ‘des Centrums: *charakterisirt- Sich also
jedenfalls durch::Zunahme der: Windstärke :and. des: Richtungswinkels “hinter
dem Centrum iJisc 4 ste aß ebd © Se 5 uOR
Wir ‚wollen: jetzt versuchen; in! der Kürze“ die!Art'und- Weise: der Luft-
bewegung in/jeinem” Teifun.-zu:, veranschaulichen, wie“ sie den verschiedenen
Regeln entspricht (s. Taf. II, Fig. 5—8). Figur 5 setzt einen komstahten
Richtungswinkel- von 8; Strich voraus, Figi:6 jeinen ebensolchen: von; 40 Strich.
Verbindet man ;einen beliebigen‘ ;Pankt:&: der Kurven 75 hund ‚6 mit ‚dem
Centrum und: legt: durch ‘a: eine: Tangente; welche die: Windrichtung: für: den
betreffenden‘: Punkt: a der: -Kurre vorstellt, sow ist:.der“ Winkel da 6immer
8 resp. 10 Strich. In einem stationären: Teifun: (Fig; 7)> denken wir uns ‘hach
der Tabelle:A:. und; den: Ergebnissen zus dem“ vorliegendeh. und dem Teifun vom
September 1878 die. Lufttheilchen:z an: der:äufsersten Grenze? mit geringer Ge-
schwindigkeit auf. das Centrum’ zueilend :(Richtungswinkel 16 Strich), auf ihrem
weiteren. Wege. .gehen dieselben }mit zunehmender Geschwindigkeit in. Spiral-
linien: von ähnlicher. Form . wie‘ in Fig 6. über: (Richtungswinkel: 1210: Strich),
die sich aber in .der Nähe des:Centrums mit: derhöchsten: Windstärke‘ mehr: der
Kreisform ‚nähern. -(Richtungswinkek 9 Strich)!>X Tabell@! Ars'wird etwa” durch
Fig. 8 dargestellt. Das Centrum‘ bewegt "sich in,“ der‘ Richtung “des Lprofsen
Pfeiles nach :&, während die Lufttheilchen «auf; den: verzeichneten: hund ähnlichen
Bahnen’ den; Weg von dem: Umfang: nach: dem Centrum: verfolgen, 4) Diei:mit NE
und NW ‘bezeichneten Kurven in . Fig.” 7: werden in Fig. “81 werkürzt, die
NE-Kurve-aufserdem nach N ausgebogen; die. SE- und SW Kurven: von- Fig: 7
werden dagegen in Fig. 8 verflacht‘ and: "ausgezogen; u die. Windstärke‘,” 1ns-
besondere die der SW-Kurve, nimmt. zu. NN a7 bh TU GAUIE SLOT AHISE
Wollte man: die Acht-, Zehn: (und‘“Zwölf) --Strich-Regel:kombiniren;t um
Fig. 8 kurz auszudrücken, so: würde‘ die kombinirte:Rogel lauten: .;Voridem
Centrum 8, neben demselben 10 :und. hinter demselben:12 Strich;“1:Die
Form der NE-Kurve in Fig; 8 erklärt; # wie: vor;-dem“ Centrum’ "noch: kleinere
Richtungswinkel als 8 Strich vorkommen \*könneni!-Stellen wir ‚uns‘ vor; dafs die
Einsattelung der NE-Kurve noch“-stärker "ausgeprägt: sein kann,>:so. wird ein
Schiff S etwa SE-Wind beobachten; Dieselbe‘ Kurve,“ in der “Richtung E-—=W
beweglich gedacht und überein Schiff S‘-hin: und her gehend, zeigt; ) wie ein
Schiff vor dem Centrum einen: Wechsel::des Windes von mehreren: Strichen ‘be-
obachten kann; ohne ‚dafs eine entsprechende: Verschiebung: des: Centrums 'statt-
findet. Der Figur entsprechend hat S“.etwaE-Wind;’ rückt der Sattel‘ weiter
nach E, so dreht sich der Wind für: S‘“ nach ESE;-geht-der.-Sattel.nach W, so
dreht sich der Wind für S‘ nach ENE. oder‘ garnach NE. «Die Linie gleicher
Windstärke & liegt excentrisch‘ und: schliefst- den‘ -gröfsten‘ Theil bei der SW-,
den kleinsten Theil bei der NE-Kurve ein: uldusd 07 06400 0 we . ,
Ob unter Umständen auch die Winde in der Gegend von d auf der SE-
Kurve gerade auf das Centrum zu:wehen, geht bis jetzt aus .den Beobachtungen
in Teifunen noch nicht hervor, scheint‘ mir aber unwahrscheinlich, da die im
Kielwasser: des. Centrums au der..rechten Seite nächdrängenden Luftmassen der
SW-Kurse.die-Tendenz haben werden, ; die SE-Kurve: bei .d vom Centrum ab
und vorwärts. zu "drängen; 4. } sa 4 un
‚Inwieweit: Fig. 8; die; sich. :aüf Beobachtungen‘ eines anderen Teifuns
stützt, auch für: den Prinz Adalbert*-Teifun gültig ist, :1äfst sich aus Taf. I,
Fig. 2, erkennen, wo die Windbeobachtungen von acht Schiffen.der Richtung
und Stärke‘ nach und’ in ihrem richtigen: Abstand rom. Centrum verzeichnet sind. ‘)
Der „Pioneer“ and‘ „Richmond“: waren: während der ganzen Periode im Hafen,
„Otomi“ zum: Theil, .die :übrigen Schiffe allein Sees. A
We ya ao E00 20015 8A LO AEGLO
Ca en N HH hir anal Laos A Zen SE
1) Da’ es eine endlose Arbeit sein ‚würde, ‚die ‚Distanzen. von dem Centrum in jedem einzelnen
Falle mit dem Zirkel zu messen. und aufzutragen, wurde. bei Anfertigung von Fig. 2 u. 3 in folgender
Weise verfahren, ‚Auf einen : durchscheinenden Bogen‘ Papier” wurde das Centrum ‚verzeichnet, . die
N—S- und E—W-Linie: durch ‘das Centrum gezogen und nun: dieser Bogen, wenn eine Windbeobach-
tung vom 12. Sept. 4 p. eingetragen werden sollte, so auf die Hauptkarte gelegt, dafs das Centrum des
Oelpapiers das Centrum in der Hauptkarte am 12. 4 p. deckte, und das Papier orientirt; dann wurde
äber dem entsprechenden Schiffsorte der Wind eingezeichnet und das Oelpapier für die nächste
Beobachtung auf die nächstfolgende entsprechende Position des Centrums weiter verschoben. Die
Figuren 1, 2 und 3 haben deshalb denselben Mafsstab.
14
Ann. d. Hydr., 1880, Heft XIX (November}