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. Der SE-Passat erstreckte sich in ‘nördlicher Breite bis nach 2,5° in
26,4° W-Lg. Es folgte auf ihn an zwei Tagen Windstille, abwechselnd mit
leichtem südöstlichem Zuge, und schliefslich in 3,8° N-Br und 26,3° W-Lg der
NE-Passat.: Dieser beständige,: mäfßig starke Wind erstreckte sich bis nach
25,59: N-Br in 32,3°. W-Lg. Derselbe endete unweit dieses Punktes, nachdem
er vorher südöstlich gelaufen‘ und kräftiger geworden war. Nicht weit von
28° N-Br in 31° W-Lg drehte der Wind in kurzer Zeit durch Süden und die
westlichen Striche nach NE zurück, hielt sich vorherrschend in östlicher Rich-
sung für eine lange Zeit, und mußte unter solehen Verhältnissen fast der ganze
noch vorliegende Theil der Reise zurückgelegt werden.‘ Am 30. März befand
„Werra“ sich in Sicht von .Lizard. Dio Dauer der ganzen Reise: von Manila
bis zu diesem Punkte betrug 135, von der Sunda-Strafse ab 113 Tage, Auf
dem letzten Reiseabschnitte von der Linie zum Kanal, der in 41 Tagen zurück-
gelegt worden war, wurde 10° N-Br in 30,9° W-Ly am 25. Februar, 20° N-Br
in 33,7° W-Lg- am 1. März, 30° N-Br in 28,9° W-Lg am 8. März und 40° N-Br
in 20,5° W-Lg am 16. März gekreuzt,
4. Reise des Bremer Vollschiffes „Savannah“, Kapt, F. Tebelmann.
Am 2. Juli 1879, nur drei Tage später als von Bremen aus die Reise
angetreten worden war, passirte das nach Newyork bestimmte Vollschiff
„Savannah“ Fair Island. Ungleich ungünstiger als wie auf diesem ersten Theile
der Reise war der Verlauf der Fahrt über den Atlantischen Ocean. Es wurden
hier fast ununterbrochen westliche Winde angetroffen, bei deuen sich nur, weil
sie solten stürmisch und dazu unbeständig in ihrer Richtung waren, Fortgang
nach Westen erzielen lief, Auch nachdem die Neufundland-Bank überschritten
worden‘ war,‘ trat keine. nennenswerthe Veränderung dieser Verhältnisse ein,
nur war im Allgemeinen die Stärke der westlich von jener gefundenen Winde
eine geringere, auch wohl die Richtung häufig eine etwas günstigere als östlich
derselben beobachtet worden war. Es wurde 30° W-Lg in 47,2° N-Br am
17. Juli, 50° W-Ly in 43° N-Br am 31. Juli, 60° W-Lg in 42,8° N-Br am
f. August und 70° W-Lg in 40,6° N-Br am 13. August überschritten. Am
15. August, nach 44tägiger Reise von Fair Island ab, anukerte „Savannah“ in
der Bai von Newyork.
Am 9, September wurde von Newyork aus die Rückreise nach Antwerpen
angetreten. Während dieser Fahrt über den Ocean war das Auftreten östlicher
Winde ein ungleich häufigeres, als auf der Hinreise. Oestlicher Wind war hier
in der That der vorherrschende Wind, und mußte der letzte Theil der Reise
fast nur bei Ostwind zurückgelegt werden. Es finden sich im Journal unter
äen 35 Tagen, weiche das Schiff gebrauchte, um den Kanal zu erreichen, nicht
weniger als 28, an denen östlicher Wind von längerer oder kürzerer Dauer
verzeichnet wurde, Durch Stürme wurde die Fahrt nicht beunruhigt. Nachdem
10° W-Lg in 838,8° N-Br am 11. September, 50° W-Lg in 42,5° N-Br am
20. September und 30° W-Lg in 44,2° N-Br am 27, September gekreuzt wor-
den war, gelangte das Schiff am 14. Oktober in die Nähe von Lizard.
5. Reise der Elsflether Schonerbrigg „Felix“, Kapt. E. E. Behrens.
Die Schonerbrigg „Felix“, welche auf einer Reise von Troon nach
Nickerie in Guyana begriffen war, befand sich am 14. November 1879 unweit
der Scilly-Inselgruppe. Bei meist stürmischen SE- und NE- Winden, die nur
[ür kurze Zeit südwestliche Winde unterbrachen, wurde von hier aus nach
Süden gesegelt. Mit dem Vorrücken nach letzterer Richtung hin nahm der
Luftdruck, welcher unweit 48° N-Br über 770 mm gewesen war, ab und es
zeigte sich bald, dafs „Felix“ sich an der Nordseite einer jener, in diesen Be-
richten schon so oft erwähnten, dem Spätherbste und diesem Theile des Atlan-
Kschen Oceans eigenthümlichen Depressionen befand, welche die Fahrt der süd-
wärts bestimmten Schiffe anfänglich gewöhnlich sehr begünstigen, dagegen süd-
lich von 30” N-Br häufig in desto gröfserem Mafse verzögern. „Felix‘, welcher
in der Nähe von 35° N-Br vor heitigem NE-Sturme gelenzt hatte, traf unweit
33,5° N-Br in 20° W-Lg, wo der Luftdruck auf 741,0 mm gesunken war, zuerst
südwestlichen, später nordwestlichen Wind. Veränderliche Westwinde herrschten
Jarauf noch für lange Zeit vor und nicht eher als am 10. Dezember, in 18,5° N-Br