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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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Port Cortez !) ist bei den „Nordern“ ein guter Hafen, derselbe ist aber 
gegen Westen offen. Die „Inter Oceanic Railroad Company“ hat daselbst eine 
Ladebrücke erbaut, welche jedoch schon wieder zerstört worden ist, so dafs 
nur noch das Landende davon vorhanden ist. Die Eisenbahn ist ungefähr 
37 Sm weit, bis San Pedro, fertig, die weiteren Arbeiten sind jedoch für jetzt 
eingestellt worden. Die Bahn befindet sich in keinem guten Zustande, auch 
gehen keine regelmäfsigen Züge auf derselben. 
2. Für die Ansegelung der Rhede von Buenos-Ayres (La Plata) 
ist es nach einem Berichte des Kommandanten S. M.S. „Ariadne“, Korv.-Kapt. 
Freiherr von Hollen, entsprechend den Angaben in dem „South America 
Pilot“, Part I, 1874, pag. 215, auf der Route Montevideo— Buenos- Ayres dringend 
nothwendig, einen Lotsen an Bord zu nehmen, namentlich für Schiffe mit 5m 
und darüber. Zur Bezeichnung des Fahrwassers von Indio Point bis‘ nördlich 
der Chico-Bank sind zwar zwei Feuerschiffe ausgelegt, welche aber umhertreiben 
und oft 4—7 Sm von ihrer in den Karten eingetragenen Position liegen, 
30 dafs man häufig in die Lage kommen kann, auf Grund zu stofsen, wenn man 
sich zu sehr darauf verläfst, dafs sie auf ihrer richtigen Station sich befinden, 
Das niedrige Land mit einzelnen hohen Bäumen bietet so gut wie gar keinen 
Anhalt für die Ortsbestimmung, und ist man lediglich auf das Loth angewiesen; 
die Lotsen richten sich auch mehr nach den Lothungen, als nach der Lage der 
Feuerschiffe, wobei es weniger auf die Wassertiefe, als auf die Härte des 
gelotheten Bodens ankommt, indem in der Nähe der Bänke der Grund hart 
wird, während in der Mitte des Fahrwassers weicher Grund vorhanden ist, so 
dafs das Loth 0,5—1,0m tief einsinkt. 
3. Die Lage der Crozet-Inseln.?) Nach einer Notiz in den „Proceed. 
of the R. Geogr. Soc.“, 1880, August, pag. 509, hat Kapt. J. N. East, R. N., 
von I. Br. M.S. „Comus“, im März d. J. bei Gelegenheit der Nachforschung 
nach Schiffbrüchigen auf den Crozet-Inseln konstatirt, dafs Hog-I. 13 Sm nord- 
westlich von ihrer in der Br. A. K. No. 748A (Tit. IX, No. 2) angegebenen 
Lage sich befindet. Die Lage der anderen Inseln in Bezug auf Hog-I. scheint 
mit ziemlicher Genauigkeit in der Karte niedergelegt zu sein, mit Ausnahme 
von Kast-I., welche nicht mehr als 7 Sm (statt 13 Sm) von der SO-Spitze 
der Possession-I. liegt. Die Heroine-Klippen bestehen zufolge derselben Notiz 
nur aus einer Klippe und befinden sich nur 1!/2 Sm östlich von der Verbindungs- 
linie des Südendes der .Insel Hog und Penguin-I., und etwas näher bei der 
ersteren Insel, 
Der Kommandant S. M.S. „Gazelle“, Kapt. z. See Frhr. von Schleinitz, 
hat schon im Oktober 1874 auf seiner Reise von Kapstadt bis Kerguelgen Zweifel 
an der Richtigkeit der in der neuesten, vom „Challenger“ verbess Er A.K, 
No. 802 (Tit. IX, No. 144a) für die Zast-I. angegebenen Länge gehegt. Er 
bemerkt hierüber in seinem Bericht (s. „Ann. d. Hydr. ete.“, 1875, pag. 106): 
„Der Verlauf des Küste (von Possession-I.), so weit er zu erkennen war, ergab, 
dafs entweder diese Insel in der Richtung ihrer Küsten falsch in der Karte 
niedergelegt, oder dafs das gesichtete Land nicht Possession-I., sondern Kast-I. 
war, auf dessen Küstenverlauf die Peilungen ungefähr stimmten. In diesem 
Falle aber kann die Lage der Insel nicht richtig sein.“ 
1) a. a, 0. pag. 309, 
?) Vgl. „Hydr. Mitth.“, 1874, pag. 240, und „Ann. d. Hydr. etc.“, 1875, pag. 106. 
Gedruckt und in Kommission bei E. S. Mittler & Sohn. 
Königliche Hofbuchhandlung. 
Kochstrafse 69/70.
	        
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