A109
der Bewölkung und der Niederschläge in den verschiedenen Theilen eines
cyklonalen Wirbels und die Beziehungen dieser Studien zur Theorie der Cyklonen
bei einer späteron Gelegenheit zum Gegenstande einer kurzen Besprechung in
diesor Zeitschrift machen zu können,
Wir können dieses Referat nicht besser schliefsen, als mit den Worten,
mit welchen der Sekretär des „Meteorological Couneil“ das vorliegende Werk
einführt, und mit dem Wunsche und der Hoffnung, dafs das Londoner Amt und
Andere dieser Ueberzeugung gemäfs handeln möchten: „Es kann nicht bezweifelt
werden, dafs mehr Arbeiten, von der Natur der hier vorgelegten, viel Licht
werfen würden auf die atmosphärischen Bedingungen, welche das Wetter im
Westen Europa’s beeinflussen und bestimmen“ und — möchten wir hinzusetzen —
für die gesammte Theorie und Praxis der Meteorologie von grofser Bedeutung
werden können.
Aus den Reiseberichten S. M. Kbt. „Nautilus“, Korv.-Kapt, Chüden.
Notizen über die Nordküste von Upolu und einige Plätze auf Upolu und Savail.
„An der Nordküste von Upolw sind das nordwestlich von Apta befindliche
Riff mit seinen davor liegenden Bänken, sowie die Bänke vor Saluafata für
die Schiffahrt störend. Die ersteren sind ungenau oder gar nicht vermessen,
and auch den Lotsen nur ungenügend bekannt; von den Bänken vor Saluafata
existiren zwar die Specialkarten S. M. Schiffe „Albatross“ und „Bismarck“,?) jedoch
sind dieselben für die Navigirung nicht ausreichend; es fehlt noch an einer
Segelkarte, um die Peilungen der zur Geltung kommenden Landobjekte ein-
iragen. zu.können. An allen übrigen Punkten der Nordküste können Schiffo
sich den Riffen unbedenklich nähern, und genügt es, nach dem Auge zu steuern,
Frei von Riffen sind die Strecken zwischen Vailele und Solo-solo bei Saluafata,
3zowie die Küste zwischen Falifa und dem Ostende der Insel. Innerhalb der
Riffe können Schiffsboote bis zur Gröfse der Kutter von 3 Stunden vor bis
3 Stunden nach Hochwasser fahren.
Von Westen resp. von Sapapale an der Ostküste Savai’s kommend,
dampfte S. M. Kbt. „Nautilus“ etwa auf dem Kurse OzN, bis Apia-Berg in
5S0°/40, Tofua-Berg SW*/sS und der östlich am weitesten nach Norden hervor-
tretende Punkt der Insel Upolu in 0S0!/40 peilten.
Die nördlichste Spitze der Apza-Bänke war hiermit erreicht. Es wurde
dann 0S0!L0O gesteuert, etwa auf die Ecke der Insel, bis Apia-Berg in SSOY40
peilte. Von hier aus wurde mit SO-Kurs auf die Ecke des östlichen Riffs der
Einfahrt nach Apia resp. auf die Spitze von Matautu gesteuert. Näher können
agch Angabe des Lotsen Riff und Bänke nicht umsteuert werden. S. M. Kbt.
„Nautilus“ hat allerdings gelegentlich anderer Fahrten das Riff näher umsteuert
und dabei die Bänke passirt. Es wurden als geringste Tiefe ein Mal 8m, das
andere Mal 10m gelothet.
Die Bucht von Fangaloa auf Upolu wurde am 9. März 1880 besucht.
Die vorhandene Specialkarte giebt die Richtung, in welcher sich diese einzige
an der Nordküste vorhandene tiefe Bucht von der Kinfahrt bis zum Ende
erstreckt, als Nz0—SzW an. In Wirklichkeit jedoch wurde dieselbe NO'!/0—
SW!AW gefunden. Man kann nach dem Auge so weit hineinsteuern, wie dje
allmählich in einem spitzen Winkel sich näher tretenden Ufer mit davor
liegenden Riffen es erlauben. S.M. Kbt. „Nautilus“ passirte das Dorf Musumusu,
I) Vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“, 1880, pag. 144, 199,
3 S. die drei Karten zu Heft VII und XII der „Ann. d. Hydr. ete.“, 1879.