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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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20° S-Br in 37,5° W-Lg am 5. September, 30° S-Br in 41,4° W-Lg am 8. Sep- 
tember und 40° S-Br in 54,1° W-Lg am 18. September gekreuzt worden. 
Am 29. September durchsegelte „Catharina“ bei leichtem nordwestlichem 
Winde die Strafßse ie Maire; fand auch südlich von derselben für die nächsten 
Tage denselben Wind und konnte anfänglich ziemlich befriedigenden Fortgang nach 
Westen hin erzielen. Am 4. Oktober befand „Catharina“ sich westlich von 
70° W-Lg. Nun wurden die Verhältnisse aber ungünstiger, Der Wind nalm 
angünstige Richtung an, und häufig herrschten hier Stürme, die fast nur aus nord- 
westlicher, selten aus südwestlicher Richtung kamen. Von Ostwind wurde das 
Schiff bei der Umsegelung des Kap Horn gar nicht begünstigt. Am 26. Oktober, 
29 Tage später als dieselbe Breite im Atlantischen Ocean überschritten worden 
war, gelangte schliefslich „Catharina“ in 80,7° W-Lg wieder nördlich von 
50° Süd. \ ; 
Auf dem Wege zum Passatgebiete fand der Schoner meistens westliche 
Winde, die einem raschen Fortkommen nach Norden ziemlich günstig waren. 
Man erreichte die südliche Grenze des Passats unweit 32,5° S-Br in 85° W-Lg; 
hier drehte der mäfsig starke Wind von SW durch Süd nach SE, ohne dafs 
eine Störung in der Fahrt dabei erfolgte, und für lange Zeit nachher wehte 
kräftiger, beständiger Wind. Unweit 4° S-Br in 98,2° W-Lg wurde der Passat 
fAau, und von 1,5° S-Br an herrschte nur noch leichte östliche Mallung; bei der 
letzteren wurde auch am 16. November in 99,7° W-Lg der Aequator über- 
schritten. Die Strecke von 50° S-Br bis zu diesem Punkte, auf welcher „Catha- 
rind“ 40° S:Br in 80,7° W-Lg am 31. Oktober, 30° S-Br in 87,6° W-Lg am 
3. November, 20° S-Br in 92,8° W-Lg am 8. November, wie 10° S-Br in 96,3° 
W:-Lg am 11. November schnitt, war in 21 Tagen zurückgelegt worden. 
Tu nördlicher‘ Breite wurde bis .nach 5,5° N-Br in 101° W-Lg wieder 
gang kräftiger SE-Wind angetroffen.‘ Auf ihn folgte ein sich bis nach 7,5° N-Br 
in.101,4° W-Lg erstreckender Strich, in dem südwestliche und östliche Mallung 
beobachtet wurde, und schliefslich am letzterwähnten Punkte der für eine Zeit- 
lang recht kräftig wehende NE-Passat. Der zwischen 14,7° N-Br in 104,1° 
W-Lg und dem Bestimmungshafen liegende letzte Theil der Reise, mußte bei 
leichten, unbeständigen, vorherrschend aus nordöstlicher oder nordwestlicher 
Richtung kommenden Winden zurückgelegt werden. Auffallend waren die nörd- 
lich von der Linie beobachteten Wassertemperaturen. Zwischen 1° S-Br und 
Acquator hatten dieselben 19,5° Cels. betragen; nördlich von 1,5° N-Br stieg 
die Wasserwärme auf 24,5° und nördlich von 15° N-Br sogar auf über 28° Cels. 
Die Strömung, welche in der Nähe des Aequators mit 47 Sm Fahrt nach Westen 
setzte, konnte mangelnder Beobachtungen wegen zwischen 4° und 9,5° N-Br 
nicht bestimmt werden. Nördlich von der letzteren Breite hatte sie fast nur 
südliche und westliche Richtung, doch war sie hier nicht bedeutend. 
Am 2. Dezember befand sich der Schoner unweit seines Bestimmungs- 
platzes, nach‘ einer Reise, deren Dauer vom Kanale aus 127 Tage betrug. Auf 
dem letzten Abschnitte derselben war 10° N-Br in 102° W-Lg am 21. November 
und 15° N-Br in 104,2° W-Lg am 23. November geschnitten worden. 
Am 12, Februar 1880 ging das Schiff von Mazatlan aus wieder in See, 
um nach einem englischen Orderhafen zurückzukehren. Frischer nordwestlicher 
Wind, der sich bis nach 17,5° N-Br in 17,4° W-Lg erstreckte, begünstigte den 
Anfang dieser Reise. Auf ihn folgte für einen Tag Windstille und Mallung 
und dann beständiger Passat, dessen Gebiet bis nach 3° N-Br in 105,6° W-Lg 
reichte. Südlich von diesem letzteren Punkte wurde für längere Zeit veränder- 
licher östlicher Wind, den häufig Stille unterbrach, angetroffen und nicht eher 
als in 5,2° S-Br in 107,5° W-Lg wollte es gelingen, das Gebiet des SE-Passats 
zu erreichen. Vorher war, nachdem man 20° N-Br in 108,4° W-Lg am 13. Februar 
und 10° N-Br in 107° W-Lg am 19. Februar gekreuzt hatte, am 26. Februar 
in 107,2° W-Lg der Aequator überschritten worden. 
Der SE-Passat, welcher zwischen 7,5° und 18° S-Br seine größte Stärke 
entwickelte, endete unweit 24,5° S-Br in 112° W-Lg. Hier, wo der Wind nur 
in mäfsiger Stärke auftrat, drehte derselbe zuerst nordöstlich, frischte dann 
wieder auf und lief später durch Nord nach Westen, Bei fast nur aus günstiger 
Richtung kommenden, wenig stürmischen Winden wurde dann die Fahrt zu der 
am 27, März erreichten Länge des Kap Horn vollendet. Die Zurücklegung der
	        
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