wurde der Bestimmungshafen erreicht. Die Reisedauer von 50° N-Br her war
36 Tage.
“Am 22, Dezember trat der Schoner die Retourreise nach Greenock an.
Der auf derselben anfänglich angetroffene, nur schwache Passat endete in
18° N-Br und 56,5° W.Lg. Leichter südwestlicher Wind folgte auf ihn, bis
man 23° N-Br in 53,4° W-Lg erreichte, woselbst anscheinend nochmals
Passat einsetzte. In 31° N-Br lief der bis dahin aus Ost wehende Wind
südöstlich, wurde dann fast stürmisch und drehte allmählich durch Süd nach
West. Bei vorherrschend aus letzterer Richtung kommenden Winden wurde
von 34° N-Br in 50° W-Lg ab der übrige Theil der Reise zurückgelegt. Man
kreuzte während dieser Reise 10° N-Br in 57,8° W-Lg am 25. Dezember,
20° N-Br in 55,2° W-Lg am 1. Januar 1878, 30° N-Br in 52,5° W-Lg am
9. Januar und 40° N-Br in 37,5° W-Lg am 18. Januar. Aw 25. Januar wurde
der Parallel von 50° N in 19° W-Lg überschritten, und am 29, Januar nach
68tägiger Reise befand sich „Felix“ in der Nähe von Tuskar.
Von Glasgow aus abermals nach Nickerie bestimmt, schnitt „Felix“ am
25. August 1878 in 13° W-Lg noch einmal den Parallel von 50° N-Br. Süd-
lich desselben traf man zunächst westliche, an einigen Tagen stürmisch wehende
Winde, in 40° N-Br kam jedoch östliche Briese durch, die in etwa 33,4° N-Br
und 20,8° W-Lg zum Passate wurde. „Feliz“ hatte 40° N-Br in 15° W-Lg
am 1. September erreicht. Im weiteren Verlaufe der Reise wurde 30° N-Br
in 23,6° W-Lg am 7. September, 20° N-Br in 37° W-Lg am 15. September,
15° N-Br in 41,8° W-Lg am 18. September und 10° N-Br in 47,5° W-Lg am
28. September erreicht. Am 19. September verlor man in 14,7° N-Br und
42° W-Lg deu Passat, und der ganze noch übrige Theil der Reise musste bei
leichten unbeständigen Winden, die vorherrschend aus südlicher und östlicher,
zuweilen jedoch auch aus westlicher Richtung kamen, zurückgelegt werden.
Am 2. Oktober kam die Küste. von Guayana in Sicht, und am 4. Oktober wurde
der Bestimmungsplatz erreicht. Die Reise von 50° N-Br her hatte 40 Tage
gedauert.
Zurück nach Glasgow bestimmt, wurde Nickerie am 20. Dezember 1878
wieder verlassen. Dieses Mal segelte man bei frischem Passate nordwärts,
labei nach 10° N-Br in 57,5 W-Lg am 22. Dezember und nach 20° N-Br in
59,2° W-Lg am 27. Dezember gelangend. In 25° N-Br und 62,7° W-Lg lag
die polare Passatgrenze; in ihrer Nähe herrschte für kurze Zeit Stille, die
jedoch bald durch frischen Westwind verdrängt wurde. Von 30° N, welche
Breite am 4. Januar in 59° W-Lg überschritten wurde, war der Verlauf der
Reise ein sehr stürmischer, Man kreuzte 40° N-Br in 42° W-Lg am 11. Januar
1879, 50° N-Br in 20° W-Lg am 21, Januar und bofand sich am 26, Januar in
Sicht der Nordwestküste Irlands.
14. Reise der Bremer Bark „Melusine“, Kapt. Th. Pflieger,
Am 30. März 1879 verliess die Bark „Melusine“ die Rhede von Singa-
pore, um nach Bassein zu segeln. In der Malacca-Strasse wurde sehr leichter
anbeständiger Wind aus vorherrschend nördlicher und westlicher Richtung an-
getroffen, Am 14. April aber, als die Bark in 7° N-Br und 97,5° O-Lg stand,
erhielt man ziomlich frischen Monsun aus der WSW-Richtung, mit dem „Melw-
sine“ am 18. April das Ziel erreichte. Die Zurücklegung der Reise hatte
19 Tage erfordert.
Nachdem in Bassein das Schiff mit Reis beladen worden war, wurde am
2, Mai 1879 die Heimreise nach dem Kanale angetreten. Bei leichten ver-
äinderlichen Winden, die bis nach 5,5° N-Br in 92,5 O-Lg meistens eine nörd-
liche und westliche Richtung hatten, segelte man in Lee der Inselgruppen nach
Süden. An jenem Orte traf man eine kurze Zeit anhaltende Windstille, später
folgten wieder westliche, jedoch jetzt aus südlicherer Richtung kommende Winde.
Am 17. Mai erlebte man in 4,3° N-Br und 91,9° O-Lg für kurze Zeit heftige
Böen aus WSW. Dasselbe Wetter erfuhren, genau zu derselben Zeit, in der
Nähe von 0,5° S-Br und 92,5° O-Lg die beiden von Rangoon aus auf der
Heimreise begriffenen Bremer Schiffe „Josefa“ und „Canopus“. Am 21. Mai,
dem 19, Tage der Reise, überschritt „Melusine“ in 983,3° O-Lyx den Aequator.