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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

HEO 
383. 
34, 
35, 
% 
7 
Shiriya Saki, L., Herr Ito d. G. dA. Herrn 
Vosshafu Saki, I, Herr Tanimoto | Jas Mac Ritchie, 
Vemuro, L., Herr Nakamura Chef-Ingenieur d. Leuchtf,-Amtes. 
Hakodate, O., Herr A. Shibuya } d, G. d. Herrn 
Sapporo, :O., Herr N. Fukusi | ‚ N. Fukusi, . 
Rumoi, O., Herr J. Kimura Chef der Hokkaido-Aufnahme, 
Zikawei, O., Herr P. M. Dechevrens, 8. J. Director. 
Manila, O., Herr R. P. Faura, $S..J. Director. 
Nagasaki, O., Herr S. Takehayashi, 
Hiroshima, O., Herr K. Sasaki. 
Wakayama, O., Herr D, Sumiya, 
Zeitungsberichte, 
Zum Anhang: 
45. D. „Toyoshima Maru“, Kapt. J. C. Hubbard. 
x, 
40, 
4, 
42, 
BB. 
44. 
Die Bahn dieses Teifuns ging im Allgemeinen von Süd nach Nord (siehe 
Taf. I, Fig. 1); das Centrum befand sich am 10, September um Mittag höchst wahr- 
scheinlich in der Nähe der Bonin-Inseln, am 13. auf der Höhe des südöstlichen 
Winkels von Nippon, erreichte in der Nacht vom 14. auf den 15. das Ochotski- 
sche Meer, die beiden östlichen Halbinseln Yezo’s abschneidend, und theilte sich 
am 16. September, um einen geläufigen, aber hier nicht ganz zutreffenden Aus- 
druck zu gebrauchen, in zwei Aeste. Genauer könnte man den Vorgang etwa 
folgendermafsen ausdrücken: Während die ursprüngliche oder erste barometrische 
Depression am 15. September Nachmittags an der Ostküste von Saghalin 
einen nördlichen Kurs verfolgte, in der Nacht vom 15. auf den 16. mehr nach 
NNE ging oder auch ganz verschwand (beide Annahmen sind nach dem vor- 
handenen Beobachtungsmaterial zulässig), bildete sich am 16. September früh 
im östlichen Thoile des Ochotski’schen Meeres, noch innerhalb des weiten Ge- 
bietes niedrigen Druckes, welches die ganze Breite des genannten Meeres ein- 
aahm, eine zweite Depression. Letztere, deren Centrum der Windstärke wegen 
sbenfalls als Sturmcentrum zu bezeichnen ist, entwickelte sich etwa 300 Sm süd- 
östlich von der ersten, bewegte sich erst mit geringer, später mit zunehmender 
Geschwindigkeit nach Ost, passirte gegen Abend das Süd-Kap von Kamtschatka 
ud folgte im Stillen Ocean während der Nacht der SE-Küste dieser Halbinsel. 
Ks bedarf wohl kaum der Erwähnung, dafs hier barometrische Depression, 
Wirbelsturm und Teifun nur verschiedene Ausdrücke für dieselbe Erscheinung 
3zind; ersterer ist der allgemeinste, entspricht also auch dem Fall, wo Winde 
um ein barometrisches Minimum wehen, ohne die Stärke eines Sturmes zu er- 
reichen; beim zweiten Ausdruck tritt die weitere Bedingung hinzu, dafs die 
Winde Sturmstärke erreichen; der dritte Ausdruck bezeichnet endlich einen 
Wirbelsturm in den chinesischen oder japanischen Meeren, ist also an diese 
Meerestheile gebunden. Wir werden übrigens weiterhin einen beträchtlichen 
Unterschied in der Form unseres Sturmes in den japanischen Gewässern und 
im ÖOchotski’schen Meere kennen lernen. 
Die Positionen des Centrums bis zum 12. und 13, September konnten 
aur annähernd bestimmt werden, da es an genügenden Windbeobachtungen 
fehlte; Bemerkungen über den Seegang, welche sich in mehreren Logbüchern 
finden, mufsten deshalb zu Rathe gezogen werden. Ein Beispiel wird am besten 
die Art und Weise erläutern, in welcher diese Notizen benutzt wurden. 
Das amerikanische Segelschiff „ Alexander Mc Neil“, Kapt. Sproul (22), ') 
fand am 12. September in etwa 27° N-Br und 158° O-Lg hohen Seegang von 
West, Wenn man die Geschwindigkeit, mit welcher sich eine schwere Dünung 
fortpflanzt, zu rund 400 Sm per Tag veranschlagt, so mufste am 11. September 
400 Sm, oder am 10. 800 Sm weiter westlich von der Position des Schiffes am 
12, September aus gerechnet ein Weststurm geweht haben. Eine einzige der- 
artige Beobachtung hat natürlich nur geringen Werth, hauptsächlich wegen der 
Unsicherheit in der angenommenen Geschwindigkeit der Dünung von 400 Sm 
and wegen mangelnder Kenntnis des Alters derselben; aber eines läfßfst sich mit 
y Arabische Zahlen in Klammern geben die Nummer der oben mitgetheilten Liste.
	        
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