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10. Reise der Hamburger Bark „Zanzibar“, Kapt. Fr. Erichsen,.
Die auf einer Reise von Hamburg nach‘ dem’ an der Nordwestküste von
Madagaskar: gelegenen‘ Hafen: Nossi BE bestimmte, Bark „Zanzibar“ verliefs am
4. Oktober die Mündung des Kanals: “Auf den südlichen‘ Wind, der an diesem
Tage wehte, folgte‘ am nächsten nordöstlicher,’ welcher‘ für, einige Zeit einen
raschen Fortgang des Schiffes nach Süden‘ bewirkte.” “Zwischen 38,5° uud
33° N-Br herrschte wieder westlicher Wind; der‘ indessen “alch . nicht ga0z
ungünstig. war, und in: der letzteren Breite setzte: schliefslich der Passat ein.
Derselbe trat bis nach 24° Nord kräftig auf, südlich von dieser Breite war er
aber an mehreren Tagen nur sehr flau, und Zwischen‘ 20°“ und ‚8,5° N-Br' in
26,5° W-Lg herrschte er wieder als lebhafter, frischer Wind. ‘In 7,8° N-Br
and 26,5° W-Lg wurde Mallung- angetroffen, die indessen nur” einige Wachen
anhielt; .dann- folgten veränderliche östliche‘ Winde,“ bei denen die Bark ziem-
lich raschen Fortgang nach Süden erzielen könnte. In-4,4°-N-Br and 25,3° W-Le
setzte SE-Passat cin, mit welchem am 31. Oktober in 29,8° W-Lg der Aequator
überschritten wurde. ; .
Die Strecke von Lizard bis zu diesem Punkte, auf welcher man 40° N-Br
in 16,6° W-Lg am 9. Oktober, 30° N-Br in 20,3 W-Lg am ‚15. Oktober,
20° N-Br in 26° WiLg am 20. Oktober und 10° N-Br in 26,7° W-Lg am
23. Oktober geschnitten hatte, war in 27 Tagen zurückgelegt worden.
Im Südatlantischen Ocean herrschte nur zwischen Linie und 12° Süd
frischer Passat; südlich von letzterer Breite fand man nur sehr flauce Briese,
and schon in 18,8° S-Br und 30,3° W-Lg verliefs die Bark das Passatgebiet.
Bei sehr veränderlichen Winden, die mehrere. Male rechtdrehend durch alle
Kompafsstriche liefen, segelte man dann nach 33,5° S-Br in 33,5° W-Lg; unweit
dieses Punktes setzten kräftige Westwinde ein, die das Schiff rasch nach Osten
führten. Am 26. November ging‘ „Zanzibar“ .in 40,5° S-Br von westlicher in
östliche Länge über, nachdem bis dahin 26 Tage in südlicher Breite zugebracht
worden waren, Während dieser Zeit hatte die Bark 10° S-Br in 31° W-Lg am
4. November, 20° S-Br in 30° W-Lg am.9, November und 30° S-Br in 26,2° W-Lg
am 15. November überschritten.‘ |
Eben südlich von 41° S-Br lief „Zanzibar“ vor kräftigen Westwinden
ostwärts, bis man 30° O-Lg erreicht hatte.” Dann wurde allmählich nach Norden
aufgebogen, jedoch erst von 36,8° S-Br.in 40,5° O-Lg ab ein entschiedener
Nordkurs gesteuert. Die Einhaltung desselben wurde durch die auf dem ganzen
noch vorliegenden Theile der Reise, auch in der Strafse von Mozambique, vor-
herrschenden nördlichen Winde ziemlich ersehwert; doch war der Fortgang des
Schiffes, da der Wind häufig westlich oder östlich war, auch an einigen Tagen
südöstliche Winde auftraten, noch einigermafsen befriedigend. KEigentlichen
SE-Passat traf die Bark gar nicht an. Es wurde der Meridian von 20° Ost in
41,2° S-Br am 30, November und der von 40° Ost in 40,3° S-Br am 5. De-
zember, ferner der Parallel von 40° Süd in 33,5° O-Lg am 3. Dezember, der
von 30° Süd in 42,6° O-Lg am 9. Dezember und der von 20° Süd in 42,9° O-Lg
am 16. Dezember gekreuzt. Am 283. Dezember ankerte die Bark auf der Rhede
von Nossi B& nach einer Reise, deren Dauer vom Kanal ab 80 Tage betrug.
Am 20. Januar 1880 verließ die Bark Nossi.B6 wieder, um nach Zanzibar
zu versegeln. Auf der Reise dahin ‚waren ganz leichte veränderliche, südwest-
liche und nordwestliche Winde vorherrschend; erst am 29. Januar wurde unweit
8,6° S-Br in 40,4° O-Lg frischer Nordöstwind angetroffen, welcher die Bark
am 31. Januar: zum Hafen von Zanzıbar.: führte. Die Reise war in 1l Tagen
vollendet worden... > 5
Von Zanzibar aus trat Kapt. Erichsen am 13. Februar die Heimreise
nach Hamburg an... Leichte veränderliche Winde, die vorherrschend südöstliche
oder nordöstliche Richtung hatten und meist von nordwestlicher‘ Strömung
begleitet waren, wehten auf der Strecke vom. Hafen bis. nach 95° S-Br in
41,2° O-Lg. Von diesem Punkte aber führte leichter nordwestlicher Wind die
Bark in den Kanal von Mozambique. Als- derselbe bei letzterem Winde bis
unweit 15,5° S-Br in 42° O-Lg durchsegelt war, trat wieder eine. dauernde
Veränderung der Windrichtung ein; auf kurze Windstille folgte hier ein leichter
südöstlicher Wind, der später nach Süd und SSW drehte und den eine starke
Ann. d. Hydr.. 1880. Heft IX fSantembear).