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10. Region d. unteren Seen + 1,1
11. „ oberen Seen + 1,6
9%, Minnesota. . „. . + 0,7
+, Oberes Mississippi-Thal + 0,6
14, Missouri-Thal . . . normal
15, Stationenim Felsengeb. + 0,1
16. Stationen auf dem nörd-
lichen Plateau. . — 2,1
17. Stationen an der Paei-
fischen Küste . .
— 1.4
4. Die ungleichmäfsige Verthei-
lung der Regenmenge, welche in New-
England und den Südatlantischen
Staaten nahezu die Hälfte, dagegen
in der oberen Seeregion und den
westlichen Golfstaaten‘ das 1'/2fache
der durchschnittlichen betrug. Daher
neben grofser Trockenheit in einzelnen
Gebietstheilen ausgedehnte Ueber-
schwemmungen im unteren Missouri-
und Ohio-Thal,
| a. nördl. . — 0,9
6. Oesterreich] b. mittl. , — 1,0
c. südl. , — 23
4. Die gröfstentheils beträchtliche
Regenmenge, welche in Baden das
2—4fache, sonst meistens das 1—32-
fache der Normalen erreichte. Durch
sehr ergiebige Niederschläge (Wolken-
brüche) zeichneten sich die Tage vom
12.—14. aus, an welchen in Baden
mehrfach über 100, in Sachsen bis zu
75mm pro Tag gemessen wurden.
Die hierdurch verursachten Ueber-
schwemmungen namentlich in der
Lausitz, Die grofse Gewitterhäufig-
keit, insbesondere am 2, und 3., vom
10—13., vom 23.—25, und am 30. Juni.
Kleine hydrographische Notizen.
1. Temperaturmossungen und Strombeobachtungen zwischen
Norfolk und Halifax im Juni 1880. 5. M. S. „Medusa“, Korv.-Kapt.
Matthesen, durchkreuzte auf dieser Reise (1. bis 14. Juni 1880) zweimal den
Golfstrom mit seinen kalten Streifen und dann den kalten Wall,
Am Nachmittage des 2, Juni trat das Schiff in den Golfstrom ein, in
ca 371° N-Br und 73° W-Lg, und kreuzte die folgenden Tage bei nordöst-
lichen Winden, so dafs bis zum Mittag des 6. Juni in der Breite kaum etwas
verändert wurde, Die Temperatur wechselte bei dem Passiren der kalten und
warmen Streifen zwischen 19,5° und 24,5°, Am 8. Juni sank die Temperatur
des Wassers bei dem ersten Eintreten in den kalten Wall von 4" bis 6* a. m.
von 21° bis 15° C. und dann noch bis 8% a. m. auf 13°. Anhaltende Stillen
und der am 9. Juni aufkommende NE-Wind nöthigten das Schiff, mit südlichen
Kursen in den Strom zurückzukehren. Von Mitternacht bis 4" a, m. am 10. Juni
stieg die Temperatur des Wassers von 14'/2°-—21'/2° und bis Mitternacht des
10./11. Juni bis 24°. Der Austritt aus dem warmen Strom in den kalten Wall
erfolgte am Morgen des 12, Juni in ca 41° N-Br und 65° W-Lg, wobei die
Temperatur des Wassers von 6'—8" a, m. von 22° bis 11° sank, und die Fär-
bung desselben von tiefblau in dunkelgrün überging; um Mittag stellte sich
starker Nebel ein. Am 13. sank die Temperatur des Wassers bis zu 9°.
Die Richtung des Stromes zeigte, entsprechend den bekannten Angaben,
nördlich von 38° N-Br keine bestimmte östliche Richtung, sondern erwies sich
mehr von den Windverhältnissen abhängig, In nachstehender kleinen Tabelle
sind die an Bord der „Medusa“ beobachteten Wind- und Strom-Richtungen
zusammenvrvgestellt.