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Leuchtturm rw. 126.5° (mw. SO1/,0) 1%, Kblg ab, Nammii zachi rw, 55° (mw.
NOz0O*/;O). Seeschiffe können aber nicht einlaufen, weil nur Wassertiefen von
2.0 bis 3.7 m (1!/, bis 2 Faden) vorhanden sind.
Hafenanlage. Der langgestreckte, nur stellenweise eine Kabellänge breite,
die Mündung eines kleinen Flusses darstellende Innenhafen hat Platz für etwa
20 chinesische oder japanische Junken, die vermurt liegen und neuerdings mehr
und mehr durch kleine Küstendampfer verdrängt, mit diesen zusammen einen
nicht sehr regen Handel mit den Häfen der nahegelegenen Inseln betreiben.
Die eine Kabellänge breite Einfahrt zu diesem Hafen wird durch zwei ältere
Forts geschützt. Auf dem nördlichen Fort befindet sich der Leuchtturm, der das
Leitfeuer für die Oar-Einfahrt auf die Reede trägt. Dieser Innenhafen wird
benutzt, um die Leichterfahrzeuge für die auf der Reede liegenden Seeschiffe
zu beladen und entladen. An der Nordseite und auf dem Hafendamm befindet
sich ein Signalmast neben dem Hafenamt und die Anlegestelle für Boote
an einer Steintreppe eben innerhalb der Hafeneinfahrt. Der Verkehr zwischen
Schiff und Land geschieht gewöhnlich mit Schiffsbooten. Der Landesunkundige
bedarf aber vorheriger Anweisung. von Einheimischen für die sehr. gefährliche
Einfahrt zum Innenhafen. Die größeren Küstendampfer mußten, nach Kapt.
R. Richters Beobachtung, da sie meistens mit voller Ladung ankommen, erst
einige Leichter voll löschen, ehe sie in den Binnenhafen einlaufen konnten.
Außer diesem Binnenhafen, der bis an eine Brücke reicht, die die Stadt Naha
mit der am südlichen Ufer der Flußmündung gelegenen Vorstadt Kogusuku ver-
bindet, erstreckt sich der sogenannte Junkenhafen oberhalb dieser Brücke noch
weiter landeinwärts. Er fällt während der Ebbe trocken, nur ein schmaler
Graben bleibt dann in seiner Mitte mit Wasser gefüllt,
Die Stadt Naha oder Nafa Kiang liegt auf einer durch Mündungsarme von
kleinen Flüssen gebildeten Insel und ist durch mehrere Brücken mit dem Fest-
lande verbunden, Die Obere Stadt führt als besonderer Stadtteil den Namen
»Shuri«, Sie liegt etwa 2 Sm weiter landeinwärts, ist die Hauptstadt der Insel
Okinawa, Sitz des Gouverneurs und der japanischen Beamtenschaft. Kapt.
R. Richter gibt eine gute Beschreibung .von Stadt und Menschen, sie lautet:
‚Die Beamten sind sämtlich Japaner und scheinen einer anderen Rasse anzu-
gehören als die Eingeborenen. Letztere sind wesentlich kleiner als die Japaner,
immer sehr freundlich und bescheiden und scheinen noch wenig Umgang mit
Weißen gehabt zu haben. Als meine Frau und ich in Begleitung des Dolmetschers
des Gouvernements nach .der‘ Post bzw: dem Telegraphenamt fuhren, begleitete
uns so ziemlich ganz Naha, und die japanischen Polizeibeamten hatten wirklich
viel zu tun, die Menge von uns abzuhalten. Die Häuser der Stadt sind primitiv
und niedrig gebaut, die Straßen zwar gerade angelegt, aber ungepflastert, nicht
besonders breit, mitunter sogar ziemlich eng. Wie in China und Japan vollzieht
sich die Personenbeförderung in den Straßen in einem leichten Wagen, der von
den Eingeborenen gezögen wird. Vor Lastwagen sieht man Menschen oder
Ochsen gespannt. Pferde habe ich wenige gesehen. Die Frauen scheinen auf
dieser Insel alle Arbeiten zu verrichten, sie spinnen und weben nicht nur, son-
dern tragen auch Lasten auf dem Kopfe liegend mit großem Geschicke fort. Die
Männer scheinen der Arbeit keinen besonderen Geschmack abzugewinnen.«
Handelsverkehr und Schiffahrt. Handel und Schiffahrt beschränken sich
vorzugsweise auf die. japanische Flagge und auf Küstenfahrt, Der Platz. ist
durch Kabel mit dem japanischen und damit auch mit dem internationalen
Kabelnetz verbunden. Postverbindung mit Japan vermitteln japanische
Dampfer. '
Schiffsausrüstung. Japanische Bunkerkohlen sind in begrenzten Mengen
erhältlich; sie werden.von Männern in kleinen Körben übergemannt, Proviant
ist vorhanden, wenn auch nicht gerade billig. Das Fleisch bezeichnet :Kapt.
R. Richter als »teuer, und schlecht«. Zucker, Reis, Hühner, süße Kartoffeln,
Früchte und‘ allerhand. Art Gemüse, auch Fische sind reichlich vorhanden,
Dauerproviant wenig zu erlangen und kaum zu bezahlen. Frischwasser
erhielt »Lydia« 8 Tonnen für etwa 11 M., das in großen hölzernen Küheln