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schon in. 17,5% S-Br und 32,9°., W-Lg wurde dessen südliche Grenze erreicht.
Südlich von derselben herrschte noch für längere Zeit östlicher Wind, unweit
24,5°. S-Br in 305° W-Lg. ‚erfolgte auch eine jener rechtlaufend erfolgenden
Drehungen des Windes, .bis schliefslich in:27,5° S-Br und 29,5° W-Lg beständiger
Westwind.‚durchkam, .der. für längere Zeit, ungestört herrschte. . Nicht weit west-
lich. :yom ersten: Meridian: wurde., durch. drei Tage lang andauernden, heftigen
SE-Wind die ‚Reise .wieder etwas. verzögert; nachdem jedoch der Wind nach
SW. umgelaufen ‚war, konnte am 25,.Juni in 36,8° S-Br der Meridian von (reen-
wich überschritten werden... Man ‚befand sich damals 29 Tage uf südlicher
Breite und hatte dort 10° S-Br in 30,5° W-Lg am 30. Mai, 20° S-Br in 34' W-Lg
am.6. Juni und 30° S-Br in. 26° _W-Lg am 14. Juni geschnitten,
. Beim Ablaufen der. Länge suchte Kapt. Koppelmann sich in der Nähe
von.41° S-Br zu halten, doch konnte diese Absicht wegen der häufig aus süd-
licher und südöstlicher Richtung ‘ wehenden Winde nicht immer eingehalten
werden. . Dieselben. hatten. die Bark, nachdem in 37° O-Lg schon 41,2° S-Br
erreicht worden war, in 41° O-Lg wieder nach 37,8 S-Br zurückgedrängt. Nach-
dem dann indessen wieder westliche Winde eingesetzt hatten, wurde ein solcher
Kurs eingeschlagen, dafs bald. wieder 41° S-Br erreicht wurde. Nennenswerthe
heftige Stürme. wurden hier nicht beobachtet, und am 23. Juli, 28 Tage später
als man den ersten Meridian verlassen hatte, konnte in 37,5° S-Br der Meridian
von 80° Ost überschritten werden.- .
„ ;; Auf dem Wege zum Passatgebiete wurde die Fahrt anfänglich durch
frische Süd- und SE-Winde begünstigt. Nördlich von 33° S-Br holte der letztero
Wind jedoch östlicher, schliefslich nahm er nordöstliche Richtung an, und mufste
das Schiff dann für ‚längere Zeit südöstlichen Kurs, auf welchem man nach
38° -S-Br in 107° O-Lg gelangte, verfolgen. Unweit dieser letzteren Position
äürehte der. Wind durch Nord nach West und später nach SW, so dafs endlich
ein Nordkurs gesteuert werden konnte. Nicht weit von 24,5° S-Br in 107,5° O-Lg
antstand durch Drehen des Windes von SW durch Süd nach SE der Passat,
welcher später kräftig wehte und das Schiff rasch zur Sunda-Strafse führte.
Am 22. August wurde dieselbe erreicht und noch an demselben Tage auf der
Rhede von Anjer geankert. Die Dauer der Reise vom Kanale bis zur Sunda-
Strafe war 123 Tage; und auf dem letzten Theile derselben war 30° S-Br in
107,5° O-Lg am 9. August, 20° S-Br in 107,3° O-Lg am 15, August und
10° S-Br in 105,5° O-Lg am 19. August überschritten worden.
Am 15. Dezember 1879 befand sich die jetzt auf der Rückreise nach
England begriffene Bark wieder in geringer Entfernung südlich von der Bali-
Strafse. In dem Gebiete der leichten westlichen Mallung und der Windstille,
welches sich von hier bis nach 14° S-Br in 109° O-Lg erstreckte, hielt „Dione“
sich nicht weniger als 12 Tage auf. Erst nach Verlauf derselben kam in der
Nähe des letzteren Punktes der SE-Passat durch, welcher später zwischen 16°
und 22° S-Br seine gröfste Stärke entwickelte und dessen südliche Grenze unweit
24,2° S-Br in 65,5° O-Lg zu liegen schien. Nach Ueberschreitung derselben
wurde „Dione“ aber noch für lange Zeit durch östliche, besonders nordöstliche
Winde begünstigt. Westlichen Wind von längerer Dauer, der aber auch wenig
stürmisch war, fand man erst westlich von 26° W-Lg. Nachdem derselbe wenig
mehr als drei Tage geweht hatte, folgte einer kurzen Windstille wieder frischer
Ostwind, bei dem am 6. Februar 1880 die Länge der Kapstadt passirt werden
konnte. Südwestlicher Wind führte „Dione“ am 9. Februar in 14,5 O-Lg über den
Parallel von 30° Süd; südlich von demselben hatte die Bark 17 Tage verbracht.
Auf der Fahrt durch den Indischen Ocean hatte man 10° S-Br in 114,1 O-Lg
am 16. Dezember, 20° S-Br in 81° O-Lg am 5. Januar 1880 und 30° S-Br in
43,3° O-Lg am 23. Januar; ferner 90° O-Lg in 18,7° S-Br am 2. Januar,
60° O-Lg in 26° S-Br am 15. Januar und 30° O-Lg in 33° S-Br am 29, Januar
gekreuzt.
{m Atlantischen Ocean entwickelte sich aus dem frischen SW-Winde, bei
dem 30° S-Br überschritten worden war, in kurzer Entfernung nördlich von
diesem Parallel der Passat, dessen Auftreten bis nach 16° S-Br ein sehr kräf-
tiges, weiter nach Norden hin aber ein weniger frisches war. Bei mäfsiger
Briese passirte „Dione“ am 1. März in 22,5° W-Lg den Aequator, nachdem
vorher 20 S-Br in 1° W-Lg am 16. Februar und 10° $S-Br in 11,5° W-Lg am