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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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Als’ südlichsten Punkt erreichte: man: 42,7°; S-Br .in 53°--O-Lg;::bedeutende 
Stürme waren nicht zz überstehen.:' Am 11. September, 23 Tage nachdem 
östliche Länge: erreicht worden: war, gelangte das Schiff in 38,6° S-Br zum 
Meridian von 80° Ost; Zwei Tage später als -,, Britannia‘, welche: diese Länge 
am 9; September: in 37,9°.S-Br geschnitten hatte. ; 
Ununterbrochen aus westlicher Richtung wehender Wind, der südlich von 
35° Süd "sehr: kräftig, nördlich ‚ron ‘dieser. Breite aber nur schwach auftrat, 
führte das Schiff nach 28?” S-Br in-102,5° O-Lg. Der unweit dieses Punktes 
erfolgende Uebergang in den Passat geschah durch Drehen des Windes von 
NW durch SW and Süd’ nach SE, ohne dafs Mallung oder Windabnahme dabei 
beobachtet wurde.‘ Der Passat. hielt frisch wehend bis 9,5° S-Br an, dann 
wurde. er: flauer und unbeständiger, doch begleitete er das Schiff bis in Sicht 
der am. 25. September erblickten Küste von Java. Die Daucr der ganzen Reise 
von 50° N-Br bis .Java Head betrug nur 83 Tage und auf dem letzten Reise- 
abschnitt war 30° 8-Br in 102,4 O-Lg am 18. September, 20° S-Br in 103,4 O-Lg 
am 21. September uud 10° S-Br in 105,5° O-Lg überschritten worden. Der 
Mitsegler- „Britannia“, welcher. die Reise von 50° N-Br bis Java Head in 
81 Tagen vollendete, war zur Sunda-Strafse am 22. September gelangt. . 
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„7. Reise: des eisernen Hamburger dreimastigen Schoners „Iris“, 
si. sem wr0, 9b wi.) Kapfı C..H. J. Ohlsen. 
ad, Am 25, Juni: 1879: verliefs der eiserne Dreimastschoner „Iris“, welcher 
von Hamburg nach Valparaiso bestimmt war, die Mündung des Kanals. Nach- 
dem man von hier bei leichten, veränderlichen Westwinden nach 42° N-Br in 
12,5° W-Lg gesegelt war, drehte unweit dieses Punktes der Wind durch NW 
und Nord nach NE und wurde so, ohne dafs weiterhin eine Störung angetroffen 
wurde; zum Passat.‘‘ Dieser erstreckte sich, . ungestört und in mäfsiger Stärke 
auftretend, bis nach 12,2° N-Br in 26° W-Lg, wo seine äquatoriale Grenze 
lag. Auf den Passat folgte zuerst eine wenige Stunden anhaltende Mallung 
und dann schon südwestlicher Monsun, der den Schoner nach 17,5° W-Lg in 
3,7° N-Br führte. In 4,5° N-Br hatte „/ris“ an zwei Tagen ganz leisen ver- 
änderlichen Zug und Windstille gefunden, ein Vorkommen, welches für diese Breite 
und Jahreszeit ein seltenes ist. Von 17,5° W-Lg ab, wo gewendet worden war, 
lag „/ris“ bei ziemlich raumem Winde nach der Linio zu, und am 1. August 
konnte dieselbe in 20,8° W-Lg überschritten werden. Die Strecke vom Kanal 
zur Linie, auf der 40° N-Br in 14,2° W-Lg am 5. Juli, 30° N-Br in 19,5° W-Lg 
am 10. Juli, 20° N-Br in 26° W-Lg am 14. Juli und 10° N-Br in 25° W-Lg 
am 21. Juli geschnitten, war in 37 Tagen zurückgelegt worden. Im Süd- 
atlantischen Ocean wurde bis nach 17,2° S-Br in 32,8 W-Lg frischer Passat 
angetroffen; nicht weit von diesem Punkt sprang der Wind in einer Bö nach 
NE und hielt sich dann mehrere Tage in dieser Richtung. Unweit 22° Süd 
in 35° W-Lg kam westlicher Wind durch, der, schon von dieser Breite an, für 
lange Zeit der vorherrschende blieb; doch konnte bei demselben, da die Wind- 
richtung häufig eine nördliche oder hoch südliche war, noch ein einigermafsen 
befriedigender Fortgang zach SW erzielt werden. Stürme wurden auf dem 
Wege nach 50° Süd hin nicht angetroffen. Am 3. September hatte „/ris“ diese 
Breite in 65,3° W-Lg erreicht; es waren bis dahin 33 Tage auf der südlichen 
Halbkugel zugebracht und dort 10° S-Br in 27,6° W-Lg am 5. August, 20° S-Br 
in 34° W-Lg am 9. August, 30° S-Br in 41,5° W-Lg am 17. August und 
40° S-Br in 51,7° W-Lg am 24. August gekreuzt worden. 
Bei leichtem westlichem Winde segelte „Iris“ am 8. September durch 
die Strafse von le Maire, und schon am 9.. September befand man sich west- 
wärts von der Länge des‘ Kap Horn. ‘Am 11. September traf „Iris“ in 
70° W-Lg aber stürmische Westwinde, die 'den ferneren Verlauf der Reise 
aufserordentlich erschwerten.“ Besonders westlich von 78° W-Lg wurde eine 
Reihe von heftigen NW-Stürmen überstanden, die Schiff und. Mannschaft auf 
das Aeufserste. anstrengten und für länge: Zeit jeden Fortschritt unmöglich 
machten. Das Auffallende bei diesen Stürmen war, dafs auf den NW-Wind so 
selten und dann nur für kurze Zeit, ein SW-Wind folgte. Am 7. Oktober ge- 
langte „/ris“ in 80,6° W-Lg wieder nördlich von 50° SBr, nachdem 35 Tage 
südlich von demselben verbracht worden waren.
	        
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