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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 8 (1880)

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121,3° W-Lg am 9. Dezember, 40° S-Br in 113,5° W-Lg am 16. Dezember und 
50° S-Br in 101° W-Lg am 22. Dezember überschritten worden. 
Ebenso wie die Bark „Pacific“, welche Kap Horn einen Tag vor „Alma“ 
passirte, traf „Alma“ im Südatlantischen Ocean Eisberge an. Am 11., 12., 13. 
and 14. Januar 1880 wurden auf der Strecke von 53° S-Br in 52° W-Lg nach 
50° S-Br in 42° W-Lg Eisfelder und Eisberge gesehen. Auf der Fahrt zur 
Linie traf „Alma“ dieselben Verhältnisse, wie sie schon bei „Pacific“ beschrieben 
wurden, und zwei Tage später als letztere Bark überschritt „Alma“ am 
8. Februar in 30,3° W-Lg den Aequator. Um vom Kap Horn dahin zu kommen, 
waren 33 Tage erforderlich gewesen und in dieser Zeit 50° S-Br in 42° W-Lg 
am 14, Januar, 40° S-Br in 33,5° W-Lg am 21. Januar, 30° S-Br in 30° W-Lg, 
wo die beiden Mitsegler nur 45 Sm von einander entfernt waren, am 25, Januar, 
20° S-Br in 32,6° W-Lg am 30. Januar und 10° S-Br in 31,3° W-Lg am 4. Februar 
überschritten worden. 
Ungünstiger als „Pacific“ fand „Alma“ die Verhältnisse gleich nördlich 
von der Linie. Schon in 0,4° N-Br und 30,3° W-Lg verlor diese Bark den 
SE-Passat und erst nach einem Aufenthalte von zwei Tagen gelang es in 
1,4° N-Br und 31,2° W-Lg den NE-Passat zu erreichen. Kräftiger Passat, der 
zeitweise sogar unerwünscht heftig war, herrschte dann bis nach 23° N-Br in 
44° W-Lg; er wurde flauer und lief östlicher, als dieser Parallel überschritten 
war, und schien seine polare Grenze in 25,3° N-Br und 45,0° W-Lg zu liegen. 
Nördlich derselben herrschte frischer südöstlicher Wind bis in die Nähe von 
10° N-Br in 40° W-Lg. Durch denselben wurde „Alma“ vor „Pacific“ besonders 
begünstigt. Die erstere Bark, welche 25° N-Br drei Tage nach „Pacific“ schnitt, 
erreichte 40° N-Br drei Tage früher, wenngleich in einem um 4 Grad westlicher 
liegenden Punkte. Veränderliche, vorherrschend jedoch westliche Winde führten 
„Alma“ bis zum 9. März nach 51° N-Br in 11,8° W-Lg. Am Mittage dieses 
Tages waren die beiden Mitsegler nur wieder 45 Sm von einander entfernt. 
Am 16. März erreichte „Alma“ die Rhede von Liverpool nach einer Reise, 
deren ganze Dauer 133 Tage betrug. Auf dem letzten Abschnitte derselben 
war 10° N-Br in 37,8° W-Lg am 14, Februar, 20° N-Br in 41,8° W-Lg am 
18. Februar, 30° N-Br in 43,5° W-Lg am 23. Februar und 40° N-Br in 
39,3° W-Lg am 28. Februar gekreuzt worden. 
6. Reise der Hamburger Bark „Magellan“, Kapt. A. W. C. Sternberg. 
Am 30. November 1878 verliefs die auf einer Reise nach Yokohama 
begriffene Bark „Magellan“ die Mündung des Kanals. Der Wind, welcher an 
diesem Tage aus NW wehte, drehte sich 2 Tage nachher durch Nord nach NE 
und, nachdem der Luftdruck in der Nähe von 42° N-Br in 16° W-Lg bis 
771,5 mm zugenommen hatte, durch Ost nach SE. Bei dem letzteren, allmählich 
an Stärke zunehmenden Winde begann das Barometer zu fallen, bis dasselbe 
in 31,5° N-Br und 23° W-Lg mit 747,6 mm seinen niedrigsten Stand erreichte. 
Am 6., 7. und 8. Dezember wehte in der Nähe von 36° N-Br in 20° W-Lg 
ein heftiger, an dem ersteren Tage fast die Stärke eines Orkans erreichender 
Oststurm, der den Kapitän zwang, mit seinem Schiff beizudrehen. Auch 
„Magellan“ befand sich hier in der schon so oft erwähnten Herbstdepression 
dieses Theils des Oceans, deren im nordöstlichen Quadranten herrschende 
Verhältnisse, zunehmender SE-Wind und fallendes Barometer, die ziemlich 
sicheren Merkmale sind, dals zwischen diesem Ostwinde und dem Passat noch 
westliche Winde wehen. „Magellan“ fand dieselben in 30,5° N-Br und 23,2° 
W-Lg. Sie führten die Bark nach 26,5° N-Br in 19,2° W-Lg, und hier, wo 
der allmählich schwächer gewordene Westwind in Stille überging, kam bald 
nachher der Passat durch, welcher nur zwischen 25,5° und 20,5° N-Br kräftig, 
überall sonst in geringer Stärke auftrat. 
Die Bark verfolgte die östlich von der Kap Verde-Gruppe nach Süden 
führende Route. Mehr begünstigt als durch die Stärke des Passats wurde 
„Magellan“ beim Uebergang von einem Passatgebiete in das andere. Derselbe 
erfolgte, indem der gerade hier wieder ziemlich kräftige Wind im Laufe weniger 
Stunden sich von NE nach SE drehte. Am 29. Dezember überschritt „Magellan“, 
der 29 Tage vorher den Kanal verlassen und in dieser Zeit 40° N-Br in
	        
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