accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

518 
schon in. 17,5% S-Br und 32,9°., W-Lg wurde dessen südliche Grenze erreicht. 
Südlich von derselben herrschte noch für längere Zeit östlicher Wind, unweit 
24,5°. S-Br in 305° W-Lg. ‚erfolgte auch eine jener rechtlaufend erfolgenden 
Drehungen des Windes, .bis schliefslich in:27,5° S-Br und 29,5° W-Lg beständiger 
Westwind.‚durchkam, .der. für längere Zeit, ungestört herrschte. . Nicht weit west- 
lich. :yom ersten: Meridian: wurde., durch. drei Tage lang andauernden, heftigen 
SE-Wind die ‚Reise .wieder etwas. verzögert; nachdem jedoch der Wind nach 
SW. umgelaufen ‚war, konnte am 25,.Juni in 36,8° S-Br der Meridian von (reen- 
wich überschritten werden... Man ‚befand sich damals 29 Tage uf südlicher 
Breite und hatte dort 10° S-Br in 30,5° W-Lg am 30. Mai, 20° S-Br in 34' W-Lg 
am.6. Juni und 30° S-Br in. 26° _W-Lg am 14. Juni geschnitten, 
. Beim Ablaufen der. Länge suchte Kapt. Koppelmann sich in der Nähe 
von.41° S-Br zu halten, doch konnte diese Absicht wegen der häufig aus süd- 
licher und südöstlicher Richtung ‘ wehenden Winde nicht immer eingehalten 
werden. . Dieselben. hatten. die Bark, nachdem in 37° O-Lg schon 41,2° S-Br 
erreicht worden war, in 41° O-Lg wieder nach 37,8 S-Br zurückgedrängt. Nach- 
dem dann indessen wieder westliche Winde eingesetzt hatten, wurde ein solcher 
Kurs eingeschlagen, dafs bald. wieder 41° S-Br erreicht wurde. Nennenswerthe 
heftige Stürme. wurden hier nicht beobachtet, und am 23. Juli, 28 Tage später 
als man den ersten Meridian verlassen hatte, konnte in 37,5° S-Br der Meridian 
von 80° Ost überschritten werden.- . 
„ ;; Auf dem Wege zum Passatgebiete wurde die Fahrt anfänglich durch 
frische Süd- und SE-Winde begünstigt. Nördlich von 33° S-Br holte der letztero 
Wind jedoch östlicher, schliefslich nahm er nordöstliche Richtung an, und mufste 
das Schiff dann für ‚längere Zeit südöstlichen Kurs, auf welchem man nach 
38° -S-Br in 107° O-Lg gelangte, verfolgen. Unweit dieser letzteren Position 
äürehte der. Wind durch Nord nach West und später nach SW, so dafs endlich 
ein Nordkurs gesteuert werden konnte. Nicht weit von 24,5° S-Br in 107,5° O-Lg 
antstand durch Drehen des Windes von SW durch Süd nach SE der Passat, 
welcher später kräftig wehte und das Schiff rasch zur Sunda-Strafse führte. 
Am 22. August wurde dieselbe erreicht und noch an demselben Tage auf der 
Rhede von Anjer geankert. Die Dauer der Reise vom Kanale bis zur Sunda- 
Strafe war 123 Tage; und auf dem letzten Theile derselben war 30° S-Br in 
107,5° O-Lg am 9. August, 20° S-Br in 107,3° O-Lg am 15, August und 
10° S-Br in 105,5° O-Lg am 19. August überschritten worden. 
Am 15. Dezember 1879 befand sich die jetzt auf der Rückreise nach 
England begriffene Bark wieder in geringer Entfernung südlich von der Bali- 
Strafse. In dem Gebiete der leichten westlichen Mallung und der Windstille, 
welches sich von hier bis nach 14° S-Br in 109° O-Lg erstreckte, hielt „Dione“ 
sich nicht weniger als 12 Tage auf. Erst nach Verlauf derselben kam in der 
Nähe des letzteren Punktes der SE-Passat durch, welcher später zwischen 16° 
und 22° S-Br seine gröfste Stärke entwickelte und dessen südliche Grenze unweit 
24,2° S-Br in 65,5° O-Lg zu liegen schien. Nach Ueberschreitung derselben 
wurde „Dione“ aber noch für lange Zeit durch östliche, besonders nordöstliche 
Winde begünstigt. Westlichen Wind von längerer Dauer, der aber auch wenig 
stürmisch war, fand man erst westlich von 26° W-Lg. Nachdem derselbe wenig 
mehr als drei Tage geweht hatte, folgte einer kurzen Windstille wieder frischer 
Ostwind, bei dem am 6. Februar 1880 die Länge der Kapstadt passirt werden 
konnte. Südwestlicher Wind führte „Dione“ am 9. Februar in 14,5 O-Lg über den 
Parallel von 30° Süd; südlich von demselben hatte die Bark 17 Tage verbracht. 
Auf der Fahrt durch den Indischen Ocean hatte man 10° S-Br in 114,1 O-Lg 
am 16. Dezember, 20° S-Br in 81° O-Lg am 5. Januar 1880 und 30° S-Br in 
43,3° O-Lg am 23. Januar; ferner 90° O-Lg in 18,7° S-Br am 2. Januar, 
60° O-Lg in 26° S-Br am 15. Januar und 30° O-Lg in 33° S-Br am 29, Januar 
gekreuzt. 
{m Atlantischen Ocean entwickelte sich aus dem frischen SW-Winde, bei 
dem 30° S-Br überschritten worden war, in kurzer Entfernung nördlich von 
diesem Parallel der Passat, dessen Auftreten bis nach 16° S-Br ein sehr kräf- 
tiges, weiter nach Norden hin aber ein weniger frisches war. Bei mäfsiger 
Briese passirte „Dione“ am 1. März in 22,5° W-Lg den Aequator, nachdem 
vorher 20 S-Br in 1° W-Lg am 16. Februar und 10° $S-Br in 11,5° W-Lg am
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.