accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

461 
von seiner Mündung scheint‘ der Meeresarm zu“ enden,“ biegt jedoch von hier an 
südwärts und bildet einen Hafen, dessen Einfahrt” von Choros-Pt. und Gatos-Pt. 
begrenzt wird.‘ In: der Mitte zwischen “diesen beiden Landspitzen ist ein Anker- 
platz mit 25m Tiefe.” Obgleich-der Hafen sich etwas weiter nach Süd hin aus- 
dehnt; ist es‘nicht rathsam, weiter hinein zu gehen, weil sich eine Untiefe mit 
3,6 und 7,3m Wasser, welcher der Name Chacabuco-Bank. gegeben wurde, fast 
bis zur Mitte‘ hin erstreckt.‘ Die‘ Untiefe: ‘ist mit Seetang‘ bewachsen, welcher 
aber erst‘ bemerkbar ist, wenn man $ich‘ über demselben befindet. * Zwar befindet 
sich westlich von derselben ein Fahrwasser, aber die Tiefe im innern Hafen 
ist zu grofs, um mit Bequemlichkeit daselbst vor Anker liegen zu können, Die 
„Chacabuco“ hatte etwas weiter hin als auf der auf der Skizze bemerkten 
Stelle geankert und war deshalb genöthigt, einen Spring auszubringen, um nicht 
durch die Gezeitenströmung, welche nach dreistündigem Steigen resp. Fallen 
des Wassers ziemlich. kräftig “ist; .:&uf den Grund? gesetzt zu werden. Die 
Skizze dieses. Hafens, welcher den Namen Zlen«-Bai: erhielt, zeigt, dal der- 
selbe geschützt ist. Wasser und Holz ist, wie fast in allen diesen Fahrwassern, 
leicht zu beschaffen. *Auf der diesem ‘Hafen ' gegenüberliegenden‘ Seite mündet 
ein kleines Flülschen, und :ist‘"dort.: die. einzige Stelle: im vorderen Theile des 
Meeresarmes, wo niedrig gelegenes Land von einiger Ausdehnung auftritt. Die 
Muthmafsung, dafs die Tiefe dort geringer sei; war jedoch falsch, denn dieselbe 
betrug ganz in der Nähe des Ufers noch 50m. Be 
Westlich von der kleinen Halbinsel, auf der Gatos- Pt. liegt, verengt. sich 
der Meeresarm zu einem Kanal von 50m Breite mit 22m’ Tiefe, der, zu zwei 
bintereinander liegenden Buchten führt, welche zusammen ungefähr 2! Sm 
Ausdehnung haben. Dieser Kanal ist schr schwierig zu, passireu und hat in 
der Mitte einen kleinen Wirbel, weshalb ihm. der Name Paso Remolino gegeben 
wurde. Da diese Buchten nicht für Schiffe zugänglich sind, wurden sie nur 
vekognoscirt. Die Bucht, in welche‘ man’ nach Passirung des Paso Remolino 
zuerst kommt, hat eine Ausdehnung von 1'!/5 Sm.‘ Sie ist beinahe rund, sehr 
tief und von hohen Bergen umgeben.‘ Die zweite, welche 1 Sm lang und !/2a Sm 
breit ist, hängt mit der ersteren durch zwei enge, durch eine Insel gebildete 
Kanäle zusammen. Dieselbe ist so seicht, dafs in einer kurzen Entfernung von 
ihrer Einfahrt kaum Wasser genug für ein Boot ist. In dieselbe münden 
mehrere Bäche, welche den Abflufs der Lagunen bilden, die au den Abhängen 
der Berge durch das Schmelzen des Schnees entstehen. Auf den Gipfeln der 
Bergkette, dessen höchster, Monte Catedral, 1053m hoch ist, liegt ewiger Schnee, 
Im Hintergrunde der letzteren Bucht befindet sich mit Gras bedecktes ebenes 
Land von einiger Ausdehnung, Erdpapageien, Drosseln, Kolibris uud andere Vögel 
wurden hier gesehen, Dieser Ort ist geschützt, scheint aber von den Patagoniern 
nicht besucht zu werden, jedoch dafür geeignet zu sein, hier Vögel, als z, B. 
Gäuse, Enten und Hühner, sowie einige Ziegen auszusetzen, welche sich hier 
leicht vermehren würden, Ä 
3. Mieaela-Bai auf der Insel Saumarez. In dem südöstlichen 
Theile der Insel Saumarez befindet sich eine breite Schlucht, welche sanft nach 
dem sandigen Gestade hin abfällt‘ und aus letzterem Umstand auf die Nähe 
eines guten Ankerplatzes schliefsen liefs. Die von der „Chacabuco“ gemachten 
Untersuchungen zeigten jedoch das Gegentheil, denn dicht am Ufer erreichte 
das Loth mit 55m noch keinen Grund, eben so wenig nördlich und südlich 
avon, 
Es wurde‘ nun zwischen der Insel Seater und. Arthur Bluff mit voller 
Dawmpfkraft, da der Nordwind an Stärke zugenommen hatte, in den Zecy Reach 
hinein gesteuert. Alle diese Plätze sind dem Nordwind sehr ausgesetzt, welcher 
aus dem Zyre-Sund- mit gröfser Heftigkeit , hervorbricht und bieten deshalb 
schlechte Ankerplätze.' Aus diesem Sunde stammen auch die Eisschollen, welche 
man so häufig, namentlich im Winter,‘, in ‚diesem Fahrwasser antrifft, und die 
für die Schiffahrt so gefährlich sind.‘ HE 
Sobald Bold Head, die: ‘Ostspitze ‘der Insel Saumarez, passirt war, 
steuerte die „Chacabuco“ näher an die Küste dieser Insel heran, um die Ein- 
buchtungen derselben und namentlich‘ die Micaela-Bai untersuchen zu können. 
Diese ist sehr leicht aufzufinden, da in ONO von ihr auf der entgegengesetzten 
Seite des Festlandes (des Vorgebirges Exmouth) ein ausgedehnter, mit weißem
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.