376
hiernach erreichte daselbst der Teifun (an seinem westlichen Rande) am
19. September von 6° bis 10* p. m. seine gröfste Stärke aus NNE, 9,
zuweilen 32 Sm die Stunde; der niedrigste Barometerstand, 744,0mm, wurde
am 20. September 3% a. m. beobachtet; vom 14. September 10% a.m. bis zu
dieser Zeit war das Barometer um 18,7mm gefallen. Während dieses Teifuns
von ziemlich langer Dauer traten übrigens zu Zi-ka-wer die täglichen Oscillationen
des Barometerstandes zu den gewöhnlichen Zeiten ein, nämlich die Maxima um
10 a. m. und 10*p.m. und die Minima um 4'a.m. und 4"p.m. In den
24 Stunden von 4* a.m. am 19. bis 4*a.m. am 20. September betrug die
gefallene Regenmenge 68mm (2,7 engl. Zoll). Währond dieser Zeit drehte der
Wind von NE durch West nach NW, entsprechend dem Fortschreiten des Teifuns
von Süd nach Nord.
Zuerst nördlich, später westlich von dem Sturmecentrum hatte in derselben
Zeit (19. und 20. September) das Schiff „Appin“ den Teifun aus NNE-N—-NNW
mit Stärke 10—12 zu bestechen (s. pag. 374). Zur Zeit des niedrigsten Luft-
drucks (741,7mm), bald nach Mittag am 20. September, befand sich „Appin“,
ea 150 Sm westlich vom Sturmecentrum,
Das Gebiet des niedrigsten Lufltdrucks (unter 736,6mm oder 29 engl.
Zoll) nahm um Mitternacht des 19.—20. September die Form eines in der
Richtung WzN--EzS langgestreckten Ovals an. Die Schiffe „Flying Spur“,
„Kiushu Maru“, „Black Adder“ und „Tokio Maru“ befanden sich zu dieser
Zeit nahe an den Enden dieses Ovals und hatten sämmtlich stärkere Winde, als
„Genkai Maru“ und „Cannon Harrison“ au den abgeflachten Stellen des Ovals,
obgleich diese letzteren Schiffe dem Centrum näher waren, als die ersteren.
Dio britische Bark „Flying Spur“, Kapt. G. Croot, auf der Reise von
Nagasaki vis Yokohama, befand sich am 18. September Mittags in 31° 9‘ N-Br
und 128° 52‘ O-Lg mit starkem Ostwind, 7—8; bis zum Mittag des 19. nahm
der Wind mit einer Drehung nach ESE bis zum Teifun von Stärke 10—12 zu;
in dieser hielt er sich bis zum Morgen des 20. September, wobei er während
des Vorbeipassirens des Teifuns westlich vom Schiff iu der Richtung von Süd
nach Nord durch ESE nach SE drehte; schwere Böen, plötzliche Windstölße
und heftige Regengiüsse bogleiteten das Auftreten des Teifuns während dieser
Zeit; der Luftdruck (nicht reduc.) nahm von Mittag des 18. September bis zum
Morgen des 20. von 752,8 bis 741,2mm ab; das Minimum traf, wie bei „Stag Hound“
und „Cannon Harrison“, ein, nachdem das Sturmcentrum schon passirt war; um
9* a. m. brach die Sonne für einige Zeit durch die schweren Wolken, aber bald
darauf wurde das Wetter wieder schlechter, der Sturm nahm bis Mittag den
21. September nur schr allmählich an Stärke ab, mit einer Drehung durch S
und SW nach W, und der Luftdruck hielt sich in dieser Zeit stets zwischen
742—744mm. Die Fortbewegung des Schiffes war vom 19. bis 21. September
eine sehr langsame, Die Mittagsbestecke vom 20. und 21. September waren
nämlich bezw. 31° 2‘ N-Br, 127° 43‘ O-Lg und 30° 52‘ N-Br, 128° 30‘ O-Lg;
erst von letzterem Orto an, als der "Teifun nördlich vorübergezogen war, nahm
„Flying Spur“ den Kurs nach O0 und NO.
Das japanische Kriegsschiff „Kiushuw-Maru“, Kapt. W. Thompson, be-
stand den Teifun am 19. September auf der Reise von Kago sima nach den
Liu-kiu-Inseln in der Nosse-Bazi (Oho sima), in ca 281° N-Br und 129'/° O-Lg,
östlich von dem Laufe dos Teifuns zu dieser Zeit. Der Wind wehte aus SE
mit Stärke 10—12 (am heftigsten 7* p. m. am 19. September) und drehte am
20. September nach S mit rasch bis 6 abnehmender Stärke; die Ablesung am
Aneroid ergab als niedrigsten Stand 750,3 mm,
Das japanische Kriegsschiff „Tokiu-Maru“, Kapt. R. Swain, befand sich
auf der Reise von Nagasakı nach Shanghai während des 19. September an der
Westseite des Toifuns mit nur geringer Ortsveränderung zwischen 30° 59‘—54"
N-Br und 122° 23‘—-56‘ O-Lg. Der Wind drehte vom Morgen des 19. bis Mitter-
nacht 19./20. September von ESE durch E, NE und N nach NWzN, mit zu-
nehmender Stärke, von 6—12; in dieser Zeit zeigte das Aneroid den niedrigsten
Stand von 731,5mm; der Teifun hiclt bis zu Mittag des 20, September an aus
der Richtung WzN und mit einem Stande des Aneroids zwischen 734—737 mm,
Am Abend des 20. September klarte es auf, der Wind ging nach N und das
Schiff ankerte am Morgen des 21. September bei den Saddle - Inseln. Um