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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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A AERO nr 2 NE 
8, M. S. „Bismarck“, Kapt. z. See Deinhard, in den Bereich der linken Seite 
eines von Norden nach Süden fortschreitenden Wirbelsturmes, Dem von dem 
Kommandanten des Schiffes eingesendeten Journalauszuge der (am 10. Februar 
von 3!" a.:m bis 10* p. m. halbstündlich . angestellten) Beobachtungen von 
Wind und Luftdruck entnehmen wir-nachstehende Angaben. 
Die Positionen des. Schiffes. waren Mittags am 9. Februar 24° 0,9‘ S-Br 
und 169° 10,2‘ O-Lg, am 10. Februar 24° 25’ S-Br und 166° 33‘ O-Lg. Die 
Richtung und Stärke..des Windes sowie der Luftdruck, gemessen an einem 
Aneroid- und. einem Quecksilber-Barometer (aber ohne Angaben, ob reducirt 
oder nicht) während dieses Wirbelsturmes sind nach den Aufzeichnungen des 
„Bismarck“ folgende: EUm . 
a en : 1880 Februar 10... 
Mittn. 4a, m. 6ba.m 8ha.m 10h a.m. Mitt, 20 p.m. 3hp.m. 41 p.m, 5Rp.m0. 6hp.m. 6l/abp.m, (hp.m. eh m. 
Windrichtung ENE SEzE KE‘ ENE ENE NEzE NEzE NEzE NzE NzE NE NE NE 
Windstärke 9 9 10. 11 11 10 9 9 5 8 10 11 11 11 10 
Aneroid 55,0 46,0 37,0 36,0 35,0 . 34,0 32,4 30,0 265 285 29,5 34,0 35,0 36,0 38,C 
Iuecks, Barom, 516 48,55 460 431 40,0 35,0 33,7 325 310 298 30,2 832,4 32,7 34,2 40. 
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Um 725" p. m. erreichte der Sturm seine größte Stärke 02) wobei die 
St. B.-Grofsmarsbrafs brach und das Grofsmarssegel zerrils. m 10 p. m. 
brachen mehrere Böen mit Stärke 12 ein; bis 4” p. w. am 11, Februar wehten 
koch viele Böen. ; 
Das Schiff „Tongatabu“, welches am 10, Februar Mittags sich in 28° 30° 
S.Br und 165° 23’ O-Lg befand, machte denselben Sturm mit denselben Phasen 
einen Tag später als „Bismarck“ durch, ebenso das Schiff „Jessie Ketty“, dessen 
Position am 10. Februar Mittags 28° 54‘ S-Br und 169° 53‘ O-Lg war. Die An- 
gaben beider Schiffo sind aber zu lückenhaft, um die Bahn dieses Wirbelsturmes 
mit Sicherheit bestimmen zu können. Zeitungsnachrichten zufolge hatten auf 
der Insel Erromango (in ca 19° S-Br und 169° O-Lg) am 6. Februar 1880 
abenfalls hefüge Orkane geoweht. . 
Literarisches, 
i. A. Brousing: Steuermannskunst. 4. Aufl, 392 S. 1877. 
2. A. Breusing: Nautische Hülfstafeln, 4. Aufl. 312 8. 1877. 
3. A. Breusing, A. Bermpohl, Th. Niebour, H. Romberg: Fraglehre für 
Seefahrtschulen. 3. Aufl. 330 S. 1880. 
Sämmtlich im Verlag von M. Heinsius in Bremen. 
Die vorliegenden nautischen Werke fanden schon in ihren früheren Auf- 
lagen vielfache Anerkennung und weite Verbreitung. Die nicht nur in see- 
männischen, sondern auch in wissenschaftlichen Kreisen wohlbekannten Namen 
der Herren Verfasser leisten auch vollkommene Bürgschaft für den inneren 
Werth dieser zunächst für den Gebrauch an Schiffahrts-Schulen bestimmten 
Bücher. Der rührige Verleger derselben, M. Heinsius in Bremen, hat 
keine Mühe und Kosten gescheut, sie in trefflicher Ausstattung aufs Neue heraus- 
zugeben. Diese Publikationen verdienen nicht nur in den Lehranstalten der 
deutschen Handelsmarine, sondern auch bei allen Denen, welche sich ihrem 
Berufe nach mit praktischer und theoretischer Nautik beschäftigen, Beachtung 
and Verbreitung, 
Gedruckt und in Kommission bei E. S. Mittler & Sohn. 
Königliche Hofbuchhandlung. 
Kochstrafse 69/70.
	        
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