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23. Februar-gekreuzt worden‘. war; ‘Zur Zurücklegung der Strecke: zwischen ”
30° S-Br und Linie wären 21 Tage erforderlich gewesen!‘ U9U194101 06 7 Gau Jr
' Zwischen '0,5° 'N-Br in „22,5: W-Le’ und 53: N-Bri in 285° "W-Lg- traf‘
„Dione“. den‘ Stillengürtel; in welchem: Windstille mit leichtem; “vörherrschend
aus nordöstlicher Richtung‘ kommendem‘ Zuge abwechselte, und “welcher die‘ Bark
sieben Tage in‘ seinem Gebiete festhielt- Nachdem der Passat endlich eingesetzt
war, nahm die Reise einen ’einigerma(sen:: befriedigenden‘ Verlauf, obgleich‘ das
Schiff auch bei ihm” keine grofse Geschwindigkeit ‚entwickelte. ” Den‘ frischesten
Passat beobachtete‘ män zwischen‘ 10° und 23° N-Br.!* Unweit 24° N-Br in
39° W-Lg lag ‘die polare Passatgrenze, welche“ nördlich ‘durch “einen ' breiten
Gürtel der Stillen‘ und“ östlichen.“ Mallung begrenzt‘ wurde, “Auch nachdem
30° N-Br überschritten worden‘ war,‘ herrschten zunächst‘ noch‘ für längere Zeit
östliche Winde, und erst nördlich von ‘34° N-Br in‘34°* W-:Lg, wo‘der Wind
durch Süd nach SW wehte, traten für eine Zeitlang westliche Winde auf,“ Nach-
dem man mit ihnen 40°-N-Br erreicht-hatte, wurden wieder Ostwinde angetroffen,
die von längerer Dauer waren ‚und. erst‘ ein Ende: nahmen,‘ ‘als '„Dione“ bis
unweit 46°. N-Briin 15°: W-Lg gelangt war. ‘ Frische hier einsetzende ‘ West-
winde führten‘ die Bärk dann endlich zu der am 18. April“erreichten Mündung
des Kanals. *Die Dauer der ganzen Reise, von der Bali-Strafse bis hier, hatte
eine Dauer von 125 Tagen; der letzte Reiseabschnitt von der Linie zum Kanal
eine solche von 48 Tagen, und war hier 10° N-Br 'in 28,8° W-Ly am 13. März;
20° N-Br in 37,4° W-Lg am 19. März, 30° N-Br in: 37,5°. W-Lg am 29; März
und. 40° N-Br in 27,7° W-Lg am 6. April geschnitten worden, "HN
6. Reise des Apenradener Dreimastschoners „Catharina“, Kapt. J. Hohlmann.
Am 28. Juli 1879, zu Anfang einer Reise von Hartlepool nach Manzanillo,
befand sich der Apenradener Schoner' „Catharina“ in Sicht der Lizard-Feuer.
Bei leichten veränderlichen‘ Wiuden, die nördlich von 47° N-Br meist wenig
günstige südliche, weiter südwärts aber vorherrschend hoch nördliche Richtung
hatten, war der Verlauf der: Reise von dort aus ein ziemlich befriedigender.
Noch günstiger wurde er, als unweit 35° N-Br in 18,3° W-Lg der durch Drehung
des Windes von NW durch Nord nach NE entstandene Passat sich eingestellt
hatte, und ereignete sich die erste Verzögerung in der Fahrt des Schiffes erst
dann wieder, als man am 16. August in 10,7 N-Br und 25,7° W-Lg an die süd-
liche Grenze des Passatgebietes gelangt war. Kurze Windstille, die auf den
zuletzt aus Nord wehenden, ganz schwach gewordenen Passat folgte, bezeich-
nete diese Grenze. Die Windstille wurde nach kaum zweistündlicher. Dauer
durch den SW-Monsum verdrängt, der später meistens recht kräftig wehte und
welcher in Verbindung mit einer starken östlichen Strömung wirkend das Schiff
nach 5,5° N-Br in 16,4° W-Lg führte. Hier wurde am 22. August bei recht-
weisendem Südwinde gewendet und bei allmählich aufraumendem Winde über
St. B.-Bug weiter gesegelt. Am 27. August überschritt „Catharina“ in 26,7°
W-Lg den Aequator.‘ Die Reisedauer von Lizard bis zu diesem Punkte betrug
30 Tage, und: war ‚in dieser Zeit 40° N-Br in 15° W-Lg am 4. August, 30° N-Br
in 20,6° W-Lg am 8. August, 20° N-Br in 25,2° W-Lg am 12. August und
10° N-Br in 25° W:Lg am 17, August überschritten worden,
Im Südatlantischen Ocean erstreckte sich das Gebiet des frisch und be-
ständig auftretenden Passats bis nach 22,3° S-Br in 37,5° W-Lg. Unweit dieses
Punktes lief der Wind‘ nordöstlich, um aus dieser Richtung für mehrere Tage
recht. kräftig‘ zw wehen. -: Später‘ drehte der Wind in der Nähe von 29° S-Br in
41,5° W-Lg dürch Nord nach- Westen; und mußte dann einige Zeit gegen
ungünstigen, * jedoch nicht stürmischen: Wind gekämpft‘ werden. Die zwischen
33,5° S-Br. in 40,5° "W-Lg: und‘ 38°-S-Br in 50°W-Lg liegende Strecke konnte
bei mäfsigen, anhaltend’ aus‘ südöstlicher Richtung kommenden Winden verhält-
nifsmäfsig rasch zurückgelegt werden, und zwischen 40° und 50° S-Br waren die
vorherrschenden Winde nordwestlicehe und südöstliche.‘ * Südöstlicher und süd-
licher Wind drängten das Schiff hier: so weit ‘westlich, dafs am .25. September
anweit Port Desire die Küste des Festlandes erblickt wurde. Am 27. September
erreichte „Catharina“ bei kräftigem Nordwinde in 64,8° W-Lg den Parallel von
50° Süd nach 3ltägiger, fast von keinem Sturme beunruhigter Reise vom
Aequator her. Auf derselben‘ war 10° $S-Br in 34,6° W-Lg am 1, September,